Geschäftsessen entspannt genießen

Von Imme Vogelsang, iv-imagetraining.de

Endlich flattert die prestigeträchtige Essenseinladung vom Vorstand oder vom Kunden auf Ihren Schreibtisch. Damit Sie sich souverän bewegen und den Abend richtig genießen können, hier einige Do’s & Dont’s. Die erste Falle lauert vor der Restauranttür. Wer betritt als erster die Lokalität? Die Frau oder doch der Mann? Der Kunde? Richtig ist heute der Gastgeber – egal ob männlich oder weiblich.

Die nächste Hürde folgt auf dem Fuß: Wer führt die Gruppe zum Tisch? Wenn der Ober vorangeht, folgen ihm die Gäste, der Gastgeber bildet den Schluss. Geht niemand vom Personal voraus, übernimmt der Gastgeber die Führung. Am Tisch ist es hilfreich, wenn derjenige, der die Rechnung bezahlt, eine Sitzordnung vorgibt. Wenn nicht, setzt sich jeder wohin er möchte – der Gastgeber zuletzt. Bei der Bestellung gibt der Einladende Empfehlungen, damit die Gäste wissen, ob sie auch eine Vorspeise aussuchen dürfen. Bestellt wird der Reihe nach – der Gastgeber zum Schluss. Den Wein bestellt der Gastgeber, Wasser kann jeder selbst ordern. Cola und andere Softdrinks habe bei einem guten Essen nichts zu suchen, denn sie beeinträchtigen die Geschmacksnerven. Die Serviette wird erst aufgenommen, wenn die Gastgeberin sie aufnimmt bzw. der erste Gang oder Brot serviert wird. So lange bleibt sie in der ursprünglichen Form stehen. Nach dem Essen gehört die Serviette locker gefaltet links neben den Teller. Das gilt auch für Papierservietten.

Bei mehreren Gängen benutzt man Besteck von außen nach innen. Einmal aufgenommen, berührt das Besteck übrigens nie wieder den Tisch. Messer und Gabel werden nur auf dem Teller abgelegt. Gekreuzte Spitzen signalisieren: „Ich möchte noch weiter essen.“ Ist die Mahlzeit beendet, werden Messer und Gabel parallel auf „fünf Uhr“ gelegt. Dabei liegt das Messer oben, die Schneide nach innen und die Gabel unten. Wildes Gestikulieren mit Besteck in der Hand ist natürlich generell tabu. Genau wie das Besteck werden auch die Gläser von außen nach innen benutzt – und Kelchgläser immer am Stiel angefasst. Denn fettige Fingerabdrücke sehen unappetitlich aus und wer das Glas am Kelch anfasst, verändert durch die Körperwärme der Hand die optimale Temperatur des Getränks und outet sich so deutlich als Banause.

Guten Appetit!

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