Archiv der Kategorie: Knowing

Erschienen im „Hamburger Abendblatt“ vom 2./3.1.2016

Bekanntlich beginnt selbst die längste Reise mit dem ersten Schritt, aber die letzten Meter sind meistens auch nicht ohne. Egal, ob auf dem überfüllten Jakobsweg (der „Hape-Effekt“, benannt nach dem Buch von Moderator und Entertainer Hape Kerkeling, „Ich bin dann mal weg“) oder dem Karrieremarsch, der Weg nach oben ist schwierig und steinig – für Männer und erst recht für Frauen.

Die Luft soll dünn sein in den oberen Regionen, der Gegenwind bläst einem kalt ins Gesicht, die Stakeholder sitzen einem im Nacken. Ich mache mir keine Sorgen darüber, ob Frauen Vorstand können, sondern schon eher darüber, ob sie wollen. „12- bis 14-Stunden-Tage, bin ich eigentlich verrückt?“ Die zeitliche Dauerverfügbarkeit scheint nach wie vor (oder mehr denn je?) das Eintrittsticket in die Chefetage zu sein. Das zu verändern, daran arbeiten wir, verkünden die Unternehmen alle Jahre wieder. Es ist wie mit den berühmten guten Vorsätzen an Silvester: Verkünden ist eine Sache, umsetzen eine andere. Es gibt keine Wunderwaffe – wir müssen machen, durchhalten und dranbleiben. Wieso wir in diesem Thema immer wieder neu ansetzen, hat auch damit zu tun, dass Wechsel in Spitzenpositionen stattfinden, ein neues Leadership-Team an Bord kommt, das Gender diversity nicht mit der gleichen Intensität verfolgt und andere Prioritäten im Unternehmen setzt. Prompt ist man wieder in der alten Schiene. Plötzlich stagniert der Frauenanteil oder fängt an zu sinken. Noch ist der männliche Managermarkt nicht leer gefegt. mehr

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Roundtable: Modern Leadership – The Female Approach

Der IWF hat in einer Studie ausgerechnet: Wenn ebenso viele Frauen wie Männer erwerbstätig wären, könnte das Bruttoinlandsprodukt der USA um fünf Prozent wachsen, in Japan wären es sogar neun Prozent, in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwölf Prozent und in Ägypten sogar 34 Prozent. Es sollten also möglichst viele Frauen am Wirtschaftsleben teilnehmen – auch im Management.

Die Initiative „Women Inspiring Business“ der EBS Universität rückt deshalb beim Roundtable am 6.11.2015 das Thema „Modern Leadership“ in den Fokus. Modern Leadership heißt für uns, heute gleiche Voraussetzungen für die Führungskräfte von morgen zu schaffen. Für Frauen, für Männer, für alle.

Informationen zur kostenlosen Teilnahme

 

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„Der moderne Chef ist ein Kumpeltyp…“ so beginnt der Artikel „Führungsstil – Kumpel oder Despot?“ auf karriere.de. „Think manager, think male“  bestätigt sich hier mal wieder. Früher wurde auch mal gerne nach dem sog. weiblichen Führungsstil gesucht. Viel wurde geforscht und noch mehr geschrieben. Die Ergebnisse sind recht uneinheitlich, teilweise sogar widersprüchlich. Untersuchungen neueren Datums zeigen deutlich: Die Ähnlichkeiten im Führungsverhalten von Frauen und Männern sind größer als die Unterschiede. An dieser Stelle eine nicht durch Studien abgesicherte Erkenntnis: Es gibt Unterschiede zwischen den Geschlechtern genauso wie innerhalb der Geschlechter. Chef ist nicht gleich Chef und Chefin ist auch nicht gleich Chefin.

 

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Von der Position, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Frauen in Spitzenpositionen angekommen sind, bin ich längst abgerückt und ich hätte mir Anfang der 90er, als damals meine Karriere in Schwung kam, nicht träumen lassen, dass wir uns im Jahr 2015 immer noch mit Frauen bzw. zu wenig Frauen in Führungspositionen beschäftigen.

Die Hürde für Frauen ist zwar längst nicht mehr das Reinkommen, aber immer noch das Hochkommen. Nun tritt 2016 die Quote für die Aufsichtsräte in Kraft. Da auch die Politik weiß, dass Papier geduldig ist und Muster und Mentalitäten sich nicht von heute auf morgen verändern, wurde die begleitende Initiative „Chefsache. Wandel gestalten – für Frauen und Männer“ mit Angela Merkel als Schirmherrin ins Leben gerufen.

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Führen Frauen anders, schlechter oder sogar besser? Viel wurde in der Vergangenheit schon geforscht, noch mehr geschrieben, aber die Suche nach dem weiblichen Führungsstil scheint nicht aufzuhören. Obwohl fast alle Studien zeigen: Wenn Frauen führen, dann unterscheiden sie sich nicht wesentlich von ihren männlichen Kollegen. Der männlich-autoritäre Chef und die weiblich-einfühlsame Chefin scheinen ins Reich der Mythen zu gehören. Das belegt aktuell wieder eine Studie über die Führungsetage, in der Frauen teilweise noch schlechter abschneiden. Als persönliche Erkenntnis möchte ich hinzufügen: Chef ist nicht gleich Chef und Chefin ist eben auch nicht gleich Chefin.

Chefinnen, die härter sind als Chefs

Interview: Claudia Tödtmann

Frauen auf dem Chefsessel sind keine Unschuldsengel, im Gegenteil: Sie sind noch unverträglicher als Männer. Dies belegt erstmals eine noch unveröffentlichte Studie von Marion Büttgen, Professorin an der Uni Hohenheim zusammen mit Führungsexperte Christian Mai von der German Graduate School of Management and Law in Heilbronn.

Frau Büttgen, Sie haben erstmals erforscht, dass Frauen als Chefs keinen Deut  schwäscher sind als Männer. Dass sie ebenso hart sind und keineswegs weicher, empathischer führen. Damit belegen Sie auch, dass Frauen als Chefinnen keineswegs die angenehmeren Vorgesetzten für ihre Mitarbeiter sind, weil sie – denn so unterstellten bislang etliche – die besseren Soft Skills haben, richtig?

Jedenfalls haben diejenigen Frauen, die sich schon heute in Chefpositionen hoch gekämpft haben, dieselben „dunklen“ Persönlichkeitsmerkmale wie Männer – entgegen der verbreiteten Klischees. In unseren umfangreichen Untersuchungen und Befragungen ist das Ergebnis: In ihren Persönlichkeitsdimensionen unterscheiden sich weibliche und männliche Führungskräfte nicht voneinander.

Das ganze Interview lesen auf karriere.de

 

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Zeit … Lebenszeit … ist unendlich kostbar, vor allem die Zeit, die Sie mit Ihren Kindern  erleben. Wenn diese Zeit auch noch auf Reisen verbracht werden darf, dann ist sie mit   keinem Geld der Welt aufzuwiegen. Zeit, von der Sie im Alter definitiv sagen werden: „Das war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben!“ Kathrin Schneider weiß, wovon sie spricht, denn sie sich diesen Traum erfüllt. In ihrem Ratgeber liefert sie viele wertvolle Informationen rund ums Reisen mit Baby und Kleinkind und bringt diese kurz, knackig und ohne großen Schnickschnack auf den Punkt. Schluss mit langatmigen Recherchen. Die Zeit von Eltern ist ohnehin knapp bemessen.

In fünf Schritten zielgerichtet auf dem Weg zu Ihrer Traumreise

Wird im ersten Schritt Ihren persönlichen Reisevorlieben auf den Grund gegangen, erhalten Sie im zweiten Denkanstöße für die Kalkulation Ihrer Zeit- und Geldressourcen. Der nächste Schritt hilft Ihnen, anhand wichtiger Kriterien und einer ganzen Reihe fantastischer Reisevorschläge Ihr Traumziel auszusuchen, sodass Sie auch ein gutes Gefühl bei Ihrer Entscheidung haben. Nach der Wahl der passenden Reiseart anhand der Gegenüberstellung von Pros und Cons geht es dann auch schon zur Planung und Vorbereitung mithilfe von Checklisten und Templates. Damit Sie auch während der Reise Zugriff auf hilfreiche Informationen haben, bietet Ihnen das Buch neben Gesundheits- und Hygienetipps für unterwegs auch einen Erste-Hilfe-Crashkurs.
In diesem Sinne: „Auf gehts! – Reisen mit Baby und Kleinkind leicht gemacht!“ – zur Inspiration, zum Träumen und natürlich zur Vorbereitung und Planung!

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Buch der Woche: “Wie wir sind“ von Vincent Dreary. Rezension von Oliver Ibelshäuser, managementbuch.de

Vincent Deary hat mit „Wie wir sind“ eines der ungewöhnlichsten und besten Bücher über „Gewohnheiten und Veränderungen“ der letzten Jahre geschrieben. Psychotherapeut Deary braucht keinen 10-Punkte-Plan und keine griffigen Tipps, um Ihnen den Sprung in einen neuen Lebensabschnitt schmackhaft zu machen“. Er motiviert Sie mit Geschichten, Zitaten und vor allem guten Argumenten aus Wissenschaft und Forschung, nicht im „Gestern“ zu verharren, wenn große Aufgaben anstehen: „Ich widme mich der Vorstellung, dass Menschen besser werden, was ihre Lebenseinstellung angeht, besser in dem, wer sie sind und besser darin, das Leben mit Anstand, Humor und Mut zu meistern“.

In zwei Akten zum Happy End im eigenen Film

Ganz gleich, welche Veränderungen anstehen: Trennung vom Partner, eine neue Arbeitsstelle, Umgang mit einer Krankheit: Deary findet die passenden Worte, um Sie mit ihren Ängsten und offenen Fragen dort abzuholen, wo Sie sich aktuell befinden. Der Autor berichtet dabei selbstverständlich aus den Erfahrungen der Psychotherapie. Deary ist aber auch ein Kulturliebhaber und schlägt immer wieder die Brücke zu Sequenzen aus Dramen und Filmen. Das liest sich nicht nur sehr gut, sondern passt perfekt zum Thema: Denn auch wichtige Veränderungen finden in zwei Akten statt: „Verharren“ und „Verändern“ – die Dramaturgie nahezu aller Hollywood-Streifen gibt auch die Gliederung in diesem Buch vor. mehr

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Vielleicht haben wir es immer geahnt, jetzt belegt es die Forschung: Dax-Bosse unterscheiden sich zwar kaum untereinander, weisen aber eindeutige Unterschiede im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung auf. Das Holz, aus dem die Wirtschaftsbosse geschnitzt sind: geringe Teamfähigkeit und emotionale Härte. Dies ist das Ergebnis einer Studie der German Graduate School of Management & Law (GGS) in Heilbronn, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Wen wundert es da, dass Frauen sich aus den Vorstandsetagen lieber fernhalten.

 

 

 

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Buch der Woche: „Dance with the Boss“ von Monica Deters, Rezension von Oliver Ibelshäuser,

managementbuch.de

Mit dem Problem-Chef im Gleichschritt über das Parkett

Wenn der Chef Sie nicht führen kann oder will, dann führen Sie ihn. Monica Deters hat dafür das perfekte Buch geschrieben: „Dance with the Boss“ zeigt Ihnen, wie Sie mit Menschenkenntnis, einer Spur Raffinesse und einer Prise Feingefühl von Ihrem Vorgesetzten mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten. Und ihm beiläufig sogar die eine oder andere unangenehme Marotte abgewöhnen.

Salsa, Paso-Doble und Freestyle

Ist Ihr Boss eher der Travolta-Selbstdarsteller auf der Business-Tanzfläche wie der „Paso-Doble-Typ“, „zu stolz für eine kooperative Führung“? Oder der „Blues-Typ“, der alle wichtigen Entscheidungen verschleppt? Glückwunsch dagegen, wenn es sich um den „Slow Fox“-Tänzer handelt, „fair, transparent, mit einer starken sozialen Ader“. Insgesamt sechs unterschiedliche „Boss-Tänzer“ arbeitet die Autorin heraus. Welcher davon Ihrem Vorgesetzten entspricht, ermitteln Sie in einem kleinen Test. mehr

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Immer wieder wird Frauen empfohlen, sich stärker zu vernetzen, wenn sie an die Spitze kommen wollen. Manche Studien belegen, dass Frauen die besseren Netzwerkerinnen sind, andere bescheinigen ihnen geringere Netzwerkfähigkeiten im Vergleich zu Männern – vor allem auf geschäftlicher Ebene. Während Frauen privat gern Ärzte oder Hairstylisten weiterempfehlen, sind sie bei Businesskontakten eher zurückhaltend, fehlt es ihnen an Beziehungs-, Informations- und Fördernetzen, wie sie Männer traditionell pflegen.

Gehen Sie vor die Bürotür

Wer sich einen Kreis guter Kontakte aufbauen möchte, muss hingehen zu den Meetings, hinausgehen auf die Veranstaltungen, sich blicken lassen und Extrazeit investieren. Und das regelmäßig. Verlassen Sie Ihre vier Wände, um Kontakte zu knüpfen und Informationen zu erhalten, zu denen Sie sonst vielleicht keinen Zugang hätten. Es sind oftmals die informellen Nachrichten, die wichtig sind. Schaffen Sie Möglichkeiten, gesehen zu werden, damit es zu den beiläufigen Gesprächen kommt, die die Basis für Beziehungen sind. Ein persönliches Unterstützer-Netzwerk ist etwas außerordentlich Nützliches und verschafft ihnen viele Vorteile: Erfahrungsaustausch, Impulse und Ideen, neue Sichtweisen, Synergien, voneinander lernen und miteinander Geschäfte machen. Bevor Sie wieder einmal die Tagung mit anschließendem Get-Together absagen oder die Geburtstagsfeier des Kollegen sausen lassen und denken, das hält mich doch von der eigentlichen Arbeit ab, denken Sie daran: Netzwerken oder Net-Working(!) ist Arbeit.

 

Noch mehr Netzwerk- und Selbstmarketingtipps: „Fleißige Frauen arbeiten, schlaue steigen auf“ von Barbara Schneider, erschienen im GABAL Verlag

 

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