Archiv der Kategorie: At the Top

Mit der neuen Finanzchefin bei der Lufthansa, Simone Menne, steigt die Zahl der Frauen in den Dax-Vorständen von gerade mal einer Frau (Barbara Kux bei Siemens) im Jahr 2008 auf zwölf im Jahr 2012. Es ist en vogue jede Frau, die einen Vorstandssessel besetzt, durchzuzählen. Nur geht dabei oftmals der Blick fürs Wesentliche verloren. Die Pressemitteilung der Lufthansa macht den langen Weg von Frau Menne in die Position des Chief Financial Officers deutlich: BWL-Studium, Stationen in Revision und Rechnungswesen bei ITT und Lufthansa, diverse Leitungspositionen im Lufthansa-Konzern in Lagos, Hamburg, Paris, London, zuletzt Finanzvorstand bei British Midland. Blitzkarrieren bis in diese Ebenen sind selten, auch bei Männern.

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Handelsblatt… Frauen im Aufsichtsrat hat die Telekom bereits auf Arbeitnehmerseite. Nun greift die Quote auch im Kapitallager. In Zukunft kontrolliert Dagmar Kollmann, Ex-Deutschland-Chefin von Morgan Stanley, den Bonner Konzern. Den ganzen Artikel lesen auf handelsblatt.com

managerinnentalk.de: Eins kann man der guten, alten Telekom nicht vorwerfen – nämlich, dass sie ihre groß angekündigten Quotenziele nicht hartnäckig verfolge. Was ich aber auf der WoMen-Power letzte Woche in Hannover hörte “Wieder eine Topposition, die nicht mit einer Deutschen besetzt wurde” (Frau Kollmann ist Österreicherin ebenso wie Brigitte Ederer im Vorstand bei Siemens oder die gerade ernannte spanische Personalchefin bei BMW und andere mehr), finde ich unerhört. Jetzt kommt es also nicht nur aufs Geschlecht an, sondern auch noch auf die Nationalität. Einigen Damen in den Frauenverbänden rate ich, die Kirche mal im Dorf zu lassen.

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Seit zweieinhalb Jahren leitet Martina Sandrock die Geschäfte von Iglo Deutschland, einer Beteiligung des Finanzinvestors Permira. Im Gespräch mit SAAL ZWEI erzählt sie, wie sie Tiefkühlkost salonfähig machen will und warum sie gern für eine Heuschrecke arbeitet.

Von Stefani Bilen, SAAL ZWEI, 07.03.2012

SAAL ZWEI: Frau Sandrock, können Sie inzwischen bei Starkwind surfen?

Martina Sandrock: Nein, wieso?

Dem Handelsblatt nannten Sie es 2007 als eines Ihrer Lernziele. Sie gelten als sehr sportliche Managerin.

Ach so. Ich hatte das Hobby vor einigen Jahren hier in Hamburg begonnen. Durch meine Versetzung nach Brüssel konnte ich es aber nicht weiter verfolgen. 

Sie sagten damals auch, dass Sie es bereuen, noch kein eigenes Geschäft aufgebaut zu haben, dass Sie nicht selbst Unternehmerin sind. Als Vorsitzende der Geschäftsführung von Iglo: Fühlen Sie sich als Unternehmerin?

Mehr als je zuvor. Ich habe 16 Jahre bei Unilever gearbeitet und war eingebunden in einen multinationalen Konzern. Im Anschluss wechselte ich zu Sara Lee, einen amerikanischen Konzern. Seit zweieinhalb Jahren bin ich bei Iglo. Unilever hatte Iglo 2005 an das Private-Equity-Unternehmen Permira verkauft. Das hat mich gereizt, diese besondere unternehmerische Herausforderung der Zusammenarbeit anzunehmen. 

Lesen Sie den ganzen Artikel auf SAAL ZWEI

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Das neue Jahr beginnt mit einem historischen Höchststand für Frauen in Top-Positionen. Nachdem nun auch die Allianz mit Helga Jung und die Deutsche Post mit Angela Titzrath ihre Vorstandsriegen umgebaut und für Frauen geöffnet haben, bekleiden 2012 erstmals zehn Frauen einen Vorstandsposten im wichtigsten Börsensegment. Es scheint sich etwas zu bewegen. Das Ergebnis des Quotendgeredes? Egal, entscheidend ist, dass allmählich Diversity-Einsicht in den Konzernen einkehrt und dort freiwillig auf Frauen gesetzt wird. Nur dann funktioniert der Gedanke von Vielfalt und nicht mit Druck und starren Quotenregelungen.

Mit guten Beispiel vorangehen, hat noch immer funktioniert, deshalb hier noch mal die acht Vorzeigekonzerne mit ihren zehn Vorzeigefrauen: Allianz (Helga Jung), BASF (Margret Suckale), Daimler (Christine Hohmann-Dennhardt), Deutsche Post (Angela Titzrath), Deutsche Telekom (Claudia Nemat, Marion Schick), E.ON (Regine Stachelhaus), Henkel (Kathrin Menges), Siemens (Brigitte Ederer, Barbara Kux)

Red.: Barbara Schneider, managerinnentalk.de

Ausführliche Berichte zu den neuen Vorstandsfrauen bei Allianz und Deutsche Post z.B. auf welt.de; ftd.de

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In den USA ließ sich schon vor einigen Jahren eine interessante Entwicklung feststellen, die Kreise zieht: die Anzahl weiblicher CFOs in großen Unternehmen steigt stark an. Auch hierzulande scheinen immer mehr Unternehmen auf die Verbindung von Frauen und Finanzen zu setzen. Ein aktueller Neuzugang ist Silke Grimm, die beim Weltmarktführer im Kreditversicherungsgeschäft EULER HERMES zum neuen CFAO (Chief Financial and Administration Officer) bestellt wurde.

Hat man früher gerne mal geunkt: typisch, Frauen trifft man entweder in der Personalabteilung oder in der Buchhaltung, da sind sie weg vom Fenster, sind diese Bereiche heute ein gutes Beispiel dafür, wieso es hier besonders gut gelingt, geeignete Frauen mit entsprechender Erfahrung zu finden. Mit den Jahren ist hier eine im Vergleich zu anderen Unternehmensbereichen gut gefüllte Pipeline im gesamten Hierarchiesystem gewachsen.

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Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg über Frauen und ihre Selbstzweifel als größte Aufstiegsbarriere. Im Unternehmen Facebook hängt ein Plakat: “Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?” Darum geht es für Frauen, sagt Sandberg: “Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Sehnsüchte von Ihren Ängsten besiegt werden. Lassen Sie die Hindernisse, denen Sie im Berufsleben begegnen – und es wird sie geben -, äußerliche Hindernisse sein, nicht innerliche.” Ein sehr lesenswertes Porträt im SZ-Magazin.

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“Ohne Frauen fehlt der Technik was”, sagt Petra Mayrhofer, Initiatorin des Projekts. Das hat der Deutsche Ingenieurinnenbund (dib) zum Anlass genommen, die 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands auszuzeichnen. Darunter Top-Führungsfrauen wie Ines Kolmsee, Vorstandsvorsitzende der SKW Stahl Metallurgie AG, oder Rita Forst, Mitglied des Vorstands der Adam Opel AG.

Die gesamte Liste mehr

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Dr. Katarzyna Mol, Verlegerin der Zeitschrift Emotion, hat mit dem Kauf des defizitären Frauen-Magazins von Gruner und Jahr vor zwei Jahren alles auf eine Karte gesetzt

Von Stefani Bilen, SAAL ZWEI:

SAAL ZWEI: Frau Mol, Sie haben mehr als eine Million Euro investiert, um die Zeitschrift „Emotion“ bei Gruner und Jahr herauszukaufen und auf eigene Rechnung weiterzuführen. Wie kommt man angesichts sinkender Auflagen unter den Frauen-Magazinen auf eine solch riskante Idee?

Katarzyna Mol: Emotion ist so positioniert, dass sie die moderne, intelligente Frau erreichen will. Wir verzichten auf ein Mode-Ressort und decken Themen rund um das Persönliche, Partnerschaft und Job ab. Wir wollen Frauen inspirieren, noch glücklicher zu sein, und sie ermutigen, ihre Stärken und Potenziale zu nutzen. Wir zeigen im Heft Frauen, die damit bereits erfolgreich sind. Damit bieten wir ein spitz ausgerichtetes Konzept, für das wir damals wie heute gute Chancen sehen. Wir besetzen eine Marktlücke.

Angesichts der Fülle an Frauen-Titeln fällt es schwer, das zu glauben. Welche Erfolge konnten Sie seit dem Management-Buyout im Dezember 2009 verbuchen?

Unsere verkaufte Auflage liegt bei 60.000 Heften, wir konnten sie bei einem höheren Copy-Preis von 4,80 Euro stabilisieren. Das ist eine gute Basis, die wir weiter steigern wollen. Wir bekommen häufig Leserbriefe, in denen sich Frauen positiv über unser Konzept und unsere Themen äußern. „Endlich mal eine intelligente Frauenzeitschrift“, lesen wir häufiger.

Sie zeigen jeden Monat einen Promi auf Ihrem Titelblatt. Ist das ein Verkaufsgarant?

Im Moment sind wir noch auf bekannte Gesichter angewiesen. Für uns ist es eine enorme Herausforderung, unsere Zielgruppe am Kiosk zu erreichen – wir sind einfach noch nicht bekannt genug. Wenn wir neben anderen Frauen-Zeitschriften platziert werden, freut uns das. Häufig liegen wir immer noch in der Psychologie-Ecke, neben Blättern wie Gehirn & Geist. Hier findet uns keine Leserin, die ein spannendes Frauen-Magazin kaufen will. Das liegt daran, dass wir früher bei Gruner und Jahr ein Psychologie-Titel waren. Insofern brauchen wir bekannte Frauen auf dem Cover. Dennoch wollen wir uns künftig nicht nur auf die A-Promis auf dem Cover konzentrieren. Wenn wir unsere Auflage um 10.000 bis 15.000 Hefte gesteigert haben, werden wir auch unbekannte Frauen auf die erste Seite bringen. mehr

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Nachdem Kathrin Menges beim Düsseldorfer Dax-Unternehmen Henkel in den Personalvorstand berufen wurde, steigt die Zahl der Vorstandsfrauen im Dax auf sieben bzw. acht mit der designierten Marion Schick, die 2012 – ebenfalls als Chefpersonalerin – zur Telekom stößt. Das Ressort Personal scheint eine Renaissance zu erfahren, war es doch eine zeitlang als eigenständiges Vorstandsressort von der Bildfläche verschwunden und wurde vom CEO oder CFO mitbetrieben.

Obwohl man sich eigentlich über jede Frau im Topmanagement der Dax-Konzerne freuen sollte, regen sich jetzt mit  Menges, die die fünfte Spitzenpersonalerin im Dax ist, erste Bedenken und die Freude fällt verhalten aus. Die Financial Times Deutschland zitiert Birgit Kerstens vom Deutschen Juristinnenbund mit den Worten: ”Natürlich begrüßen wir jede Frau, die in den Vorstand eines DAX-Unternehmens einzieht. Aber wir würden uns wünschen, dass Frauen auch mal andere Funktionen als die des Personalvorstands übernehmen.” 

Das kann man so sehen oder anders. Personal ist ja gerade der Bereich, in dem auch auf Leitungsebene eine recht ausgewogene Gender Balance herrscht, die Pipeline also gut gefüllt ist bis hoch in die zweite Ebene. Kein Wunder, dass es hier besonders leicht fällt, entsprechende Frauen zu finden. Insofern sind diese Pionierfrauen im Personalvorstand doch ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, kontinuierlich und konsequent einen ausgewogenen Gender Mix auf jeder Managementebene zu verfolgen.

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Interview mit Dr. Viktoria Kickinger, siebenfache Aufsichtsrätin und Gründerin von INARA. Von Barbara Schneider, managerinnentalk.de 

BS: Frau Dr. Kickinger, Sie haben 2009 die Initiative „Neue Aufsichtsräte Austria“ (INARA), ein Wissen-, Informations- und Serviceportal rund um den Aufsichtsrat, ins Leben gerufen und waren von dem großen Interesse überrascht. Was hat Sie dazu bewogen, inara.at zu gründen?

© Doris Kucera für Österreichische Post

VK: Ich bin selbst in mehreren Aufsichtsräten tätig. Vor drei Jahres ist eines „meiner“ Unternehmen in eine veritable Krise gestürzt, da wurde mir so richtig bewusst, wie alleine ein Aufsichtsrat in einer Krisen-Situation dasteht. Berater zu beauftragen geht nicht mehr, wenn kein Geld mehr da ist, sie zu bezahlen; Bücher sind zum Zeitpunkt des Erscheinens schon unaktuell, und und und… Damals habe ich renommierten Anwälten und Wirtschaftsprüfern sowie einer großen deutschen D&O Versicherung vorgeschlagen, eine online-Wissensdatenbank zu gründen – sie haben alle sofort zugesagt. Daraus wurde gewissermaßen der ADAC für Aufsichtsräte: Wissen, Information, Versicherung, Zugang zu Experten, tägliche News, Service – alles, was ein Aufsichtsrat braucht und hier kompakt findet. 

BS: In Deutschland wird zurzeit viel über eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände diskutiert. Was halten Sie von der Quote?

VK: Ich warne vor einem Trugschluss: Die EU setzt sich stark für mehr Frauen in Verwaltungsräten ein; das sind gewissermaßen Vorstandspositionen mit ausgeweiteten Kompetenzen Richtung Unternehmensüberwachung, eine Mischform Vorstand/Aufsichtsrat. Nun nur die Aufsichtsrätinnen herauszugreifen und mehr davon zu fordern, ist etwas zu kurz gegriffen: ich kann nicht mehr Primarärzte fordern, wenn ich nicht ausreichend Oberärzte habe. Also muss alle Kraft für Frauen in Vorstands- und Geschäftsführungspositionen aufgewendet werden, dann kann man auch den Druck in Richtung Aufsichträtinnen verstärken. Aber das geht dann ohnedies von alleine.

BS: Vor zwei Monaten bin ich in den Aufsichtsrat eines mittelständischen Hamburger Unternehmens berufen worden. Ihre wichtigsten Tipps? mehr

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