Junge Frauen zeigen zwar oftmals ein höheres Leistungspotenzial, doch führt das im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen nicht automatisch zu einem Streben nach Führungspositionen. Das ist grundsätzlich nichts Neues, wurde jetzt aber noch mal in dem Forschungsprojekt “Führungsmotivation im Geschlechtervergleich” der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg, bestätigt. Die Ergebnisse belegen, dass die Motivation, Führungsverantwortung zu übernehmen, bei weiblichen Studierenden erheblich geringer ausgeprägt ist als bei männlichen. “Ihre ambivalente Haltung gegenüber Führung hindert sie daran, zielorientiert und offensiver vorzugehen, wenn es um Führungspositionen geht”, sagt Prof. Jörg Felfe. Mehr zum Projekt
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Verschlagwortet mit Führung, Studien
Aufgelesen: Auf Forbes.com denken Michael Noer und Elizabeth Corcoran über Doppelkarriere-Beziehungen nach und liefern dazu allerhand statistisches Beiwerk. Sein Punkt: “Don’t Marry Career Women”. Ihr Punkt: “Don’t Marry A Lazy Man”. Am Ende gilt wie für alle Studien: Vorsicht, Korrelation nicht mit Kausalität verwechseln. Das wird ja gerne mal getan, auch wenn es um mehr Frauen im Management geht. Wenn es regnet, spannen viele Menschen den Regenschirm auf (positive Korrelation); wenn viele Menschen den Regenschirm aufspannen, regnet es nicht zwangsläufig (keine Kausalität). Viele Studien, wie z. B. die von McKinsey, weisen eine positive Korrelation zwischen Frauen im Top-Management-Team und der Eigenkapitalrendite eines Unternehmens auf. Daraus abzuleiten, man müsse einfach mehr Frauen ins Leadershipteam setzen (womöglich noch per Quote) ist nicht nur zu einfach gedacht, sondern auch falsch abgeleitet.
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Verschlagwortet mit Karriere, Vereinbarkeit
Frauen steigen mittlerweile so selbstverständlich in Unternehmen ein wie Männer. Woran es immer noch hapert, ist der Aufstieg. Mit jeder Hierarchieebene verlieren Unternehmen Frauen. Für die meisten Unternehmen und Branchen (Ausnahmen gibt es immer) heißt das Problem längst nicht mehr Recruitment sondern Retention. Aus der Reihe INSEAD Knowledge ein interessantes Interview mit der INSEAD-Professorin Herminia Ibarra über die gender leadership gap .
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Verschlagwortet mit Diversity, Führung
Die Hoppenstedt-Analyse zeigt deutlich, dass sich in den vergangenen 15 Jahren einiges in deutschen Führungsriegen verändert hat. Zwar stimmt die Aussage – je größer das Unternehmen und je höher die Führungsebene , desto geringer der Anteil von Frauen in Führung und Management – nach wie vor, und sind Frauen vor allem an der Spitze der Großkonzerne und Dax-Unternehmen immer noch dünn gesät, trotzdem die gute Nachricht: noch nie gab es so viel qualifiziertes weibliches Führungspotenzial und -Personal wie heute, waren die Talent- und Leadership-Pipelines so gut gefüllt wie im Jahr 2010. Da kann man eigentlich nur sagen: Unternehmen, Männer und Frauen, macht was draus. Mehr Details: Hoppenstedt-Analyse “Frauen in Führungspositionen”
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Verschlagwortet mit Chefinnen, Studien
Managerinnentalk: Frau Peschl, Sie haben die Werte und Denkmuster von Frauen und Männern im Topmanagement untersucht. Wer hat denn nun ein höheres Wertebewusstsein?
Karin Peschl: Zumindest sehen Frauen im Top Management einiges anders.
MT: Aha. Und was?
Karin Peschl: Topmanagerinnen haben eine äußerst sensible Antenne bezüglich der gelebten Moral und stehen dem Thema sehr kritisch gegenüber. Sie sprechen Ihre Meinungen sehr deutlich und direkt aus, sprechen offen über Missstände; auch im eigenen Umfeld, ohne Scheu vor Selbstkritik. Die „Wir-AG“ statt der „Ich-AG“ steht im Vordergrund der Betrachtung. Beziehungen zum Umfeld, zwischenmenschliche Aspekte und Verantwortung bestimmen die persönliche „Werte DNA“
MT: Das Genderthema hat zurzeit ja Hochkonjunktur. Sind das Initiativen zur Imageaufbesserung oder wollen Ihre Auftraggeber wirklich mehr weibliche Bewerber sehen?
Karin Peschl: Die allgemeinen Diskussionen haben den Stein sicherlich ins Rollen gebracht. Die Motive der Entscheidungsträger sind sekundär. Wichtig ist, dass Frauen in Führungssituationen kommen und somit den Prozess stärken und beschleunigen. Ich kann durchaus bestätigen, dass meine Auftraggeber/innen immer mehr nach weiblichen Kandidatinnen fragen.
MT: Was empfehlen Sie Bewerberinnen, worauf sollten Sie beim Interview achten?
Karin Peschl: Mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen die Kenntnisse und die gewonnenen Erfahrungen darstellen und verkaufen. Bescheidenheit und „understatement“ sind im Bewerbungsinterview fehl am Platz. Frauen neigen oft dazu, Ihre Kenntnisse als selbstverständlich anzusehen und betonen Bereiche wo sie noch nicht sattelfest sind. Entscheidend ist auch ein authentischer Auftritt. Eine klare Darstellung seiner Person unterstützt die Glaubwürdigkeit und ist vertrauensbildend. Diese Person wirkt sympathisch, ist selbstbewusst und hat Ausstrahlung.
Karin Peschl ist Managing Partner bei Signium International; Download der Studie Ehrbarer Kaufmann_Ehrbare Kauffrau als pdf
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Verschlagwortet mit Chefinnen, Studien
Die Untersuchung “Frauen in Führungspositionen – Barrieren und Brücken”, die im Auftrag des Bundesminsteriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2009 vom Sinus-Institut durchgeführt wurde, kommt zu etlichen Erkenntnissen, die nicht neu sind, aber immer noch existieren – Vorbehalte der Männer vor allem gegen Frauen ganz oben an der Spitze. Eine Kostprobe: “Einer Frau im Vorstand wird die Kompetenz abgesprochen. Nicht die Fach- und Sachkompetenz, aber die ist ja sowieso im Vorstand nicht gefordert; sondern unsere Vorstände verstehen sich ja eher als Unternehmespolitiker. Da mag Frau Merkel Kanzlerin sein so viel sie will, aber bei uns kommt das nicht in die Tüte.” Alles anonym, versteht sich.
Die Studie belegt aber auch, dass Frauen ihre eingefahrenen Denk- und Verhaltensweisen verlassen müssen, indem sie sich beispielsweise mehr trauen und zutrauen. Männer kommen weiter, weil sie schneller und höher springen. Ihre mehr
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Verschlagwortet mit Karriere, Studien
Gestern stellte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Berlin den Monitor Familienleben 2010 vor. Eine Erkenntniss: 12 Prozent der Deutschen unter 50 J. möchten weitere oder einmal Kinder haben, 2008 waren es nur 9 Prozent. Diese drei Prozentpunkte beflügeln die Fantasie von Demoskopen: “Im Moment wächst der Mut zum Kind”, so Renate Köcher, Geschäftsführerin des beauftragten Instituts (Institut für Demoskopie Allensbach, IfD). Ob es beim Wunsch bleibt oder ihm Taten bzw. Kinder folgen, werden wir in einigen Jahren an der Geburtenrate ablesen können. Noch ein Ergebnis: In Zeiten von Arbeitsverdichtung, mehr
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Verschlagwortet mit Studien, Vereinbarkeit
“Es gibt kein “Jein” zur Karriere als Top-Führungskraft”, sagt Dr. Angelika Dammann, die kürzlich in den Vorstand von SAP wechselte in der Studie, “Deutschlands Chefinnen” der Personalberatung ODGERS BERNDTSON , in der Frauen aus Vorstand und Geschäftsführung der 500 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland befragt wurden. Ohne gewisse Abstriche ans Privatleben geht es nicht, das sollte jedem klar sein, der oder die nach oben will. Anmerkung: Sicherlich auch einer der Hauptgründe, wieso Frauen – meistens nach etlichen Jahren Konzernkarriere – noch mal was anderes wollen und sich die Sinnfrage stellen. “Was will ich”, lautet die Kernfrage, die nicht immer einfach zu beantworten ist. Die ganze Studie Deutschlands Chefinnen
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Verschlagwortet mit Chefinnen, Studien