Wie war ich, Liebling? Management-Kolumne von Barbara Schneider (erstveröffentlicht in DIE WELT/KARRIEREWELT vom 18.02.2012)
Marion weiß, was es heißt, dem oberen Führungskreis ihr Konzept vorzutragen. Nämlich vor allem eins: sich nicht aus demselbigen bringen zu lassen. Meyer würde sich als erster auf die Zahlen stürzen. “Frau Schäfer”, würde er sagen, “Ihre Zahlen, die stimmen doch überhaupt nicht.” Früher war sie bei solchen Frontalangriffen kurz vorm Kollaps gewesen, hatte sich sofort den Schuh, den ihr Chefcontroller Meyer in schöner Regelmäßigkeit hinstellte, angezogen. Aber: Die Zeiten sind vorbei. Marion hat dazu gelernt. Zwölf Jahre mittleres Management in einem männerdominierten Industrieunternehmen sind nicht umsonst gewesen.
Etliche Gespräche mit dem Gatten haben ihr geholfen Behauptungen erst einmal als bloße Behauptung zu identifizieren. Heute erkennt sie Meyers Absicht: sich in Szene zu setzen vor Hartmann, dem gemeinsamen Chef. Dabei weiß doch jede Frau, die sich anschickt, aufzusteigen, dass diese Spiele so gespielt werden in den Führungsetagen. Jetzt spielt Marion mit und lässt die ihr angebotenen Schuhe stehen. Soll sie sich doch jemand anderer anziehen.
Sie muss grinsen, als sie an die Szene beim Italiener denkt, die ihr der eigene Gatte machte. “Es geht bei solchen Strategiesitzungen doch nicht um die Sache”, hatt er ihr nach dem ersten Fiasko eingebläut. Er war fassungslos, mehr
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Verschlagwortet mit Karriere, Management
Am 23. Februar 2012 geht der WOMEN’s Business Day in Hamburg in die sechste Runde. Jährlich treffen sich hier rund 200 Frauen aus Führung und Business, tauschen Erfahrungen und Erfolgsstrategien aus, knüpfen neue Kontakte und erweitern ihr Netzwerk. Auf dem Programm stehen unterschiedliche Karriereimpulse erfolgreicher Frauen in Top-Positionen (“Erfolgreich mit Männern kommunzieren”, “Wie wird man eigentlich Vorstand” und mehr), verschiedene Fachforen (wie “Leadership 2.0″ oder “Red Hot Chili Präsentationen”) und der Expertentalk “Anders und nicht Artig”. Das ganze Programm unter www.wbd2012.de
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Verschlagwortet mit Chefinnen, Kongresse
München, 29./30. Juni 2011: Auf der internationalen Konferenz unter der Schirmherrschaft von Dr. Maria Furtwängler-Burda diskutieren Frauen – und auch Männer – aus aller Welt über die Zukunft von Frauen in Führungspositionen. Wir haben einige Interviews/Videos ausgewählt.
XING-Mitgründerin Daniela Hinrichs empfiehlt Gründerinnen: “Selbstbewusstes Auftreten nach außen ist sehr wichtig in dem Bereich. Wenn Sie Fremdkapital möchten und Sie stehen dann vor Menschen, die Millionen vergeben, dann müssen Sie absolut überzeugt sein von dem, was Sie tun.” Das ganze Interview auf focus.de
Henkel braucht Frauen, aber keine Quote. Henkel-Chef Kasper Rorsted: “Hauptsache, wir holen die Besten”. Das ganze Interview auf focus.de
Frauen in beruflichem – und immer noch männlich geprägtem – Umfeld brauchen mehr als fachliche Kompetenz, Fleiß und Leistung. Selbstmarketing und Networking sind gefragt. “Schwachpunkte erlebe ich immer wieder zum Thema Umgang mit dem Chef und nicht förderliche Glaubenssätze zum Thema Selbstmarketing”, weiß die Trainerin Claudia Leske aus ihrer Praxis. Und beim Netzwerken ist es ähnlich: “Frauen sehen oft das Potential nicht, welches sich durch gezielte Allianzen erschliesst”, sagt Leske.
Noch sind Aufstiegsrituale und Strukturen im Management von Männern für Männer bestimmt und machen Frauen das Leben schwer. Was zählt sind Selbstmarketing, Status, Wettbewerb, Präsenz. Die Devise heißt: System kapieren, nicht kopieren. Das Seminar der beiden Trainerinnen und früheren Managerinnen Claudia Leske und Dr. Barbara Schneider wirft einen Blick hinter die Kulissen. Nächster Termin: 23. und 24. September 2011 in Hamburg, zu den Seminardetails
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Verschlagwortet mit Chefinnen, Seminare
Erstveröffentlicht in DIE WELT/KarriereWELT vom 19.3.11: Was tun gegen die Männerdominanz im Management? Auf die Quote warten, während in der Zwischenzeit die lieben Kollegen an einem vorbeigezogen sind? Ein Plädoyer für Pragmatismus von Barbara Schneider
Männer waren eher da und sind auch im Jahr 2011 deutlich in der Überzahl. Das kann richtig oder falsch sein, einem passen oder nicht – es ist nun mal Teil der Business-Realität. Auch die Quote ändert nicht von heute auf morgen die Kultur. Trotzdem können karrierewillige Frauen vieles selbst in die Hand nehmen, um ihre Chancen auf den nächsten Führungsjob zu erhöhen. Betrachten Sie die Sache pragmatisch, als ob Sie eine Geschäftsreise in ein fernes Land machen würden. Um dort möglichst erfolgreich mit Ihren Geschäftspartnern zu kommunizieren und zu verhandeln, versuchen Sie doch, auch ihre Sichtweise zu erfassen und stellen sich auf kulturelle Unterschiede ein. Genauso können Frauen sich auch spielerisch auf die Männer-Management-Welt mit ihren Regeln und Prinzipien einlassen und sich für den Aufstieg rüsten. Brechen wir ein ins Männerland, denn wenn man oben ist, kann man Dinge ändern. Noch sind Aufstiegsrituale und Strukturen dort von Männern für Männer bestimmt und machen Frauen das Leben schwer. Was zählt sind Selbstmarketing, Status, Wettbewerb, Präsenz. Ein Blick hinter die Kulissen. Der ganze Artikel auf welt.de
Baden-Württemberg hat das erste und bisher einzige von einem Bundesland initiierte Karriereportal für Frauen auf den Weg gebracht. “Ohne Frauen ist Wirtschaft nicht mehr zu machen,” betonte Minister Pfister beim Start des Portals am 24.02.2011
Unter der Webadresse www.spitzenfrauen-bw.de ist das neue Portal ab sofort zu erreichen. In zahlreichen sog. Karrierewikis gibt es Informationen und Impulse wie z. B. zum Thema “Aufstiegskompetenz: Selbstmarketing & Networking”
Von Ina Oberhoff. Frauen verdienen immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen - auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit. Es spricht also vieles dafür, mehr Gehalt vom Chef zu verlangen. Um damit erfolgreich zu sein, müssen Frauen die Gehaltsverhandlung zu ihren Gunsten entscheiden.
Frauen wollen gemocht werden
Meist stolpern Frauen über ihre Bescheidenheit oder tappen in die Harmoniefalle, denn ihnen ist wichtig gemocht zu werden. Also fragen sie selten bis nie nach mehr Geld – aus Sorge, damit zu nerven oder als vermessen und gierig zu gelten. „Gemocht zu werden, ist wichtig für Frauen. Oft bremst sie bei der Forderung nach mehr Gehalt die Sorge aus, ihr Gegenüber könne sie nun nicht mehr so gut leiden“, sagt Dr. Barbara Schneider, Karriereberaterin und Buchautorin.
Gehaltsverhandlung mutig eröffnen
Eine gründliche Vorbereitung hilft Bewerberinnen und Arbeitnehmerinnen bei der Gehaltsverhandlung. Informationen zur aktuellen Situation des Unternehmens und Zahlen aus Datenbanken oder Gehaltsspiegeln sind die Basis. Der ganze Artikel auf staufenbiel.de
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Verschlagwortet mit Gehalt
Von Martina Goy/Foto: Fabricius
Ex-Managerin Barbara Schneider berät karrierewillige Frauen. Aktuelle Studien zeigen, dass nur 3,2 Prozent der Führungskräfte weiblich sind.
Ob sie nicht endlich ein zweites Buch schreiben wolle, hat der Verlag kürzlich wieder einmal nachgefragt. Aber so weit ist die Autorin noch nicht. “Wenn ich etwas veröffentliche, muss ich eine These haben”, sagt Barbara Schneider, 53. “Ich möchte nicht einfach nur drauflos schreiben, weil sich Frauenthemen gerade gut verkaufen.”
Typisch möchte man da sagen. Statt unbekümmert “Ja” zu rufen und dem Lockruf des Geldes zu folgen, achtet Frau auf Qualität und Inhalt. Eine erfolgreiche Karrieristin dagegen würde das nicht tun, wenn sie denn ihre Lektionen in Sachen Geschlechterkampf gelernt hat. Oder ist das nicht eine der Kernaussagen in “Fleißige Frauen arbeiten, schlaue steigen auf”, das es nach seinem Aufstieg in die Sachbuch-Bestsellerlisten 2009 nun schon in die siebte Auflage geschafft hat?
Barbara Schneider lacht. “Erwischt”, sagt sie. “Aber das eine schließt das andere nicht aus. Lesen Sie noch einmal genau nach. Ohne Qualität schafft es auch der beste Netzwerker nicht bis ganz nach oben”. Der ganze Artikel
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Verschlagwortet mit Karriere, Networking
MT: Frau Wolff, Sie waren 15 Jahre als Geschäftsführerin in der Ingenieurbranche, einer Männerdomäne, unterwegs. Welche Erfahrungen oder Erkenntnisse können Sie weitergeben?
Christine Wolff: Zunächst einmal empfehle ich, beruflich das zu machen, was einen interessiert und Spaß macht. Nur dann wird man Erfolg haben. Wenn man überwiegend mit Männern zusammen arbeitet, empfehle ich Frauen, ihre antrainierte Höflichkeit und Harmoniesucht abzulegen und sich nicht dauernd zu entschuldigen. Vor allem im Zusammenhang mit möglichen Beförderungen und Gehaltsverhandlungen sollten Frauen ihre Bescheidenheit über Bord werfen. Ich wünsche mir auch, dass Frauen öfter die Hand heben und sagen: Ich will Geschäftsführerin werden. Denn weibliche Eigenschaften werden im Berufsleben immer wichtiger: Frauen suchen Konsens, vermitteln, arbeiten gemeinsam. Sie sind stark engagiert, motivierend und daher perfekt geeignet für die Führungsetage.
MT: Zwar sind die Hälfte der Hochschulabsolventen mittlerweile Frauen, bei den Ingenieurwissenschaften sieht es dagegen mau aus, der Anteil beträgt gerade mal 25 Prozent. Eine Erklärung?
CW: Viele Frauen arbeiten immer noch lieber mit Menschen als mit Maschinen. Ich rate den jüngeren Frauen, frühzeitig über Praktika in technischen Berufen Erfahrungen zu sammeln und sich über diese spannende Branche zu informieren. Der Anteil motivierter junger Frauen, die die Herausforderung Technik annehmen und ihre eigene feminine Sichtweise mit einbringen steigt. Und das ist auch notwendig! Schließlich sind die Kunden der Technikwelt auch Frauen, z.B. sind mehr als 40 Prozent der Kunden in der Autobranche weiblich.
MT: Drei Impulse, die Sie Frauen mit auf dem Karriereweg geben möchten:
1. Reden Sie über Ihre Erfolge – kein Tiefstapeln. 2. Machen Sie sich einen Namen – die Branche sollte Sie als kompetente Person kennen, und 3. Lassen Sie sich niemals die Butter vom Brot nehmen. mehr
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Verschlagwortet mit Chefinnen, Karriere
Fachkompetenz und Leistung sind nicht die einzigen Erfolgskriterien, auch wenn bei vielen Frauen dieser Glaube ganz tief sitzt. „Natürlich muss man eine erstklassige Performance im Business abliefern, aber Können und Leistung müssen in der Unternehmensöffentlichkeit auch dargestellt, kommuniziert und gut verkauft werden“, sagt Karriereberaterin Barbara Schneider. Hier haben Frauen noch Nachholbedarf.
Wer Karriere machen will, muss das kontinuierlich kommunizieren. Und nicht nur an die eigene Führungskraft. Im Unternehmen hat man immer mehrere karriererelevante Vorgesetzte. Frauen denken fälschlicherweise, man wird ihnen schon ein Angebot machen, wenn sie soweit sind, und bleiben stumm. Männer folgern daraus, die will nicht weiterkommen oder sie traut sich das nicht zu. Gerade Frauen sollten immer wieder Klartext über ihre Karriereziele reden, wo sie hin wollen, was sie sich als nächsten Schritt vorstellen. mehr