(Keine) Garantie für den Arbeitsort

Rechtstipp von Dr. Monika Schmidt, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Arbeitsrecht, Dr. Matzen & Partner

Arbeitnehmer/innen, die sicher gehen wollen, dass ihr Arbeitgeber sie nicht an einen anderen Arbeitsort versetzt, sollten auf einer ausdrücklichen, schriftlichen Garantie bestehen.

Wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) schon 2011 Jahren entschieden hat, schützen weder die langjährige Beschäftigung an einem Standort noch der Umstand, dass ein Arbeitnehmer die Gestaltung seines persönlichen Umfelds am Ort der Arbeitsleistung ausgerichtet hat, vor einer Versetzung, wenn der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag einen Versetzungsvorbehalt gemacht hat. Dies gilt nach einer jetzt veröffentlichten Entscheidung des BAG vom 26.09.2012 auch dann, wenn im Vertrag ein bestimmter Arbeitsort oder Dienstsitz angegeben ist. Wird durch eine vertragliche Versetzungsklausel dem Arbeitgeber die Möglichkeit eingeräumt, seine Mitarbeiter an einem anderen Ort einzusetzen, müssen sie Folge leisten.

Will man dies aus Arbeitnehmersicht verhindern, bleibt nur der Weg über eine ausdrückliche Zusicherung des Arbeitsortes durch den Arbeitgeber. Insofern ist wichtig, dass eine mündliche Zusage zwar wirksam ist. Besser ist allerdings – zu Beweiszwecken – die Zusicherung im Vertrag oder einem sog. side letter schriftlich zu dokumentieren.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Knowing, News, Recht & Rat abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar