Archiv der Kategorie: News

Interview mit Dr. Viktoria Kickinger, siebenfache Aufsichtsrätin und Gründerin von INARA. Von Barbara Schneider, managerinnentalk.de 

BS: Frau Dr. Kickinger, Sie haben 2009 die Initiative „Neue Aufsichtsräte Austria“ (INARA), ein Wissen-, Informations- und Serviceportal rund um den Aufsichtsrat, ins Leben gerufen und waren von dem großen Interesse überrascht. Was hat Sie dazu bewogen, inara.at zu gründen?

© Doris Kucera für Österreichische Post

VK: Ich bin selbst in mehreren Aufsichtsräten tätig. Vor drei Jahres ist eines „meiner“ Unternehmen in eine veritable Krise gestürzt, da wurde mir so richtig bewusst, wie alleine ein Aufsichtsrat in einer Krisen-Situation dasteht. Berater zu beauftragen geht nicht mehr, wenn kein Geld mehr da ist, sie zu bezahlen; Bücher sind zum Zeitpunkt des Erscheinens schon unaktuell, und und und… Damals habe ich renommierten Anwälten und Wirtschaftsprüfern sowie einer großen deutschen D&O Versicherung vorgeschlagen, eine online-Wissensdatenbank zu gründen – sie haben alle sofort zugesagt. Daraus wurde gewissermaßen der ADAC für Aufsichtsräte: Wissen, Information, Versicherung, Zugang zu Experten, tägliche News, Service – alles, was ein Aufsichtsrat braucht und hier kompakt findet. 

BS: In Deutschland wird zurzeit viel über eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände diskutiert. Was halten Sie von der Quote?

VK: Ich warne vor einem Trugschluss: Die EU setzt sich stark für mehr Frauen in Verwaltungsräten ein; das sind gewissermaßen Vorstandspositionen mit ausgeweiteten Kompetenzen Richtung Unternehmensüberwachung, eine Mischform Vorstand/Aufsichtsrat. Nun nur die Aufsichtsrätinnen herauszugreifen und mehr davon zu fordern, ist etwas zu kurz gegriffen: ich kann nicht mehr Primarärzte fordern, wenn ich nicht ausreichend Oberärzte habe. Also muss alle Kraft für Frauen in Vorstands- und Geschäftsführungspositionen aufgewendet werden, dann kann man auch den Druck in Richtung Aufsichträtinnen verstärken. Aber das geht dann ohnedies von alleine.

BS: Vor zwei Monaten bin ich in den Aufsichtsrat eines mittelständischen Hamburger Unternehmens berufen worden. Ihre wichtigsten Tipps? mehr

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Frauen in Führungspositionen. Die Debatte um die Frauenqote ist akuter denn je. Ein Kommentar von Barbara Schneider, erschienen im Hamburger Abendblatt vom 02.07.2011

Deutschland im Frauenfußballfieber. Und nicht wenige Beiträge in den Medien schlagen den Bogen zur Frauenführungsfrage. Wieso eigentlich? Warum wird krampfhaft versucht, einen Zusammenhang zwischen Führungsspielerinnen und Führungsfrauen herzustellen? Lautet die simple Formel: Wenn Frauen Fußballweltmeisterinnen werden können, dann können sie auch Konzerne führen? Frau Merkel stimmte die Männer damals beim Sommermärchen mit den aufmunternden Worten ein: “Ich sehe keinen Grund, warum Männer nicht das Gleiche leisten können wie Frauen.” Hat leider nichts genützt.

Das Bild passt einfach nicht in die Debatte um fehlende Frauen in Führungsjobs. Schließlich spielen Frauen und Männer in getrennten Mannschaften. Ich höre schon den Kommentar der Herren: nicht nur in einer anderen Mannschaft, in einer ganz anderen Liga! Das erinnert mich an ein Gespräch mit einem Unternehmenslenker zu vorgerückter Stunde an der Bar: “Nichts gegen kompetente Frauen, aber Vorstand, das ist doch eine andere Sportart.” Aha …

Zurück zum Bild und wieso es unpassend ist. Ziel von Gender Diversity ist nicht, in getrennten Mannschaften zu spielen. Darf es auch nicht sein. Bitte keine Frauenfirmen und Männerbetriebe! Die Erfolgsformel heißt mixed leadership – gemischte Managementteams, die unterschiedliche Perspektiven einbringen. Die sollen sogar mehr Rendite bringen!

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Frauen gelten als die kommunikativeren Wesen, setzen diesen Vorteil jedoch kaum karriererelevant ein und  verschenken so ihr berufliches Potenzial. Das geht aus der Analyse “Frauen – gefragt, aber Einzelkämpfer” hervor, welche Angela Rittig, Expertin für das Thema „Frauen und Netzwerke“ bei der XING AG, am Mittwoch auf der Fachkonferenz DLD Women in München vorgestellt hat. Zur Studie

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München, 29./30. Juni 2011: Auf der internationalen Konferenz unter der Schirmherrschaft von Dr. Maria Furtwängler-Burda diskutieren Frauen – und auch Männer – aus aller Welt über die Zukunft von Frauen in Führungspositionen. Wir haben einige Interviews/Videos ausgewählt.

XING-Mitgründerin Daniela Hinrichs empfiehlt Gründerinnen: “Selbstbewusstes Auftreten nach außen ist sehr wichtig in dem Bereich. Wenn Sie Fremdkapital möchten und Sie stehen dann vor Menschen, die Millionen vergeben, dann müssen Sie absolut überzeugt sein von dem, was Sie tun.” Das ganze Interview auf focus.de

Henkel braucht Frauen, aber keine Quote. Henkel-Chef Kasper Rorsted: “Hauptsache, wir holen die Besten”. Das ganze Interview auf focus.de

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Erstveröffentlicht in DIE WELT/KarriereWELT vom 19.3.11: Was tun gegen die Männerdominanz im Management? Auf die Quote warten, während in der Zwischenzeit die lieben Kollegen an einem vorbeigezogen sind? Ein Plädoyer für Pragmatismus von Barbara Schneider

Männer waren eher da und sind auch im Jahr 2011 deutlich in der Überzahl. Das kann richtig oder falsch sein, einem passen oder nicht – es ist nun mal Teil der Business-Realität. Auch die Quote ändert nicht von heute auf morgen die Kultur. Trotzdem können karrierewillige Frauen vieles selbst in die Hand nehmen, um ihre Chancen auf den nächsten Führungsjob zu erhöhen. Betrachten Sie die Sache pragmatisch, als ob Sie eine Geschäftsreise in ein fernes Land machen würden. Um dort möglichst erfolgreich mit Ihren Geschäftspartnern zu kommunizieren und zu verhandeln, versuchen Sie doch, auch ihre Sichtweise zu erfassen und stellen sich auf kulturelle Unterschiede ein. Genauso können Frauen sich auch spielerisch auf die Männer-Management-Welt mit ihren Regeln und Prinzipien einlassen und sich für den Aufstieg rüsten. Brechen wir ein ins Männerland, denn wenn man oben ist, kann man Dinge ändern. Noch sind Aufstiegsrituale und Strukturen dort von Männern für Männer bestimmt und machen Frauen das Leben schwer. Was zählt sind Selbstmarketing, Status, Wettbewerb, Präsenz. Ein Blick hinter die Kulissen. Der ganze Artikel auf welt.de

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Am 17. Februar 2011 ist es wieder soweit: der WOMEN’s Business Day geht in Hamburg in die fünfte Runde.  Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: die Hürde für Frauen ist nicht mehr das Reinkommen, die Hürde ist das Hochkommen – wie schaffen es mehr Frauen, durch- und oben anzukommen?

Highlights aus dem Programm: Deutschlands Chefpersonaler  Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom, Julia Jäkel, Verlagsgeschäftsführerin Gruner + Jahr, Ulrike Riedel, Vorstand bei der Hamburger Hochbahn und viele weitere Top- Referentinnen und Referenten, diskutieren über Erfolgsbarrieren und Erfolgsstrategien für Frauen, über Führung, Flow im Unternehmen und die Verwirklichung eigener Karriereziele.  Rund 200 Businessfrauen treffen sich in anregender Atmosphäre, tanken Karriereimpulse und Motivation, tauschen Erfolgsstrategien aus, frischen Kontakte auf und erweitern ihr Netzwerk. Mehr zum Programm & zur Anmeldung

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Women to watch: Angelika Dammann (SAP), Brigitte Ederer (Siemens), Barbara Kux (Siemens), Regine Stachelhaus (E.ON)– derzeit die vier Frauen, die in der ersten Liga der Wirtschaft spielen und einen Vorstandssessel in einem DAX-30-Konzern besetzen. Vier von rund 200 Posten, nicht viel, aber immerhin ein Anfang. Geht doch! So unterschiedlich und individuell die Karrierewege und Lebensläufe dieser Vier sicherlich sein werden, eins haben sie auf jeden Fall gemeinsam: eine lange Laufbahn. Denn Blitzkarrieren sind selten, auch bei Männern.

Im SZ-Magazin spricht die Journalistin Sonja Banze mit Regine Stachelhaus, durfte viele „Frauenfragen“ stellen und war beeindruckt, „wie gut sie die Männer im Griff hat“. Das ganze Interview

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ManagerinnenTalk.de: Frau Traude-Stopka, Sie waren 10 Jahre Vorstand der Douglas-Holding AG. Wie wird man das?

Gabriele Traude-Stopka: Ja, wie wird man das? Zum einen muss man in jedem Fall Kompetenz und  Leistungswillen mitbringen, zum anderen gehören aber auch Förderer dazu und eine gute Portion Selbstmarketing und zwar auf eine authentische Art und Weise. Als ich in die Douglas-Gruppe kam, hatte ich schon einige Karriere-Schritte in verschiedenen Unternehmen hinter mir und verfügte dementsprechend über einen Sack voller Managementerfahrung. Viel Freude machte mir auch, dieses Wissen in meine erste Geschäftsführungsposition bei Douglas einzubringen. Meine Fähigkeit, Teams zu formen und zu motivieren, sowie mit Optimismus und Durchsetzungsvermögen die jeweiligen Ziele des Unternehmens zu erreichen, haben dazu beigetragen, dass ich in den Fokus unseres damaligen Vorstandsvorsitzenden rückte und dann die Chance bekam, in den Vorstand der Douglas Holding AG einzutreten. Und da habe ich zugegriffen.

MT: Immer wieder liest man, dass die männlichen Strukturen, die Old-Boys-Netzwerke Frauen auf dem Weg nach oben ausbremsen. Wie war das für Sie?

GTS:  Ich gehöre zu den Leuten, die über die Old-Boy’s-Netzwerke bisher mehr hörten, als selbst betroffen zu sein. In meiner beruflichen Laufbahn hatte ich, mit einer Ausnahme, ausschließlich männliche Vorgesetzte und nie Probleme weiter zu kommen auf der Karriereleiter. Ganz im Gegenteil: ich denke immer wieder mit Freude und Dankbarkeit an mindestens vier Vorgesetzte zurück, die für mich nicht nur Chefs waren, sondern Mentoren, die mich gefördert und gefordert haben. Diese Herren hatten Vertrauen in meine Fähigkeiten und Leistungen und gaben mir die Möglichkeit, mich weiter zu entwickeln. Sie übertrugen mir mehr Verantwortung, oder setzten mich in höhere Positionen und mehr als einmal hatte ich das Gefühl, ins kalte Wasser geworfen worden zu werden. Schwimmen musste ich dann allerdings selbst! mehr

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Auch bei Männern sind Blitzkarrieren eher selten. Vier Vorstandsfrauen – Angelika Dammann (SAP), Brigitte Ederer (Siemens), Barbara Kux (Siemens) und Regine Stachelhaus (E.ON) – zählt man aktuell im exklusiven Club der rund 185 Dax-Vorstände. So individuell ihre Karrierewege gewesen sein mögen, eins weisen sie alle auf: eine lange Laufbahn, in der sie sich bestimmt durch so manchen Männerzirkel gekämpft haben werden. Gratulation, geht doch! Lesen Sie mehr

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Die gute Nachricht: Unternehmen und Personalberater sind auf der Suche nach mehr Managerinnen, denn Frauen in Spitzenpositionen sind heute keine Ausnahme mehr, sondern Aushängeschilder. ”Das Thema Frauen ist heute richtig sexy”, sagt der Frankfurter Personalberater Heiner Thorborg im Interview mit ZEIT ONLINE, der auch die Initiative Generation CEO ins Leben gerufen hat, die Frauen auf dem Weg nach oben fördert. Hier können Sie sich bewerben.

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