Rechtstipp von Dr. Monika Schmidt, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Arbeitsrecht, Dr. Matzen & Partner
Vor einigen Wochen hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe zu entscheiden, ob ein Unternehmen weibliche Bewerber diskriminiert, wenn in einer Stellenanzeige ein „Geschäftsführer“ gesucht wird und sich aus dem Text nicht ergibt, dass auch Kandidatinnen angesprochen werden sollen.
Mit Urteil vom 13.9.2011 entschied das Gericht, dass der abgelehnten Bewerberin eine Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) in Höhe von rund 13.250 € zusteht. Ausschlaggebend war insoweit, dass die Stellenanzeige nicht geschlechtsneutral formuliert war. Dies stellt ein Indiz für eine Benachteiligung wegen des Geschlechts dar. Das Unternehmen hätte daher nachweisen müssen, dass das Geschlecht bei der Auswahlentscheidung überhaupt keine Rolle gespielt hat. Dieser Nachweis gelang jedoch mangels entsprechender Dokumentation des Auswahlprozesses nicht. Insbesondere reichte nicht der bloße Hinweis des Unternehmens, ein anderer (männlicher) Bewerber sei besser geeignet gewesen.
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Allein in Deutschland erscheinen jedes Jahr rund 8.000 (die Nullen stimmen!) neue Wirtschaftsbücher – mehr als zwanzig pro Tag. Wer soll da noch den Überblick behalten, wird sich das deutsch-amerikanische Autoren-Quartett von “Die 100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten” gedacht haben und legen jetzt eine 450-seitige Sammlung der besten Wirtschaftsbücher vor. Wer sein Managementwissen updaten will, ist mit diesem Werk mehr als gut bedient. Es bietet Bestseller aus elf Kategorien wie Führung, Strategie, Management, Große Ideen und mehr. Manchmal reicht auch das Lesen oder Wiederlesen eines Buches statt gleich einen Berater anzuheuern. Mehr auf managementbuch.de
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Buch der Woche: “Medientraining kompakt: 150 konkrete Tipps für den Umgang mit Journalisten von Presse, Nachrichtenagenturen, Hörfunk und Fernsehen” von Elisabeth Ramelsberger, Michael Rossié. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Einerseits gibt es für das Unternehmen und oft auch für die eigene Positionierung nichts Besseres, als in die Medien zu kommen. Aber wehe, die Journalisten stehen dann tatsächlich vor der Tür! Dann werden die Hände nass, die Stimme versagt und das Einzige, was man sagt, wird hinterher total verdreht. Wer ein anderes Ergebnis will, muss – üben. Und zwar vorher! Dazu gibt es Trainings und Seminare. Und ein Buch, in dem die beiden Profis Elisabeth Ramelsberger und Michael Rossié 150 gute Tipps für den richtigen Umgang mit Journalisten aus Presse, Funk und Fernsehen geben.
Der Journalist ist nicht dein Freund. Er ist auch nicht dein Feind. Er macht nur seinen Job. In vielen Unternehmen ist die Versuchung groß, die Presse für die eigenen Zwecke einzuspannen. Nach dem Motto: “Die sollen mal berichten!” werden Öffentlichkeitsarbeiter dazu verdonnert, nichtssagende Meldungen zu verschicken. Und wenn es dann mal brenzlig wird, wenn das Unternehmen aus irgendwelchen Gründen in die Schusslinie kommt (Entlassungen, Gewinneinbrüche, Umweltgefahren …), wird aus der Presseabteilung eine Presseabwimmelungs-abteilung. Dabei sind, was die Medienarbeit anbelangt, die Karten gänzlich anders verteilt. Die Journalisten sitzen am längeren Hebel. Und sie haben eindeutige Interessen. Sie wollen kritisch berichten. Oder zumindest Außergewöhn-liches. Ihre Währung sind die Leser, die Zuschauer, die Hörer. Erst wer das verstanden hat, erkennt die Grundlage der Medienarbeit: “Der Journalist ist nicht dein Freund. Er ist auch nicht dein Feind. Er macht nur seinen Job”, sagen die Autoren dieses praktischen Handbuches. Und sie haben recht!
Wer in die Kamera schaut, hat verloren mehr
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Buch der Woche: “Ausgetickt: Lieber selbstbestimmt als fremdgesteuert” von Lothar Seiwert. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Die Ursache für Stress und Burn-out ist nicht zuviel Arbeit, sondern der falsche Job
Arbeiten bis zum Umfallen. Immer mehr und immer schneller. Und wer richtig gut ist im Job, dem wird einfach noch mehr Arbeit aufgebrummt. Dieselbe Überlastung in der Freizeit. Mein Haus, mein Auto und so weiter. Abhilfe versprechen Seminare und Ratgeber zum Thema Selbst- und Zeitmanagement. Wie organisiere ich mich so,dass ich alles auf die Kette kriege? Mitten hinein in diese Debatte platzt Lothar Seiwert mit seinem neuen Buch “Ausgetickt”. Ausgerechnet der sogenannte “Zeitmanagement-Papst” will von Zeitmanagement-Tools, von all den Tricks und Hilfen, nichts mehr wissen. Denn, so seine Überzeugung, es geht nicht darum, wie viel und wie lange wir arbeiten. Sondern darum, ob wir fremd- oder selbstbestimmt arbeiten.
Eine 60-Stunden-Woche kann stressfreier sein, als eine 38-Stunden-Woche
“Tut mir leid, ich habe mich getäuscht. Wir müssen alle Abschied vom Zeitmanagement nehmen, wenn wir wieder Zeit haben wollen.” Wenn einer so radikal die Grundlage seiner Arbeit (und seines Einkommens!) über den Haufen schmeißt, muss er Gründe haben. Bei Lothar Seiwert heißen diese Gründe Erfahrung, Neugier und Mut. Die Leitfrage mehr
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Rechtstipp von Dr. Monika Schmidt, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Arbeitsrecht, Dr. Matzen & Partner
Bonus – Streichung möglich, wenn man am Auszahlungstag nicht mehr im Unternehmen beschäftigt ist?
„Der Bonus bemisst sich nach dem Grad der Zielerreichung … Er kommt nicht zur Auszahlung, wenn der Mitarbeiter unterjährig durch Kündigung ausscheidet oder das Arbeitsverhältnis bis zum Auszahlungstag gekündigt wird“.
Derartige Klauseln tauchen gelegentlich in Anstellungsverträgen auf. Nach einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Bundesarbeitsgerichts ist diese Klausel unwirksam. Mitarbeiter haben daher trotz (eigener oder arbeitgeberseitiger) Kündigung Anspruch auf Auszahlung ihres variablen Gehalts. Begründet wird dies von den Richtern damit, dass sämtliche Vergütungsbestandteile, die – anders als etwa das Weihnachtsgeld – vom Erreichen persönlicher Ziele und dem Unternehmenserfolg abhängen, unmittelbare Gegenleistung für die geleistete Arbeit darstellen. Arbeitgeber sind zur Zahlung der vereinbarten Vergütung verpflichtet, soweit die Arbeit schon geleistet wurde. Man kann daher nicht wirksam ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis als Bedingung für die Auszahlung des Bonus vereinbaren.
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Buch der Woche: “Rausfliegen mit Erfolg: Wie Sie die Bedrohung Jobverlust managen” von Andreas Nentwich. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Jeder glaubt, unkündbar zu sein. Bis er rausfliegt.
Eine Kündigung trifft viele wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die scheinbar harmlose Bitte, “Können Sie mal kurz in mein Büro kommen?”, hat schon stabilsten Naturen den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn obwohl “Desinvestition von Humankapital”, “Freisetzungen” und “Outplacement” heute an der Tagesordnung sind, werden Kündigungen meist stümperhaft vorbereitet und miserabel durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass für die Betroffenen eine Welt zusammenbricht. Jetzt zeigt der “erfahrene Rausflieger” Andreas Nentwich, wie man schnell wieder auf die Beine kommt. Damit niemand wie ein geprügelter Hund vom Hof schleicht, sondern erhobenen Hauptes den Platz verlässt – und zwar mit gefüllter Brieftasche.
Wer den Chef auf dem Kieker hat, kann davon ausgehen, dass es umgekehrt genauso ist
Gefeuert zu werden ist eine der unangenehmsten Erfahrungen, die das Berufsleben bereithält. Um das Entsetzen und mehr
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Die 10-30-60 Formel für beruflichen Erfolg ist bekannt: 10 Prozent Fachwissen, 30 Prozent Selbstmarketing und 60 Prozent Networking. ”Fleißig arbeiten und anderen den Vortritt lassen, bringt genauso wenig weiter, wie hemmungslos die Ellbogen einzusetzen”, findet Coach und Buchautorin Monika Scheddin, und erklärt die DIVA-Methode: 10 Prozent Zicke, 30 Prozent Kumpel, 60 Prozent Diva – ohne dabei natürlich zu übertreiben. Denn: 100 Prozent Diva hält keiner auf Dauer aus. Wie Sie den Diven-Auftritt traininieren und vieles mehr, erfahren Sie in ihrem neuen Buch “Wecke die DIVA in Dir”. Mehr auf: diva-in-dir.de
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Buch der Woche: “Das Ende des Schreckens” von Peter Räfle. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de
Sprachliche Angriffe und aggressive Personen wirksam abwehren
In der Bäckerei drängelt jemand an der Schlange vorbei und bestellt einfach. Der Vorgesetzte putzt mich grundlos herunter. Der Lebenspartner macht mir mit seinen ständigen Vorwürfen das Leben schwer. Und die Schwiegermutter versteckt ihre Aggression nur mühsam hinter ungebetenen Ratschlägen. Wer solche Situationen kennt und ihnen hilflos gegenübersteht, wird mit Peter Räfles Buch einen Glücksgriff tun. Denn es bietet, was es im Titel verspricht: “Das Ende des Schreckens, Selbstverteidigung in Beruf und Alltag. Eine Anleitung, um sich erfolgreich zu wehren.”
Wer den Kampf annimmt, wird verlieren
Ausgangspunkt für den Psychotherapeuten Peter Räfle waren asiatische Selbstverteidigungstechniken. Sie brachten ihn auf die Idee, gegen die weitaus häufigste Form der Aggression, nämlich gegen Verbalattacken, ein genauso einfaches wie wirkungsvolles System zur Selbstverteidigung zu entwickeln. Die Grundannahme stellt unser mehr
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Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Telekom, im Video-Interview über Auszeiten, Meetings in Randzeiten, E-Mail-freien Wochenenden und einen schwierigen, aber notwendigen kulturpolitischen Reformkurs zur Hebung unerschlossener Talentpotenziale auf spitzenfrauen-bw.de
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