Frau – Führungskraft – Familie

Zwar ist die Erwerbstätigkeit von Frauen in unserem Land in den letzten 30 Jahren von 50 auf knapp 70 Prozent gestiegen, aber nur 55 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter arbeiten Vollzeit, mahnt die Statistik, der Rest hat einen Teilzeitjob. Ein volkswirtschaftlicher Skandal, vom Image als Karrierekiller ganz abgesehen. Fragt man Frauen, dann ist es jedoch das, was viele wollen, vor allem dann, wenn sie Familie haben. Elternschaft konkurriert mit Erwerbstätigkeit, vor allem bei Frauen. Kein Wunder, wenn viele Paare achselzuckend zugeben: „Wir hatten uns das am Anfang auch anders vorgestellt, aber irgendwie sind wir dann in die klassische Rollenverteilung hineingerutscht.“ Einfache Patentrezepte gibt es sicherlich nicht, aber die Google-Managerin in Teilzeit, Sarah Fix-Bähre, hat dazu, wie ich finde, einen klugen Artikel verfasst, und ist zur der Erkenntnis gekommen: Ohne klare Anforderungen an alle Beteiligten geht es nicht.

„…Dann wurde ich mit Mitte 30 schwanger – und obwohl ich mich als emanzipiert und aufgeklärt sehe, machte sich neben der Freude ein weiteres Gefühl breit: Das schlechte Gewissen. Man hatte mir doch gerade erst eine Führungsrolle anvertraut. Hierin sehe ich einen Hauptgrund, warum viele Managerinnen bereits während der Schwangerschaft, bewusst oder unbewusst, in Überleistung gehen. So wollte auch ich allen zeigen, dass sich nichts geändert hat und sich auch nach der Elternzeit nichts ändern würde. Meine Vorstellung war klar: Mein (Arbeits-)Leben sollte so weiter gehen und das Kind kommt eben „on top“. Der Realitätsclash hätte drastischer nicht sein können. Plötzlich fand ich mich, mein Kind im Tragetuch durchs Hamburger Grindelviertel spazierend, zwischen den Welten wieder. Ich war keine typische „Karrierefrau“ mehr, wollte aber auch nicht „nur“ Mutter sein – ich wollte beides. Trotzdem war nicht zu übersehen: das Prinzip „on top“ würde nicht funktionieren…“

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