Archiv der Kategorie: Coaching Moments

Weihnachten ist vorbei. Natürlich mal wieder viel zu schnell. Kaum Zeit für besinnliches Nichtstun. Bürofeiern und Besorgungen halten uns auf Trapp statt uns Zeit zu nehmen, Bilanz zu ziehen. Als Führungskraft die Mitarbeiter nicht nur auf einen Umtrunk zusammen trommeln, sondern um das alte Jahr mal ganz bewusst Revue passieren lassen: Was ist gut gelaufen in diesem Jahr, was nicht? Was wollen wir weiter machen, was hat sich überholt und können wir lassen, was anders machen oder neu einführen? Wer schleppt nicht irgendwelche Altlasten, Auswertungen, Aufgaben oder auch Meetings mit, deren Sinn sich nicht erschließt, aber immer schon so gemacht wurden. Solche Entsorgungsrunden, regelmäßig durchgeführt, wirken Wunder, nicht nur in Sachen Effizienz, sondern auch für die Mitarbeitermotivation.

Die Kunst des Zuhörens

Dafür braucht es keine großformatige Motivationskampagne. Einfach (und das ist ja bekanntlich schwierig) mal den Leuten Fragen stellen und ihr Wissen anzapfen. Und dann zuhören. Sich zurücknehmen und sich anhören, was Mitarbeiter bewegt, bedrückt, sie anders machen würden. Das auszuhalten, als Chef oder Chefin nicht immer sagen zu müssen, wo es langgeht, nicht immer die beste Idee haben zu müssen und den längsten Redeanteil – das ist die Kunst. Statt in schlechter Managermanier zu schnauben: Das muss in Zukunft anders gemacht werden. Menschen arbeiten nicht für Geld allein, sondern es geht ihnen auch um Anerkennung und Aufmerksamkeit wie wir jeder Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit bzw. Unzufriedenheit entnehmen können. mehr

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“Oben wächst der Darstellungsdruck”, von Dr. Barbara Schneider

Die oftmals durchaus unbewusste  Devise vieler Frauen heißt: Tue Gutes und rede nicht darüber. Wollen Frauen in Führung gehen, wächst der Druck, auf sich aufmerksam zu machen. Und je größere das Unternehmen und je höher die Hierarchieebene, desto größer der Darstellungsdruck. Und umso geringer der Frauenanteil in Führungspositionen.

Erfolgsprinzip: Für sich trommeln

Frauen mögen es dezent und bescheiden, möchten in ihrer Leistung und Tüchtigkeit erkannt und anerkannt werden. Da wird dann jahrein, jahraus gehofft: dass ich gut bin, das wird sich mit der Zeit schon herumsprechen. Von wegen. Gute Leistung wird nicht automatisch wahrgenommen oder mit Beförderung belohnt. So mancher Chef (es soll auch Chefinnen geben) bremst statt fördert oder hält Sie mit vagen Versprechungen hin, weil er sein bestes Pferd im Stall nicht verlieren will. Ja, aber, sind Führungskräfte nicht angehalten, ihre Leute zu entwickeln? So steht es doch in allen Führungsleitlinien. Träumen Sie weiter. Oder nehmen Sie die eigene Entwicklung selbst in die Hand.

Im kompetitiven Umfeld eines Konzerns, wo viele um wenige Toppositionen konkurrieren, kommen Frauen mit dem Dornröschenverhalten – darauf warten, entdeckt zu werden – nicht weit. Frauen wird ein kommunikativer Vorteil nachgesagt, den müssen sie aber auch an der richtigen Stelle einsetzen, damit er karriererelevant wird. Für die weibliche Konzernkarriere heißt das: trommeln lernen

Talk to the top

Ihr Chef oder Ihre Chefin sind wichtige Empfänger Ihrer Botschaften und systematischen Selbstaussagen, aber nicht mehr

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“Lektion 2: Positive Statements senden”, von Dr. Barbara Schneider, 2Competence

Sie erinnern sich an die erste Lektion (sonst noch mal nachlesen in der Kategorie “Talking”), die beiden Zauberwörter im Selbstmarketing heißen “systematisch” und “regelmäßig”. Das “Lernziel” heute: sich einbringen mit positiven Beiträgen. Streuen Sie regelmäßig positive Selbstaussagen ein, wenn Sie mit anderen Menschen zusammentreffen – in der Projektgruppe, im Abteilungsmeeting genauso wie im Zweiergespräch oder in Ihrer E-Mail-Kommunikation.

“Das Projekt läuft bombig”

Achten Sie mal drauf, wie der Kollege sein Projekt nach außen und vor allem nach “oben” verkauft. Egal ob es an der einen oder anderen Stelle klemmt, die Deadline möglicherweise doch nicht gehalten werden kann: es läuft bombig. Es geht nicht darum, Schwierigkeiten oder Schwachstellen unter den Teppich zu kehren, aber allzu große Offenheit in großer Runde ist auch nicht immer ratsam. Probleme lassen sich oft leichter hinter den Kulissen im 4-Augen-Gespräch klären. Das erspart dann dem Kollegen auch den Gesichtsverlust, den Männer gar nicht schätzen.

Statt sich also lang und breit darüber auszulassen, was alles nicht funktioniert, sprechen Sie positiv über Ihre Arbeit oder über die Arbeit Ihrer Abteilung: Ihr Team hat einen schwierigen Kunden bei der Stange gehalten, Ihr Vorschlag wurde von der Leitungsebene aufgegriffen, Sie wurden gelobt vom Vorstand usw. Gerade beim Thema Lob tun die meisten Frauen sich schwer. Wenn Männer gelobt wurden, gehen sie damit hausieren, wir nennen das dann prahlen. Nun ja, Empörung bringt uns nicht weiter. Wieso also nicht mal die Haltung ändern und mitspielen. mehr

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“Lektion 1: Selbstmarketing bewusst gestalten” von Dr. Barbara Schneider, 2Competence

Marketing in eigener Sache ist in aller Munde und vor allem Frauen, so heißt es, haben hier noch Nachholbedarf. Oftmals setzten sie zu einseitig auf Qualifikation, Fleiß und Leistung – tun Gutes, aber sprechen nicht oder zu wenig darüber. Karriere braucht auch die Kompetenz, die eigene Kompetenz auch darstellen zu können.

Aber was ist nun eigentlich Selbstmarketing und wie geht das? Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen in meinen Coachings. Die gute Nachricht: Man kann es trainieren. Die schlechte: Erwarten Sie keine Wunder, keine Soforterfolge über Nacht bzw. durch ein Buch, ein Seminar, ein Coaching. Dort bekommen Sie wertvolle Anregungen, aber das Wichtigste ist, diese danach im beruflichen Alltag bewusst ein- und umzusetzen – und das systematisch und regelmäßig. In den nächsten Wochen möchte ich mit der Selbst-Marketing-Schule (SMS) versuchen, das Geheimnis peu à peu zu lüften und in loser Folge Tipps und Anregungen veröffentlichen.

Das System Selbstmarketing

Stellen Sie sich Selbstmarketing als ein System vor, das aus zwei Komponenten besteht: einer innere und einer äußeren. Zunächst geht es darum, sich die eigene innere „Tonspur“ überhaupt bewusst zu machen. Selbstmarketing – so banal es klingt – fängt bei sich selbst an. Hören Sie sich selbst zu. Wer schaltet und waltet da oben? Die innere Chefkritikerin, die an allem was auszusetzen hat, oder die mutige Macherin, die von ihrem Können überzeugt ist? Die meisten von uns leben eher mit der kritischen inneren Stimme: Das schaffst du nicht, das kannst Du nicht, Du bist noch nicht so weit, wenn das schief geht, wenn der sauer wird usw. Diesen Soundtrack gilt es auszuschalten, wofür es aber leider weder Schalter noch Zaubertrank gibt. Was dann? mehr

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