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Irgendwann in den Achtzigern waren Besprechungen keine Besprechungen mehr, sondern Meetings. Trainings rund um das Thema war im Trend. Heute werden immer noch ständig Meetings abgehalten – bedauerlicherweise sind Seminare dazu so gut wie vom Markt verschwunden. Ich nehme an, weil heute jeder meint, ein Meeting leiten zu können, schließlich sitzt man ja täglich in mehreren. Es wird „gemeetet“, was das Zeug hält, auch wenn der Begriff längst zum Synonym für Zeitverschwendung geworden ist. Studien belegen, dass nur 20 Prozent der befragten Arbeitnehmer mit der Meetingkultur ihres Arbeitgebers zufrieden sind. 65 Prozent der Arbeitnehmer sahen sich durch die Vielzahl der Meetings in ihrer Produktivität behindert. Aber: Meckern kann jeder, besser machen ist die Kunst.

Gerade als Führungskraft gehört ein professionelles Meeting-Management zum Handwerkszeug. Machen Sie Schluss damit, dass in unglaublich vielen Meetings unglaublich viele Menschen mit Smartphones und Tablets sitzen, die sich langweilen und von der Arbeit abgehalten werden. Man hetzt von einem Meeting zum nächsten, schnell wird das nächste Meeting angesetzt und reflexartig akzeptiert. MMAS nennen das die Amerikaner: Mindless Meeting Accept Syndrome – ein unbewusster Reflex, jede Meetingeinladung unhinterfragt anzunehmen. Meetings sind Statussymbol: Je mehr, desto wichtiger. Wie Power-Point-Präsentationen sind Meetings zur Plage geworden. Und doch: Jeder schimpft über sie, aber alle machen mit.

Wenn sie denn sein sollen, dann gilt umso mehr: Vorbereitung ist die halbe Miete. Dazu sollte vorher einiges überlegt werden: Informations- oder Entscheidungsmeeting? Wozu soll das Meeting gut sein? Wollen Sie die Teilnehmer informieren oder gemeinsam an Ideen und Lösungen arbeiten? Daran orientieren sich Teilnehmerkreis – so viel wie nötig, so wenig wie möglich – und Zeitrahmen. Wer bringt die entsprechende Fach- oder Entscheidungskompetenz mit? Können einzelne Teilnehmer zu bestimmten Zeit abgerufen werden? Informieren Sie die Teilnehmer rechtzeitig und ausreichend über Sinn, Zweck und Inhalte.

Braucht es eine Sitzordnung? Wieso eigentlich sitzen, wieso nicht mehr stehen? Wer Besprechungen leitet, steuert allerhand Aufgaben. Dazu gehört es auch, Abschweifungen oder Monologe zu stoppen, Unterbrechungen zu unterbinden, Schweigsamere gezielt zu ermuntern. Für Entscheidungs- oder Brainstorm-Meetings gilt es, Arbeitsziele zu definieren, Maßnahmenkataloge – wer macht was bis wann – festzulegen und Realisierung nachzuhalten. Und in Sachen Zeitbudget sollte der Leiter streng sein: Pünktlich beginnen, Sitzungszeit einhalten. Es darf auch gerne früher Schluss sein, darüber freut sich jeder. 

Artikel erschienen auf abendblatt.de

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Haben Sie auch wieder auf dem einen oder anderen Neujahrsempfang herumgestanden und sich gewundert, wie Kollege Meyer mit fremden Menschen locker plaudert? Und gedacht: Was soll das ganze seichte Gerede? Mit Small Talk lassen sich Türen öffnen zum Big Business. Das Geplauder ist unentbehrlich für gutes Networking und gelingende Geschäftsbeziehungen.

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Buch der Woche: “Hand drauf” von Peer-Arne Böttcher. Rezension von Oliver Ibelshäuser, management-journal.de

Auch im Zeitalter der Digitalisierung gilt: All Business ist People Business

Relationship-Management ist die Fähigkeit, langfristige, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen. Zu Kunden, Partnern und selbstverständlich auch zu den eigenen Mitarbeitern. Dabei geht es nicht vorrangig um Harmonie, wie Peer-Arne Böttcher in seinem Management-Buch „Hand drauf“ gleich klarmacht, sondern um die Grundlagen wirtschaftlichen Handelns: „Ehen sollen glücklich sein, Partnerschaften hingegen erfolgreich, das ist ein großer Unterschied“.

Gute Beziehungen sind kein Zufall

Anhand seiner Beziehungspyramide veranschaulicht der Autor, dass gute Beziehungen im Business kein Zufall sind, sondern auf Gesetzmäßigkeiten beruhen. Zehn chronologische Etappen führen Sie vom Fundament zur Spitze. Vor dem ersten freundlichen Telefonat stehen Reflexion und Recherche: Sie formulieren zunächst Ihre Business-Ziele und skizzieren das Profil Ihrer Mitspieler („Gemeinsam zum Erfolg zu kommen, heißt manchmal ganz schlicht, Partner zu finden, die das eigene Projekt unterstützen.“). Dann bereiten Sie sich auf Ihr Gegenüber ausreichend vor. mehr

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Von Imme Vogelsang, iv-imagetraining.de

Endlich flattert die prestigeträchtige Essenseinladung vom Vorstand oder vom Kunden auf Ihren Schreibtisch. Damit Sie sich souverän bewegen und den Abend richtig genießen können, hier einige Do’s & Dont’s. Die erste Falle lauert vor der Restauranttür. Wer betritt als erster die Lokalität? Die Frau oder doch der Mann? Der Kunde? Richtig ist heute der Gastgeber – egal ob männlich oder weiblich.

Die nächste Hürde folgt auf dem Fuß: Wer führt die Gruppe zum Tisch? Wenn der Ober vorangeht, folgen ihm die Gäste, der Gastgeber bildet den Schluss. Geht niemand vom Personal voraus, übernimmt der Gastgeber die Führung. Am Tisch ist es hilfreich, wenn derjenige, der die Rechnung bezahlt, eine Sitzordnung vorgibt. Wenn nicht, setzt sich jeder wohin er möchte – der Gastgeber zuletzt. Bei der Bestellung gibt der Einladende Empfehlungen, damit die Gäste wissen, ob sie auch eine Vorspeise aussuchen dürfen. Bestellt wird der Reihe nach – der Gastgeber zum Schluss. mehr

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Von Imme Vogelsang, iv-imagetraining.de

Das gesellschaftliche Miteinander scheint manchmal ganz schön verzwickt – und trotz nachweislich guter Kinderstube stolpert man oft von einer Unsicherheit zur nächsten. Ein häufiger Faux-pas: Auf einer geschäftlichen Veranstaltung kommt Ihnen ein Kunde mit seiner Assistentin entgegen. Ihre spontane Reaktion: Sie reichen der Dame die Hand zur Begrüßung nach dem Motto „Ladies first“. Dabei hatte der Kunde bereits zum Handschlag angesetzt. Es bleibt das unangenehme Gefühl zurück, etwas ganz Wesentliches falsch gemacht zu haben. Aber was?

Eigentlich ist es ganz einfach: Anders als im privaten Bereich zählt im Geschäftsleben beim Vorstellen und Begrüßen heute nur noch eines – die Hierarchie. Im Zuge der for tgeschrittenen Emanzipation spielen Alter und Geschlecht keine Rolle mehr, entscheidend ist immer nur: Wer ist der oder die Ranghöchste? Wobei in unserem Beispiel oben gleich zweimal kräftig ins Fettnäpfchen getreten wurde, denn ein Kunde ist immer „König“ oder „Königin“– und damit ranghöher. mehr

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