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managerinnentalk.de: Die Forderung nach mehr Frauen in Toppositionen und die 30-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen ab 2016 machen den Mangel an weiblichem Spitzenpersonal in Deutschland mehr als deutlich. Kein Wunder, wenn Personalberater „Danke“ sagen, sie scheinen die wahren Profiteure zu sein. Und müssen nun international nach Frauen fahnden. So hat zum Beispiel Daimler jüngst die Kanadierin Andrea Jung in den Aufsichtsrat berufen. Der Karstadt-Konzern wird künftig von der schwedischen Ex-Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt geführt. Die Pipeline an Frauen aus Deutschland mit Topmanagementpotenzial ist offensichtlich immer noch nicht ausreichend gefüllt. Mehr dazu im nachstehenden Interview.

Kristin Schmidt, wiwo.de: Warum Männer nicht mehr Personalvorstand werden können und wieso die deutsche Industrie sich mit der Frauenquote schwer tut, erklärt Martin Semmler, Senior Partner von der Personalberatung Korn Ferry.

Herr Stemmler, Sie arbeiten seit fünf Jahren bei der Personalberatung Korn Ferry und sind für die Automobilindustrie in Europa zuständig. Wie viele Frauen haben Sie in dieser Zeit vermittelt?

Ganz genau kann ich das nicht sagen. Aber die Zahl ist sehr übersichtlich und deutlich geringer als bei den Männern. Außerdem habe ich die Frauen überwiegend in die kaufmännischen Bereiche vermittelt: Personal, Einkauf, Marketing. In technischen Positionen kommen nur sehr selten Frauen zum Einsatz – gerne würde ich mehr Frauen in Führungspositionen vermitteln.

Das ganze Interview lesen auf wiwo.de

 

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Die Ausgangslage ist günstig wie lange nicht: Einerseits ist die Frauenquote beschlossene Sache, zum anderen haben Unternehmen derzeit einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen. Denn der Druck in den Unternehmen steigt, weibliche Kandidaten bei der Bewerberauswahl präsentieren zu können. Ab 2016 sollen mindestens 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten großer börsennotierter Unternehmen vertreten sein. Für Vorstände und das obere Management ist ab 2015 eine sogenannte gesetzliche Flexi-Quote vorgesehen.

Unter www.leadingwomen2be.de findet Frau schnell und unkompliziert den für sie maßgeschneiderten Job in einer Führungsposition – Voraussetzung: eine akademische Ausbildung sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung – und Unternehmen die passende Mitarbeiterinnen. „Mit dem neuen Jobportal möchte ich Frauen und Unternehmen die Möglichkeit geben, sich zu finden. Mir ist es wichtig, den hochqualifizierten Frauen in Deutschland die Chance zu bieten, ihre Karrieren voranzutreiben und Unternehmen zu motivieren, ihre Unternehmenskultur für weibliche Karrierewege zu öffnen,“ erklärt Geschäftsführerin Sylvia Tarves ihr Engagement.

 

 

 

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Mit Frauen im Topmanagement sollen Unternehmen erfolgreicher werden, heißt es allerorten. Wenn das so einfach wäre. Trotz guter Vorsätze tun sich beide Seiten schwer – Unternehmen zögern, Frauen auch. In Headhunterkreisen werden Kandidatinnen für die Spitze verzweifelt gesucht.

Die Chefinnen der Zukunft

04.11.13, Kristin Schmidt: Weiblich, ambitioniert, verzweifelt gesucht: Unternehmen beklagen den angeblichen Kandidatinnenmangel für Top-Jobs. Doch Netzwerke wie Generation CEO zeigen: Das Reservoir an bestens qualifizierten Frauen wird größer. Den ganzen Artikel lesen: wiwo.de

 

 

 

 

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Von Sylvia Tarves

In Deutschland besteht ein sehr großes Missverhältnis bei der Aufteilung von Entscheiderpositionen in der Wirtschaft im Verhältnis zu den hochqualifizierten Frauen am Arbeitsmarkt. Um diese ungerechte Markt-Diskrepanz zu regulieren darf und muss der Staat eingreifen, schreibt Sylvia Tarves, Geschäftsführerin von LEADING WOMEN, in ihrem Debattenbeitrag für A.T. Kearney 361°. Die große Herausforderung ist die Öffnung der Unternehmenskultur für Frauen in Führungspositionen, denn hierbei geht es um das Aufbrechen von Geschlechterklischees.

Noch nie war das Potential hochqualifizierter Frauen so groß wie heute. Wie ist es dann möglich, dass es trotz umfangreicher Gender Diversity Maßnahmen und internen Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen nur im Schneckentempo vorangeht?

Wir haben 15 Jahre freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen hinter uns. Gleichzeitig erleben wir zum Beispiel eine komplette Vorstandsumbesetzung bei der Deutschen Bank – aber Frauen kommen in diesem Vorstand weiterhin nicht vor. Und, wäre die Vorstandsumbesetzung anders gewesen, wenn es eine verpflichtende Quote gegeben hätte? Mit Sicherheit, denn das Potenzial geeigneter weiblicher Kandidaten ist am Markt verfügbar. Ob wohl zukünftig noch viele Frauen ein Konto bei der Deutschen Bank haben möchten, auf deren Webseite 15 gutgekleidete Männer des Group Executive Committee abgebildet sind und nicht eine einzige Frau? Den ganzen Artikel lesen auf atkearney361grad

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„Die Diskussion um eine Frauenquote in Aufsichtsräten läuft falsch“, meint die österreichische Mehrfach-Aufsichtsrätin Dr. Viktoria Kickinger. „EU-Kommissarin Reding spricht vom Board, hat also die Verwaltungsräte im Kopf und möchte mehr Frauen in operativen Führungsfunktionen“, betont Kickinger. Das könne man nur voll und ganz unterstützen. Wer das Problem falsch interpretiert und eine Frauenquote für Aufsichtsräte verlangt, zäumt das Pferd verkehrt herum auf und betreibt lediglich politischen Aktionismus, ist die INARA-Chefin überzeugt:  „Das ist genauso unsinnig, wie nach mehr Primarärztinnen zu rufen, wenn es keine Oberärztinnen gibt. In unserem dualen System geht es darum, mit aller Kraft für mehr Frauen in den Vorstände und anderen operativen Führungsfunktionen zu kämpfen.“

Viktoria Kickinger im YouTube-Video

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Die Suche beim Softwarekonzern SAP nach einem neuen Personalvorstand hat gut ein Jahr gedauert. Nachdem die Vorgängerin, Angelika Dammann, nach nur einem Jahr ihren Posten aufgab, hat ihre Nachfolgerin, Luisa Desplazes Delgado, schon vor dem Amtsantritt Ärger. Ein Mitglied des Aufsichtsrats verweigerte ihr die Unterschrift auf der Willkommensmail und der Konzernbetriebsratschef zweifelft an ihrer Erfahrung für den Posten. So ist es an der Front. Mann und Frau stehen unter Dauerbeobachtung und Dauerbeschuss.

Mehr auf handelsblatt.com

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Wenn es um Frauenquoten geht, wird gern nach Norwegen geguckt. Dort hat ein Mann, der damalige Wirtschaftsminister Ansgar Gabrielsen, 2003 die Quote für börsennotierte Aktiengesellschaften eingeführt und ihnen vorgeschrieben, ihre Verwaltungsräte bis Ende 2007 mit 40 Prozent Frauen zu besetzen. Sonst drohten harte Sanktionen – bis zur Unternehmensliquidation. Die norwegische Bilanz: Die einen sind ernüchtert, denn in mehr weiblichen CEOs hat sich der Gesetzeszwang nicht niedergeschlagen, andere skeptisch. Ein schnelles Erfolgskonzept ist also auch die Quote nicht.

Im Interview mit spiegel.de berichtet die norwegische Topmanagerin und Aufsichtsrätin Elin Karfjell von ihren Erfahrungen, und dass es sie nicht stört, eine „Quotenfrau“ zu sein. Sie sagt aber eindeutig „nein“, wenn es um eine Ausweitung der Quotenregelung auf Vorstandsebene geht. Lesen Sie das ganze Interview auf spiegel.de 

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Gleich zwei Frauen mit Professur wurden im Mai in deutsche Aufsichtsräte berufen:

Beim Flughafenbetreiber Fraport AG ist die Global Production Logistics-Professorin (43) Katja Windt der Jacobs University Bremen neues Mitglied im Aufsichtsrat. Für ihre Logistikforschung mit hohem Praxisbezug wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Bei SAP zieht die Professorin der TU Berlin Anja Feldmann (46) in das Kontrollgremium ein. Die renommierte Internet-Forscherin und Dekanin der Fakultät Elektrotechnik und Informatik ist die erste Frau auf Kapitalseite im Aufsichtsrat des Softwareriesen.

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Handelsblatt… Frauen im Aufsichtsrat hat die Telekom bereits auf Arbeitnehmerseite. Nun greift die Quote auch im Kapitallager. In Zukunft kontrolliert Dagmar Kollmann, Ex-Deutschland-Chefin von Morgan Stanley, den Bonner Konzern. Den ganzen Artikel lesen auf handelsblatt.com

managerinnentalk.de: Eins kann man der guten, alten Telekom nicht vorwerfen – nämlich, dass sie ihre groß angekündigten Quotenziele nicht hartnäckig verfolge. Was ich aber auf der WoMen-Power letzte Woche in Hannover hörte „Wieder eine Topposition, die nicht mit einer Deutschen besetzt wurde“ (Frau Kollmann ist Österreicherin ebenso wie Brigitte Ederer im Vorstand bei Siemens oder die gerade ernannte spanische Personalchefin bei BMW und andere mehr), finde ich unerhört. Jetzt kommt es also nicht nur aufs Geschlecht an, sondern auch noch auf die Nationalität. Einigen Damen in den Frauenverbänden rate ich, die Kirche mal im Dorf zu lassen.

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Interview mit Dr. Viktoria Kickinger, siebenfache Aufsichtsrätin und Gründerin von INARA. Von Barbara Schneider, managerinnentalk.de 

BS: Frau Dr. Kickinger, Sie haben 2009 die Initiative „Neue Aufsichtsräte Austria“ (INARA), ein Wissen-, Informations- und Serviceportal rund um den Aufsichtsrat, ins Leben gerufen und waren von dem großen Interesse überrascht. Was hat Sie dazu bewogen, inara.at zu gründen?

© Doris Kucera für Österreichische Post

VK: Ich bin selbst in mehreren Aufsichtsräten tätig. Vor drei Jahres ist eines „meiner“ Unternehmen in eine veritable Krise gestürzt, da wurde mir so richtig bewusst, wie alleine ein Aufsichtsrat in einer Krisen-Situation dasteht. Berater zu beauftragen geht nicht mehr, wenn kein Geld mehr da ist, sie zu bezahlen; Bücher sind zum Zeitpunkt des Erscheinens schon unaktuell, und und und… Damals habe ich renommierten Anwälten und Wirtschaftsprüfern sowie einer großen deutschen D&O Versicherung vorgeschlagen, eine online-Wissensdatenbank zu gründen – sie haben alle sofort zugesagt. Daraus wurde gewissermaßen der ADAC für Aufsichtsräte: Wissen, Information, Versicherung, Zugang zu Experten, tägliche News, Service – alles, was ein Aufsichtsrat braucht und hier kompakt findet. 

BS: In Deutschland wird zurzeit viel über eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände diskutiert. Was halten Sie von der Quote?

VK: Ich warne vor einem Trugschluss: Die EU setzt sich stark für mehr Frauen in Verwaltungsräten ein; das sind gewissermaßen Vorstandspositionen mit ausgeweiteten Kompetenzen Richtung Unternehmensüberwachung, eine Mischform Vorstand/Aufsichtsrat. Nun nur die Aufsichtsrätinnen herauszugreifen und mehr davon zu fordern, ist etwas zu kurz gegriffen: ich kann nicht mehr Primarärzte fordern, wenn ich nicht ausreichend Oberärzte habe. Also muss alle Kraft für Frauen in Vorstands- und Geschäftsführungspositionen aufgewendet werden, dann kann man auch den Druck in Richtung Aufsichträtinnen verstärken. Aber das geht dann ohnedies von alleine.

BS: Vor zwei Monaten bin ich in den Aufsichtsrat eines mittelständischen Hamburger Unternehmens berufen worden. Ihre wichtigsten Tipps? mehr

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