Buch der Woche: “Die Bildungslücke” von Thilo Baum und Martin Laschkoling . Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Damit Berufseinsteiger nicht wie der Ochs vor dem Arbeitsleben stehen
Ist das ein Karriere-Ratgeber? Wenn man so will. Mehr noch ist “Bildungslücke” das Buch, das Schul- und Hochschulabsolventen jenseits des Fachwissens auf das Berufsleben vorbereitet. Denn da geht es nur zu einem eher bescheidenen Teil um tatsächliches Fachwissen, sondern vielmehr um die viel beschworenen “Soft Skills”. Also um die Fähigkeit, den Tag und die Arbeit zu planen, die Fähigkeit, seine Stärken einzusetzen und auch um die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Alles “Skills” die in kaum einer Schule vermittelt werden. Diese Lücke füllt dieses Buch, in dem namhafte Experten ihr Wissen für Berufseinsteiger zur Verfügung stellen. Eine prima Gelegenheit, die wahren Anforderungen der Arbeitswelt kennenzulernen.
Eine “Eins” in Mathe reicht nicht, um eine Gehaltsverhandlung zu führen
Gute Noten in Mathe, Betriebswirtschaft oder Musik sind das eine. Nachher in Konfliktsituationen richtig zu handeln das andere. Wer aber nicht weiß, dass es Methoden gibt,Konfliktgespräche zu führen, wer bei null anfängt, wenn es darum geht, den Arbeitstag zu planen, wer denkt, man sei entweder ein guter Redner oder eben nicht, der wird immer hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben. mehr
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Buch der Woche: “Die Botschaft” von Karen Armstrong. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Das Programm der renommierten Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong ist ehrgeizig. Sie will zu einer religionsübergreifenden Ausbildung des Mitgefühls anstiften. Denn in der Fähigkeit, mit anderen zu fühlen, liege nicht nur der Kern aller großer Religionen, sondern auch die große Aufgabe, vor der wir heute stehen. Fast ist es, als verkünde sie in “Die Botschaft” eine Religion ohne Gott. Aber Karen Armstrong bleibt Wissenschaftlerin, bleibt undogmatisch. Ihre Methode ist es, die “anderen” verstehen zu lernen. Um darüber, sich selbst zu verstehen.
Karen Armstrong hatte einen Wunsch frei
Ausgangspunkt für das Buch war die mit 100.000 Dollar dotierte Auszeichnung der Non-Profit-Organisation TED, die Karen Armstrong 2007 erhalten hatte. Damit verbunden war die Aufforderung, einen Wunsch zu äußern, dessen Erfüllung die Welt verbessern würde. Die Religionswissenschaftlerin zögerte nicht lange und bat TED, sie bei dem Vorhaben zu unterstützen, eine “Charta der Anteilnahme” (www.CharterforCompassion.org) zu entwerfen. Die Charta wurde Wirklichkeit und am 12. November 2009 an sechzig Orten auf der ganzen Welt, unterstützt von den sechs großen religiösen Gemeinschaften, in Umlauf gebracht. mehr
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Buch der Woche: “Zwischenstopp Burnout” von Iris Riffelt. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Ich kann doch keine Auszeit nehmen! Burnout aus arbeitsrechtlicher Sicht.
Wer sich im Skiurlaub die Knochen bricht, ist so lange krank, bis er wieder auf den Beinen ist. Eine Selbstverständlichkeit, die bei der Diagnose Burnout offensichtlich nicht greift. Denn sowohl Betroffene als auch Arbeitgeber pflegen einen eigenwilligen Umgang mit dieser Krankheit – der damit beginnt, die Krankheit nicht ernst zu nehmen. Iris Riffelt, auf Arbeitsrecht spezialisierte Anwältin und selbst “Burnout”-erfahren, zeigt in ihrem Buch “Zwischenstopp Burnout” jetzt, was Betroffene aus der Sicht des Arbeitsrechts beachten müssen – und was sie erwarten dürfen. mehr
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Rechtstipp von Dr. Monika Schmidt, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Arbeitsrecht, Dr. Matzen & Partner
„Frau xy wechselt zum 1. April 2012 als neue Leiterin HR zur A-AG. Frau xy bringt langjährige Erfahrung mit, die sie im In- und Ausland erworben hat …“
Viele Unternehmen unterhalten Rubriken auf ihrer Website, in denen Unternehmens-Nachrichten und Personalzugänge veröffentlicht werden. Nicht selten geschieht dies, um mit den Qualifikationen der neuen Mitarbeiter für das Unternehmen zu werben. Derartige Veröffentlichungen setzen stets das Einverständnis des Betroffenen voraus. Was aber geschieht nach dem Ausscheiden? Können Mitarbeiter verlangen, dass persönliche Daten und Fotos auf der Website und aus News-Blogs gelöscht werden?
Sie können! Wie das Landesarbeitsgericht Hessen mit Urteil vom 24.01.2012 (19 SaGa 1480/11) entschieden hat, ist das Persönlichkeitsrecht des betreffenden Arbeitnehmers verletzt, wenn ein Arbeitgeber persönliche Daten und Fotos ausgeschiedener Arbeitnehmer weiter auf seiner Homepage präsentiert. Diesen Anspruch können Arbeitnehmer sogar im Wege einer einstweiligen Verfügung durchsetzen.
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Buch der Woche: “Leise Menschen – starke Wirkung: Wie Sie Präsenz zeigen und Gehör finden” von Sylvia Löhken. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Sie werden oft als Eigenbrötler bezeichnet, gelten als schwierig und wenig kommunikativ. Es geht um die Introvertierten. Und weil allein der Begriff “introvertiert” einem Krankheitssymptom gleichkommt, spricht die Expertin und Autorin Sylvia Löhken lieber gleich von den “Leisen”. Dabei geht es gar nicht um eine Minderheit. Schätzungsweise die Hälfte der Menschheit hat eine Tendenz zur Introversion, die andere zur Extroversion. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass Letztere mehr auffallen und anscheinend den Ton angeben. Ihre Bibel heißt “Geh nie alleine essen” (ein toller Tipp für Extrovertierte, eine unsägliche Drohung für Introvertierte) ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Networking (“Bin ich Fischer oder was?”, fragt sich der Introvertierte). Mit ihrem interessanten Buch “Leise Menschen – starke Wirkung” schlägt Sylvia Löhken jetzt den Stillen im Lande eine Bresche. Zeigt, wie sie sich mit ihren eigenen Mitteln und Stärken Gehör verschaffen.
Willkommen im Klub von Barack Obama, Albert Einstein, Angela Merkel und Günther Jauch
Dass Introvertierte nicht alle im stillen Kämmerlein vor sich hin werkeln, zeigt Sylvia Löhken gleich zu Beginn mit ihrer eindrucksvollen Prominentengalerie der Introvertierten. Die wenigsten hätten wohl den amerikanischen Präsidenten in dieser Riege vermutet. Er gibt zugleich das schönste Beispiel, wie sich Introvertierte durch Übung und Beharrlichkeit zu begeisternden Rednern entwickeln können. Und genau das ist das Ziel der Autorin. Introvertierten zu zeigen, dass sie sich nicht blenden lassen sollen von der Präsenz der Lauten. Sondern Zutrauen zu ihren Stärken und Fähigkeiten fassen. mehr
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Verschlagwortet mit Bücher, Selbstmarketing
Junge Frauen zeigen zwar oftmals ein höheres Leistungspotenzial, doch führt das im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen nicht automatisch zu einem Streben nach Führungspositionen. Das ist grundsätzlich nichts Neues, wurde jetzt aber noch mal in dem Forschungsprojekt “Führungsmotivation im Geschlechtervergleich” der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg, bestätigt. Die Ergebnisse belegen, dass die Motivation, Führungsverantwortung zu übernehmen, bei weiblichen Studierenden erheblich geringer ausgeprägt ist als bei männlichen. “Ihre ambivalente Haltung gegenüber Führung hindert sie daran, zielorientiert und offensiver vorzugehen, wenn es um Führungspositionen geht”, sagt Prof. Jörg Felfe. Mehr zum Projekt
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Verschlagwortet mit Führung, Studien
Aufgelesen: Auf Forbes.com denken Michael Noer und Elizabeth Corcoran über Doppelkarriere-Beziehungen nach und liefern dazu allerhand statistisches Beiwerk. Sein Punkt: “Don’t Marry Career Women”. Ihr Punkt: “Don’t Marry A Lazy Man”. Am Ende gilt wie für alle Studien: Vorsicht, Korrelation nicht mit Kausalität verwechseln. Das wird ja gerne mal getan, auch wenn es um mehr Frauen im Management geht. Wenn es regnet, spannen viele Menschen den Regenschirm auf (positive Korrelation); wenn viele Menschen den Regenschirm aufspannen, regnet es nicht zwangsläufig (keine Kausalität). Viele Studien, wie z. B. die von McKinsey, weisen eine positive Korrelation zwischen Frauen im Top-Management-Team und der Eigenkapitalrendite eines Unternehmens auf. Daraus abzuleiten, man müsse einfach mehr Frauen ins Leadershipteam setzen (womöglich noch per Quote) ist nicht nur zu einfach gedacht, sondern auch falsch abgeleitet.
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Verschlagwortet mit Karriere, Vereinbarkeit
Buch der Woche: “Teams führen” von Rainer Niermeyer. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Dass gute Teams hervorragende Arbeit leisten können, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wie man es aber anstellt, “gute” Teams am Start zu haben, bleibt ein Geheimnis. Kein Wunder, ist doch in den seltensten Fällen klar, ob es sich wirklich um Teams handelt – oder eben um Abteilungen oder Gruppen oder einfach um Menschen, die mehr oder weniger aus Zufall in einem Raum zusammen arbeiten. Deshalb fängt Rainer Niermeyer in seinem praktischen Handbuch zur Teamarbeit “Teams führen” (Haufe 2012) mit Aufräumarbeiten an. Und präsentiert dann den wirklichen Teamleitern schön übersichtlich die wichtigsten Methoden und Instrumente. Keine Rocket.Science, aber solides Handwerk.
Wenn keiner weiß, wo es lang geht, kommt auch keiner an
Ich vermute mal, dass neun von zehn Beschäftigten, die in einem sogenannten Team arbeiten, keine Ahnung von den Zielen haben, die das Team erreichen soll. Das liegt daran, dass der Teamleiter meist auch nicht weiß, was seine Aufgaben als Teamleiter sind. Folge sind demotivierte Menschen, die sich zumindest innerlich verabschieden. Dabei bietet doch gerade Teamarbeit vielfältige Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Talente der Einzelnen zur Entfaltung zu bringen. Zum Wohle der Ergebnisse, für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und damit des eigenen Arbeitsplatzes. Das Buch “Teams führen” des Ex-Kienbaum-Mannes Rainer Niermeyer zeigt, wie Teamleiter diese Schätze heben können. mehr
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Verschlagwortet mit Bücher, Führung, Management
Buch der Woche: “Keine Ausreden: Die Kraft der Selbstdisziplin” von Brian Tracy. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Ein Jahreswechsel ist ja immer auch ein willkommener Anlass für den persönlichen Rückblick und Ausblick. Da kommt das neue Buch von Brian Tracy “Keine Ausreden. Die Kraft der Selbstdisziplin” gerade recht. Es nimmt viele der bekannten Erfolgs-Regeln aus dem Blickpunkt der Disziplin ins Visier. Und liefert mit vielen Fragen eine prima Vorlage, um aus den schnell dahingesagten Vorsätzen ein wirkliches Lebensprogramm zu entwickeln. Auch wer schon einige Bücher dieser Sorte gelesen hat, wird auf seine Kosten kommen. Denn wie bei jedem Training macht auch beim Erfolgstraining erst die Übung und damit die konsequente Wiederholung den Meister.
Nicht nehmen, was kommt, sondern wählen, was man will
“Keine Ausreden. Die Kraft der Selbstdisziplin” geht in drei Schritten vor. Im ersten sensibilisiert Brian Tracy für die große Lebensplanung (nicht nehmen, was kommt, sondern wählen, was man will). Im zweiten zeigt er die Anwendung der “Erfolgsprinzipien” in beruflicher und finanzieller Hinsicht. Und im dritten Schritt zeigt Brian Tracy, wozu das alles gut sein soll und widmet sich dem “guten Leben.” Alles sehr lesefreundlich in kurze Kapitel aufgeteilt und ebenso flüssig wie unterhaltsam geschrieben und mit vielen guten Zitaten gespickt. Brian Tracys Mantra: Ziele setzen, bewusst leben und dann: Zähne zusammenbeißen und dran bleiben. Denn Beharrlichkeit (Disziplin) heißt, nicht nur laut Brian Tracy, das Ticket zum persönlichen Ziel. mehr
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Verschlagwortet mit Bücher
Das neue Jahr beginnt mit einem historischen Höchststand für Frauen in Top-Positionen. Nachdem nun auch die Allianz mit Helga Jung und die Deutsche Post mit Angela Titzrath ihre Vorstandsriegen umgebaut und für Frauen geöffnet haben, bekleiden 2012 erstmals zehn Frauen einen Vorstandsposten im wichtigsten Börsensegment. Es scheint sich etwas zu bewegen. Das Ergebnis des Quotendgeredes? Egal, entscheidend ist, dass allmählich Diversity-Einsicht in den Konzernen einkehrt und dort freiwillig auf Frauen gesetzt wird. Nur dann funktioniert der Gedanke von Vielfalt und nicht mit Druck und starren Quotenregelungen.
Mit guten Beispiel vorangehen, hat noch immer funktioniert, deshalb hier noch mal die acht Vorzeigekonzerne mit ihren zehn Vorzeigefrauen: Allianz (Helga Jung), BASF (Margret Suckale), Daimler (Christine Hohmann-Dennhardt), Deutsche Post (Angela Titzrath), Deutsche Telekom (Claudia Nemat, Marion Schick), E.ON (Regine Stachelhaus), Henkel (Kathrin Menges), Siemens (Brigitte Ederer, Barbara Kux)
Red.: Barbara Schneider, managerinnentalk.de
Ausführliche Berichte zu den neuen Vorstandsfrauen bei Allianz und Deutsche Post z.B. auf welt.de; ftd.de