Blog-Archive

Über das Ausscheiden von Vorstandsfrauen macht sich so mancher Gedanken – die einen mit Häme, die anderen mit Bedauern.

Zwei lesenswerte Kommentare:

Vom Sprung in der Schüssel und dem Scheitern von Vorstandsfrauen, Michaela Bürger

Frauenschwund mit System, Thomas Sattelberger in der Süddeutschen

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , , Kommentar

Diversity-Stellen und Strategien boomen, dennoch herrschen in deutschen Top-Management-Teams hauptsächlich „weiße, deutsche Männer“, so Thomas Sattelberger, der von 2007 bis 2012 Personalvorstand der Deutschen Telekom war und eine konzerninterne Frauenquote einführte, im ZEIT-Interview mit Jens Schadendorf.

Das ganze Interview lesen: zeit.de

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , , Kommentar

Warum kluges Management keine Geschlechterfrage ist

Von Alexandra Hildebrandt

Als die Finanzmanagerin Helena Morrissey, Mutter von neun Kindern und erfolgreiche Vermögensverwalterin von 63 Millionen Euro vor einiger Zeit in Deutschland einen Vortrag hielt, wurde sie für die Ablehnung der Frauenquote stark kritisiert. Wer den Quoten-Zauberstab schwenkt, sagte sie, verlagert nämlich nur das Problem, und eine Ungerechtigkeit wird durch eine andere ersetzt.

Morrissey ist davon überzeugt, dass die Finanzkrise in diesem Ausmaß nie passiert wäre, wenn mehr Frauen in den Chefetagen großer Banken Verantwortung übernommen hätten. Als Beispiel nennt sie die Royal Bank of Scotland, die 2008 den größten Verlust in der britischen Wirtschaftsgeschichte produzierte: „17 der 18-köpfigen Führungsmannschaft waren Männer, alle weiß, alle von denselben Schulen, Golfclubs und Vereinen.“ In einem solchen Umfeld, so ihre Überzeugung, werden keine kritischen Fragen gestellt. Allerdings reicht oft schon die Anwesenheit einer Frau, damit sich das Klima in den Chefetagen ändert (Die Welt, 25.2.2012). Ihr kommt es darauf an, aus einem „größeren Talentpool schöpfen zu können“ (Vogue Business, April 2014), was auch für Männer gilt.

Den ganzen Artikel lesen auf: huffingtonpost.de

 

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , Kommentar

Helena Morrissey, CEO Newton Investment Management, will mehr Frauen in den britischen Chefetagen sehen und gründete 2010 den 30 % Club in London. Dennoch ist sie strikt gegen eine gesetzliche Quote, sondern setzt auf Freiwilligkeit und die Unterstützung männlicher CEOs und Promoter.

Eine neue Studie des Clubs räumt mit 10 Mythen auf: „At a launch event held in London today (18.3.2014), the 30 % Club released the findings of their latest research that undermines ten myths around how women progress to the top.

The 10 Mythbusters in the ‘Cracking the Code’ final report are as follows:

Myth 1 – Women don’t aspire to senior leadership roles

Myth 2 – Women don’t stick it out to make it to the very top

Myth 3 – Childrearing stops women getting to the top

Myth 4 – Women don’t get to the top because they lack confidence

Myth 5 – Women lack the leadership qualities needed at the top

Myth 6 – Women don’t’ have the networks that open doors to the top

Myth 7– Senior women leaders pull up the career ladder behind them

Myth 8 – High potential programmes are fast-tracking women

Myth 9 – Formal flexible working arrangements ease women’s route to the top

Myth 10 – The business case for gender diversity is working“

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Forschung, Knowing, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , Kommentar

Nach früheren Diskussionen um Fix- oder Flexi-Quote, Quote für Aufsichtsrat und/oder Vorstand, ist in Berlin die Entscheidung gefallen: Die Unternehmen im Gesamt-DAX müssen bei Aufsichtsratsneuwahlen ab 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent einhalten.

Der Effekt: 99 Frauen müssten in die Aufsichtsräte der Dax30, MDax, SDax und Tec-Dax Unternehmen auf Aktionärsseite einziehen, sollte die Frauenquote – wie im Koalitionsvertrag geplant – umgesetzt werden. So das Ergebnis einer aktuellen Kienbaum-Analyse. Wenn die Frauenquote 2016 erstmalig greift, müssten die Unternehmen, die in diesem Jahr ihre Aufsichtsgremien neu wählen, Platz schaffen für 31 neue Aufsichtsrätinnen.

Zur Kienbaum-Pressemitteilung

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Forschung, News | Verschlagwortet mit , Kommentar

Von Sylvia Tarves, Gründerin der Personalberatung Leading Women und LeadingWomen2Be, die Unternehmen bei der Suche nach Frauen für Führungspositionen unterstützt.

Der Schlüssel zum Erfolg

Da dies in einer Person – egal ob männlich oder weiblich – schwer umzusetzen ist, ist es somit das ausgewogene Verhältnis von Männern und Frauen im Führungszirkel, das den Erfolg ausmacht. Ein gemischtes Managementteam schafft gute Voraussetzungen dafür, bei management-relevanten Verhaltensweisen nicht in Extreme abzurutschen und ein Unternehmen nachhaltig voranzubringen.

Frauen wollen männlich sein

Das stereotype Bild eines Top-Managers in unserer Gesellschaft ist stark „männlich“ geprägt. Somit haben viele Frauen in Führungspositionen immer noch das Gefühl, die Maske des Mannes aufsetzen zu müssen, um zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beitragen zu können. Hiervon gilt es sich zu lösen. Beide Geschlechter müssen in ihrer Rolle authentisch bleiben, ihre Stärken leben, sich ergänzen.

Unterschiedliche Eigenschaften

Um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, erfordert es zum Beispiel mutiges Agieren in unternehmerisch anspruchsvollen Situationen. Frauen sind von Haus aus weniger risikobereite und umsichtigere Entscheider, was Fehlentscheidungen verringert.

Den ganzen Artikel lesen: focus.de

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , , Kommentar

Das aktuelle Managerinnen-Barometer des DIW bringt es an den Tag: Zwar sind die Frauenanteile in Spitzenpositionen großer Unternehmen leicht gestiegen, die Top-Gremien sind aber immer noch fest in Männerhand. Zur DIW Pressemitteilung

Viel hat sich also nicht getan. Wir erinnern uns ans Frühjahr 2010. Damals verkündete die Telekom AG mit viel Medientamtam sie wolle der Männermehrheit im eigenen Management mit einer freiwilligen Frauenquote zu Leibe rücken. Ich erinnere mich noch an die Reaktionen auf diese öffentliche Selbstverpflichtung: Von völlig überflüssig bis längst überfällig. Es kam gehörig Druck in die dahindümpelnde Gender-Frage: Berliner Quotenhickhack um fixe oder Flexi-Quote, zwei Quoten-Gipfel mit Dax-Vorständen mit mal mehr, mal weniger vagen Verpflichtungen, Frauenförderprogramme, Gender Trainings usw.

Viel Lärm um nichts? Nein, im Gegenteil, wer kulturelle Veränderungen in Unternehmen durchsetzen will, braucht Beharrungsvermögen. Immer wieder muss gerüttelt werden, müssen Ziele justiert werden, müssen Gruppendenken und Gewohnheitshandeln aufgebrochen werden. Neue Wege zu gehen, ist anstregend und unsicher. Kurzfristiges Aufbrechen von Verhaltensmustern garantiert keinen dauerhaften Erfolg. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine Vorstandsfrau noch kein durchmischtes Topmanagementteam. Dran bleiben, ist die Kunst. Bei allen Beteiligten.

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Forschung, Knowing, News | Verschlagwortet mit , , , , Kommentar

managerinnentalk.de: Die Forderung nach mehr Frauen in Toppositionen und die 30-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen ab 2016 machen den Mangel an weiblichem Spitzenpersonal in Deutschland mehr als deutlich. Kein Wunder, wenn Personalberater „Danke“ sagen, sie scheinen die wahren Profiteure zu sein. Und müssen nun international nach Frauen fahnden. So hat zum Beispiel Daimler jüngst die Kanadierin Andrea Jung in den Aufsichtsrat berufen. Der Karstadt-Konzern wird künftig von der schwedischen Ex-Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt geführt. Die Pipeline an Frauen aus Deutschland mit Topmanagementpotenzial ist offensichtlich immer noch nicht ausreichend gefüllt. Mehr dazu im nachstehenden Interview.

Kristin Schmidt, wiwo.de: Warum Männer nicht mehr Personalvorstand werden können und wieso die deutsche Industrie sich mit der Frauenquote schwer tut, erklärt Martin Semmler, Senior Partner von der Personalberatung Korn Ferry.

Herr Stemmler, Sie arbeiten seit fünf Jahren bei der Personalberatung Korn Ferry und sind für die Automobilindustrie in Europa zuständig. Wie viele Frauen haben Sie in dieser Zeit vermittelt?

Ganz genau kann ich das nicht sagen. Aber die Zahl ist sehr übersichtlich und deutlich geringer als bei den Männern. Außerdem habe ich die Frauen überwiegend in die kaufmännischen Bereiche vermittelt: Personal, Einkauf, Marketing. In technischen Positionen kommen nur sehr selten Frauen zum Einsatz – gerne würde ich mehr Frauen in Führungspositionen vermitteln.

Das ganze Interview lesen auf wiwo.de

 

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , Kommentar

Die frühere Managerin Dr. Barbara Schneider erklärt in ihrem Debattenbeitrag auf A. T. Kearney 361°, warum es mit einer gesetzlichen Quote nicht getan ist.

Talente sollten bald knapp werden und gemischte Teams besser sein, so lauten die beiden zentralen Botschaften in der Diversity-Debatte. Beides ließe sich mit Frauen lösen – leicht sogar, wie einige behaupten. Dass es nicht leicht ist, dass wissen wir längst. Und meine eigene Erfahrung sieht nicht anders aus: Als Anfang der 90er-Jahre meine Karriere in Schwung kam, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass wir uns zwanzig Jahre später überhaupt noch mit dem Thema Frauen – beziehungsweise immer noch zu wenige Frauen – in Führungspositionen beschäftigen würden. Die Experten im Übrigen auch nicht. Damals standen alle Zeichen auf Durchbruch. Heute wissen wir längst: Aus Einstieg lässt sich nicht automatisch Aufstieg ableiten. Die Hürde für Frauen ist nicht das Reinkommen, die Hürde ist das Hochkommen. Wieso das so ist, dazu lassen sich im Grunde keine neuen Aspekte mehr hinzufügen. Es ist alles erforscht, alles gesagt, alles geschrieben. Die Quintessenz: Frauen scheitern an Männern, Kindern und sich selbst. Was es jetzt braucht, ist Mut zur Umsetzung. Brauchen wir dazu die Quote?

Den ganzen Beitrag lesen auf: atkearney361grad

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , Kommentar

Die Ausgangslage ist günstig wie lange nicht: Einerseits ist die Frauenquote beschlossene Sache, zum anderen haben Unternehmen derzeit einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen. Denn der Druck in den Unternehmen steigt, weibliche Kandidaten bei der Bewerberauswahl präsentieren zu können. Ab 2016 sollen mindestens 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten großer börsennotierter Unternehmen vertreten sein. Für Vorstände und das obere Management ist ab 2015 eine sogenannte gesetzliche Flexi-Quote vorgesehen.

Unter www.leadingwomen2be.de findet Frau schnell und unkompliziert den für sie maßgeschneiderten Job in einer Führungsposition – Voraussetzung: eine akademische Ausbildung sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung – und Unternehmen die passende Mitarbeiterinnen. „Mit dem neuen Jobportal möchte ich Frauen und Unternehmen die Möglichkeit geben, sich zu finden. Mir ist es wichtig, den hochqualifizierten Frauen in Deutschland die Chance zu bieten, ihre Karrieren voranzutreiben und Unternehmen zu motivieren, ihre Unternehmenskultur für weibliche Karrierewege zu öffnen,“ erklärt Geschäftsführerin Sylvia Tarves ihr Engagement.

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Job Talk, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , Kommentar