Blog-Archive

Frauen im Top-Management eines Großkonzerns sind immer noch eine Seltenheit. Den Einstieg schaffen viele, den Aufstieg nur wenige. Barbara Schneider über fünf Erfolgsfaktoren für Frauen in Führungspositionen: Die Frage, wieso es Frauen in Deutschland kaum an die Unternehmensspitze schaffen, beschäftigt mich nun gut 30 Jahre und ich hätte Anfang der 90er nicht im Traum daran gedacht, dass es 2018 immer noch der Fall sein wird. Meine Position war lange, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis weibliche Führungskräfte auch ganz oben in den Dax-Vorständen ankommen würden. Heute wissen wir längst: Aus Einstieg lässt sich nicht automatisch Aufstieg ableiten. Die Hürde für Frauen ist nicht das Reinkommen, die Hürde ist das Hochkommen.

Die gute Nachricht: Frauen haben enorm an Qualifikation aufgeholt. Noch nie gab es so viel weibliches Potenzial und Personal in der Pipeline. Die schlechte: Mit jeder Hierarchiestufe nimmt der Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter ab und der Schritt ins Topmanagement ist nach wie vor der schwierigste.

Wo bleiben Germany’s next Topmanagerinnen?

Was die Aufstiegschancen von Frauen im Management schmälert, dazu ist unendlich viel geforscht und ganze Bibliotheken geschrieben worden. In der Quintessenz sind es drei Haupthürden, die Frauen das Organisationsleben schwer oder zumindest schwerer als Männern machen.

  • Cover "Frauen auf Augenhöhe"

    Erstens männlich geprägte Macht- und Managementstrukturen, die inoffiziellen Spielregeln und Beförderungsmechanismen im sogenannten ‘inner circle’, in dem Frauen immer noch fehlen. Dieses Fehlen hat dann zur Folge, dass man Frauen gar nicht auf dem Schirm hat, wenn die Beförderungsspiele laufen. Meistens grenzen Männer Frauen nicht bewusst aus, sondern es sind vielmehr die eingefahrenen Denk- und Verhaltensweisen, die Vorstellung darüber, wie ein Chef sein sollte. Stichwort: unconscious bias – unbewusste Voreingenommenheit. Diese aufzubrechen, da setzen derzeit viele Großunternehmen an. Natürlich werden wir diese jahrzehntelang geprägten Vorurteile nicht einfach mit einem Training aus den Köpfen kriegen, entscheidend ist, die Rekrutierungs- und Beförderungsprozesse so zu verändern und zu gestalten, dass sie dort eliminiert werden.  Zweitens die Vereinbarkeit beziehungsweise Unvereinbarkeit von Kind und Karriere. Frauen tragen hier immer noch den Löwenanteil der Mehrfachbelastung. Patentrezepte gibt es nicht, aber Augen auf bei der Partnerwahl. Und drittens: frauentypische Bremsen und Blockaden wie zu wenig Selbstmarketing und Sichtbarkeit in strategischen Netzwerken. Frauen fühlen sich wohl, wenn sie in ihrem Fachgebiet agieren können, dabei geraten ihnen diese Faktoren oftmals aus dem Blickfeld. Auftreten, Image und der Ruf, der einem vorauseilt, spielen für den Karrierefortschritt jedoch eine wesentliche Rolle. Ebenso Beziehungen, Bekanntheit, Befürworter.

Was aufstiegskompetente Frauen anders machen

Fehlende Fach- und Führungskompetenz ist bei Frauen selten der Punkt, es mangelt eher an Aufstiegskompetenz. Je höher man hinaus will, umso mehr Leute sind an der Besetzungsentscheidung beteiligt und umso wichtiger ist es, sich eine Lobby im Unter-nehmen und außerhalb aufzubauen. Zudem wachsen die Anforderungen an Selbstpräsentation und Relationship-Kompetenzen mit jeder weiteren Karrierestufe. Aufstiegskompetente Frauen wissen das. Ihre Erfolgsgeheimnisse:

#1 Kommunizieren Sie Ihre Karrierevorstellungen

Wenn Sie Karriereambitionen haben und vorwärtskommen wollen, dann müssen Sie das auch aussprechen und nicht mit Dornröschenverhalten darauf hoffen, entdeckt zu werden. Besonders als Frau muss man deutlich sagen, was man sich als Nächstes vorstellt, sonst gehen Männer unbewusst (da ist es wieder das Bias-Ding), davon aus, sie wollen gar nicht weiterkommen, sonst würden sie das doch sagen und an der Tür kratzen. Die Maßstäbe im Management sind immer noch männlich.

#2 Laufen Sie mutig los

Karrierekönnen liegt auch darin, Erfolgschancen nicht ungenutzt vorübergehen zu lassen. Der Sprung ins kalte Wasser gehört zu jeder Karriere. Die Komfortzone regelmäßig verlassen und auch mal Dinge tun, die unbequem oder eine Nummer zu groß sind. Man muss nicht schon in allen Themen sattelfest sein, in die meisten Aufgaben wächst man hinein. Gerade das Meistern von „hot jobs“ verschafft Sichtbarkeit und bringt sie in die Köpfe von Entscheidern.

#3 Haben Sie keine Scheu vor Selbstmarketing

Karriere braucht die Kompetenz, die eigene Kompetenz auch darstellen zu können. Zahlreiche Studien belegen immer wieder: Frauen hegen signifikant höhere Selbst- und Kompetenzzweifel als Männer, weisen lieber auf ihre Defizite hin statt auf ihre Stärken. Während Männer einfach mal eine Zahl sagen und über Zweifel hinwegbluffen, setzen Frauen zu einseitig auf Qualifikation, arbeiten fleißig vor sich hin und scheuen sich davor, ihre Qualitäten und Erfolge in der Unternehmensöffentlichkeit zu verkaufen. Dabei wird die positive Selbstpräsentation in Gruppen und Gremien umso wichtiger, je höher sie kommen wollen. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit fürs Selbstmarketing, bereiten Sie Meetings vor, machen Sie gute Ergebnisse und spannende Themen sichtbar und punkten Sie mit positiven Statements an verschiedenen Kontaktpunkten. Oft sind es auch die vermeintlichen Kleinigkeiten, die sich karriereförderlich verkaufen lassen.

#4 Verbinden und verbünden Sie sich

Tappen Sie nicht in die Networking-Falle „keine Zeit“. Netzwerken ist auch Arbeit. Kontakte, Netzwerke sind Multiplikatoren Ihres Könnens und Ihrer Leistung. Ein breiter Kreis vielfältiger Kontakte innerhalb und außerhalb der Organisation erhöht die Reichweite und sorgt dafür, dass Sie von Entscheidungsträgern wahrgenommen werden. Worauf es beim Netzwerken ankommt: auf Vielfalt, positiv über andere zu reden, auf Geben und Nehmen. Männer schustern sich vielmehr Infos, Projekte, Jobs zu. Viele Frauen denken, sie wollen nicht aufsteigen, weil sie jemanden kennen, sondern weil sie gut sind. Ein Irrglaube, denn wenn sie gut sind und niemand davon weiß, dann haben sie ein Problem. Investieren Sie regelmäßig Extrazeit!

#5 Bleiben Sie am Ball

Blitzkarrieren sind selten – auch bei Männern. Je höher Sie kommen, desto dünner wird die Luft. Karriere ist immer auch von Absagen, Ablehnung, Rückschlägen und Umwegen bedroht. Wenn es an der Vordertür nicht klappt, kratzen Sie an der Hintertür oder versuchen Sie es an Nebeneingängen. Auch andere Häuser haben schöne Türen. Ein zweiter oder dritter Anlauf ist doch keine Schande, sondern demonstriert Durchhaltevermögen. Schnurgerade Karrieren gibt es nicht, Karrieremachen hat viel mit Dranbleiben zu tun. Sometimes you win, sometimes you learn.

Veröffentlicht unter Allgemein, Coaching Moments, Karriere-Impulse, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , , , Kommentar

Ich nehme an, auch in Ihrem Unternehmen ist die moderne Führungskultur des Digital Leaderships in aller Munde. Wie auch immer man es definieren mag, es scheint für alles das zu stehen, was die Führungskultur der Old Economy infrage stellt.

Wenn ich aus meinen Coachingfällen ein Resümee ziehe, dann dass manche Führungskräfte es sich unter dem Deckmantel „digitale/disruptive Führung“ etwas zu einfach machen, sie immer öfters mit solchen Sätzen delegieren wie „Klärt das unter euch“ oder, je nach Unternehmenssprache, „Feel free…“, wenn Mitarbeiter mit Fragen und Problemen zu ihnen kommen. Wir sollten uns daran erinnern, dass Sprache als Spiegel des Bewusstseins Einfluss auf unser Verhalten nimmt.

Mag sein, dass in der traditionellen Führungskultur mehr Chefs und Chefinnen dazu neigen, sich einzumischen und damit längere Entscheidungswege produzieren. Natürlich kann das – je nach Ausmaß – nerven und auch bremsen, aber es hat auch den Aspekt des Kümmerns: Mitarbeiter unterstützen, Orientierung geben, Zuständigkeitsbereiche verteidigen.

Überall heißt es, die modernen Mitarbeiter der Generationen Y und Z wollen mehr Eigenverantwortung, Entscheidungsfreiheit und Entfaltung. Aber Studien zeigen auch, dass sie sich um ihre berufliche Zukunft sorgen, ihnen unbefristete Arbeitsverträge und Werte wie Sicherheit oder Rücksichtnahme auf Familie und Freizeit wichtig sind. Auch wenn es Unterschiede zwischen den Generationen gibt, sollten wir nicht vergessen, dass es auch erhebliche Unterschiede zwischen den durchaus sehr verschiedenen Menschen einer Generation gibt.

Bevor Sie alles über Bord werfen, wagen Sie einen Blick zurück. Nie ist alles schlecht am Alten, finden Sie das Gute im Altbewährten und wertschätzen Sie es. Das gilt für jedes Change-Vorhaben. Anzutreten mit dem Veränderungswahn „Hier bleibt kein Stein mehr auf dem anderen – alles nicht mehr zeitgemäß“ hat noch nie funktioniert. Kein Führungskonzept hat sich bisher als ultimativ richtig erwiesen, denn Menschen und Organisationen sind höchst unterschiedlich. Viele Führungsfunktionen wie zum Beispiel Kommunikator, Konfliktmanager, Kontrollinstanz, Orientierungsgeber bis Vertrauensperson und Vorbild dagegen sind sinnvoll.

Führung ist tägliche Arbeit, sonst bräuchten wir sie nicht. Ein Führungsstil, der weitgehend auf das Eingreifen von Führungskräften in die Arbeitsabläufe verzichtet, kann an bestimmten Stellen zielführend sein, ist aber nicht immer und überall die Lösung. Die Balance zu finden zwischen Fortsetzung und Flexibilität, zwischen Verantwortungsübernahme und -abgabe ist eine Herausforderung. Und eine Frage der Erfahrung.

Ein Kommentar von Barbara Schneider, 2competence, erschienen im Hamburger Abendblatt am 12. Mai 2018

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Coaching Moments, Talking | Verschlagwortet mit , , , Kommentar

Der Bürosegen hängt mal wieder schief, der Kollege verbreitet seit Tagen schlechte Laune, die Chefin hat gerade alles andere als ein offenes Ohr. Machen Sie das Beste aus der Situation, statt auf die Geschäftsführung zu schimpfen. Natürlich sollen Vorgesetzte Vorbild sein, dennoch sind auch sie nur Menschen, und wer auf die perfekte Führungskraft hofft, kann unter Umständen sehr lange warten. Werden Sie aktiv, damit dieser Zustand nicht von Dauer ist – auch als Mitarbeiter tragen Sie zum Arbeitsklima bei. Die Glücksforschung weiß: Wer andere glücklich macht, macht auch sich selbst glücklich.

Tragen Sie Ihr Lächeln in die Bürowelt. Ich weiß, ein alter Hut, aber immer wieder wirkungsvoll, man muss es nur tun – und manchmal erst recht, wenn einem nicht danach zumute ist. Lächeln Sie die Leute bewusst an und freuen Sie sich daran, dass Sie anderen etwas Gutes tun. Den gleichen Effekt erzielen wir mit „Danke“. Wir sagen es zu selten und meistens nur für die großen Dinge. „Danke, dass du das für mich tust“ oder „Danke, das hat sich gut angefühlt“ kommt uns kaum über die Lippen.

Hören Sie zu – egal ob am Telefon oder im persönlichen Gespräch. Hören Sie wirklich zu, statt auf eine Lücke zu lauern, um dann mit einer eigenen Geschichte ins Gespräch zu grätschen. Wir spüren alle, ob der andere uns Aufmerksamkeit schenkt oder sein Interesse nur vortäuscht und sich am liebsten selbst reden hört. Aufmerksames Zuhören ist Wertschätzung vom Feinsten. Ganz nebenbei lernt man etwas Neues, bekommt nützliche Informationen oder schenkt dem anderen einfach einen kostbaren Wohlfühlmoment. Den schafft man auch durch ein Kompliment.

Und vergessen Sie das Feiern nicht. Sorgen Sie für Entspannung. Etablieren Sie Rituale. Wenn Sie am Ziel sind, feiern Sie Ihren Durchbruch, statt gleich wieder zur Tagesordnung überzugehen. Setzen Sie bewusst einen Schlusspunkt. Wenn wir unsere Erfolge nicht wahrnehmen, stellt sich auch kein Erfolgsgefühl ein. Kosten Sie dieses Hochgefühl aus.

Wenn Sie Führungskraft sind, machen Sie sich und Ihren Mitarbeitern bewusst, was Sie erreicht haben, loben und belohnen Sie sie. Organisieren Sie spontan eine Freudenfeier für das erfolgreiche Projekt, den an Land gezogenen Auftrag, die gelungene Präsentation beim Vorstand. Zeigen Sie, dass Sie stolz sind auf das, was Ihr Team geschafft hat. Werfen Sie gemeinsam einen Blick auf Gelungenes. Holen Sie Chef-Chef dazu. So hat er Kontakt zur Basis, Sie können die Gesamtleistung gleich vor Ort verkaufen, und Ihr Team wird angespornt. Gewinner auf der ganzen Linie!

Ein Kommentar von Barbara Schneider, 2competence.de, erschienen im Hamburger Abendblatt vom 10. März 2018

Veröffentlicht unter Allgemein, Job Talk, Karriere-Impulse, News | Verschlagwortet mit , , , Kommentar

Irgendwann in den Achtzigern waren Besprechungen keine Besprechungen mehr, sondern Meetings. Trainings rund um das Thema war im Trend. Heute werden immer noch ständig Meetings abgehalten – bedauerlicherweise sind Seminare dazu so gut wie vom Markt verschwunden. Ich nehme an, weil heute jeder meint, ein Meeting leiten zu können, schließlich sitzt man ja täglich in mehreren. Es wird „gemeetet“, was das Zeug hält, auch wenn der Begriff längst zum Synonym für Zeitverschwendung geworden ist. Studien belegen, dass nur 20 Prozent der befragten Arbeitnehmer mit der Meetingkultur ihres Arbeitgebers zufrieden sind. 65 Prozent der Arbeitnehmer sahen sich durch die Vielzahl der Meetings in ihrer Produktivität behindert. Aber: Meckern kann jeder, besser machen ist die Kunst.

Gerade als Führungskraft gehört ein professionelles Meeting-Management zum Handwerkszeug. Machen Sie Schluss damit, dass in unglaublich vielen Meetings unglaublich viele Menschen mit Smartphones und Tablets sitzen, die sich langweilen und von der Arbeit abgehalten werden. Man hetzt von einem Meeting zum nächsten, schnell wird das nächste Meeting angesetzt und reflexartig akzeptiert. MMAS nennen das die Amerikaner: Mindless Meeting Accept Syndrome – ein unbewusster Reflex, jede Meetingeinladung unhinterfragt anzunehmen. Meetings sind Statussymbol: Je mehr, desto wichtiger. Wie Power-Point-Präsentationen sind Meetings zur Plage geworden. Und doch: Jeder schimpft über sie, aber alle machen mit.

Wenn sie denn sein sollen, dann gilt umso mehr: Vorbereitung ist die halbe Miete. Dazu sollte vorher einiges überlegt werden: Informations- oder Entscheidungsmeeting? Wozu soll das Meeting gut sein? Wollen Sie die Teilnehmer informieren oder gemeinsam an Ideen und Lösungen arbeiten? Daran orientieren sich Teilnehmerkreis – so viel wie nötig, so wenig wie möglich – und Zeitrahmen. Wer bringt die entsprechende Fach- oder Entscheidungskompetenz mit? Können einzelne Teilnehmer zu bestimmten Zeit abgerufen werden? Informieren Sie die Teilnehmer rechtzeitig und ausreichend über Sinn, Zweck und Inhalte.

Braucht es eine Sitzordnung? Wieso eigentlich sitzen, wieso nicht mehr stehen? Wer Besprechungen leitet, steuert allerhand Aufgaben. Dazu gehört es auch, Abschweifungen oder Monologe zu stoppen, Unterbrechungen zu unterbinden, Schweigsamere gezielt zu ermuntern. Für Entscheidungs- oder Brainstorm-Meetings gilt es, Arbeitsziele zu definieren, Maßnahmenkataloge – wer macht was bis wann – festzulegen und Realisierung nachzuhalten. Und in Sachen Zeitbudget sollte der Leiter streng sein: Pünktlich beginnen, Sitzungszeit einhalten. Es darf auch gerne früher Schluss sein, darüber freut sich jeder. 

Artikel erschienen auf abendblatt.de

Veröffentlicht unter Allgemein, Business Etikette, Karriere-Impulse, Meeting, News | Verschlagwortet mit , , , , , Kommentar

Immer wieder tauchen Bücher und Seminare zum Thema „Der Chef als Coach“ auf – die Chefin selbstverständlich auch. Können Vorgesetzte gleichzeitig Coaches Ihrer Mitarbeiter sein? Jein!

Als Führungskraft zu erwarten, dass sich die eigenen Leute einem gegenüber öffnen wie bei einem externen Coach, ist unrealistisch und naiv. Schließlich sind Sie es, der die Mitarbeiter beurteilt und über ihr Fortkommen entscheidet.

Wenn Chefs coachen sollen oder wollen, geht es eher darum, das Team mit einer coachenden Haltung zu führen. Dafür braucht es Kenntnisse über Gesprächskompetenz. Und die Erkenntnis, dass Führenlernen nicht von heute auf morgen passiert. Ich möchte Ihnen kurze Trainingsimpulse liefern. Ein coachender Führungsstil basiert auf Fragen statt Sagen.

Wenn Sie nicht möchten, dass man sich Kritik verkneift, Probleme nicht anspricht und schlechte Nachrichten von Ihnen fernhält, versuchen Sie es mal mit einigen meiner Lieblingsfragen:

  1. Was würde passieren, wenn…?
  2. Was könnte die Zusammenarbeit verbessern?
  3. Was wäre aus Ihrer Sicht eine nützliche/zielführende Umgestaltung von …?

Den ganzen Artikel lesen auf abendblatt.de

Veröffentlicht unter Allgemein, Coaching Moments, Karriere-Impulse, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , Kommentar

Dass zur Karriere, vor allem zur großen, mehr gehört als Fachkenntnisse und Fleiß, ist längst eine Binsenweisheit. Nach einer Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands halten nur vier Prozent der Befragten fachliche Qualifikation für das Aufstiegskriterium Nummer eins. Und jeder dritte Manager hält der Umfrage nach gutes Selbstmarketing für den entscheidenden Erfolgsfaktor. Das heißt natürlich nicht, dass Sie auf Fachkompetenz, Know-how und Spitzenleistung verzichten können. Damit allein kommen Sie aber im Berufsleben nicht voran.

Bei der Besetzung von Spitzenpositionen spielen vor allem zwei Faktoren eine wesentliche Rollee: Ihre Auftrittskompetenz und Ihre Netzwerkfähigkeit. Auftreten, Image, der Ruf sowie Verbindungen, die interne und externe Ak­zeptanz. Und mit jeder weiteren Karrierestufe wachsen die Anforderungen in Sachen Selbstpräsentation und Relationship-Stärke – wird der positive Auftritt in Gruppen und Gremien und die Fähigkeiten, sich zu verbinden und verbünden, umso wichtiger, je höher Sie im Job hinaus wollen. Tritt beispielsweise eine Führungskraft neu in ein Unternehmen ein, wird ihr in den ersten hundert Tagen fehlendes Fachwissen leichter verziehen als schlechter Stil im Umgang mit Mitarbeitern.

Sie stehen auf dem Präsentierteller, daran führt kein Weg vorbei. Gerade mit den ersten Gesprächen und symbolischen Gesten, die deutlich machen, was Ihnen wichtig ist, legen Sie einen entscheidenden Grundstein für die spätere Zusammenarbeit. Kein Wunder, dass bei Trennungen innerhalb der ersten sechs Monate Überforderung selten eine Rolle spielt. In den meisten Fällen sind bei Führungskräften Kulturkonflikte der Auslöser. Um es mit dem amerikanischen Leadership-Denker Marshall Goldsmith zu sagen: Je höer Sie aufsteigen, desto eher sind Ihre Probleme Verhaltensprobleme.

Den ganzen Artikel lesen auf abendblatt.de

Dr. Barbara Schneider ist Coach, Autorin und Vortragsrednerin. Mehr unter 2competence.de

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Karriere-Impulse, News, Talking | Verschlagwortet mit , , Kommentar

Führungskräftecoach Dr. Barbara Schneider, 2competence,  hat fünf Erfolgsessentials zusammengefasst.

Frauen fühlen sich wohl, wenn sie in ihrem Fachgebiet agieren können, dabei geraten ihnen andere Faktoren oftmals aus dem Blickfeld. Auftreten, Image und der Ruf, der einem vorauseilt, spielen für den Karrierefortschritt eine wesentliche Rolle. Ebenso Beziehungen, Bekanntheit, Befürworter.

„Fehlende Fach- und Führungskompetenz ist bei Frauen selten der Punkt, ihnen mangelt es meistens an Aufstiegskompetenz“, schreibt Schneider in ihrem Buch „Frauen auf Augenhöhe: Was sie nach oben bringt und was nicht“. Je höher man hinaus will, umso mehr Leute sind an der Besetzungsentscheidung beteiligt und umso wichtiger ist es, sich eine Lobby im Unternehmen aufzubauen. Zudem wachsen die Anforderungen an Selbstpräsentation und Relationship-Kompetenzen mit jeder weiteren Karrierestufe.

Was aufstiegskompetente Frauen anders machen

„Diese Frauen sind topqualifiziert und liefern Leistung, aber sie wissen auch, dass sie die Leistung gut verkaufen müssen in der Unternehmensöffentlichkeit“, so Schneider. Ihre Erfolgsgeheimnisse: 1. Sie kommunizieren ihre Karrierevorstellungen. Gerade wenn Frauen hier schweigen, nehmen Männer unterschwellig an, sie wollen gar nicht weiterkommen. 2. Sie laufen mutig los. Man muss nicht schon in allen Themen sattelfest sein, in die meisten Aufgaben wächst man hinein. Gerade das Meistern von „hot jobs“ verschafft ihnen Sichtbarkeit und bringt sie in die Köpfe von Entscheidern. Formelle Karriereentwicklungsprogramme können solche Bewährungsproben nicht ersetzen. 3. Sie haben keine Scheu vor Selbstmarketing und präsentieren sich und ihre Themen im kleinen wie im großen Kreis. 4. Sie nutzen Karrierenetze. Ein breiter Kreis guter Kontakte innerhalb und außerhalb der Organisation sorgt dafür, dass sie und ihre Leistungen wahrgenommen werden. 5. Sie bleiben am Ball. Karriere ist immer auch von Rückschlägen und Umwegen bedroht. Ein zweiter Anlauf ist keine Schande, sondern demonstriert Durchhaltevermögen. Blitzkarrieren sind eher selten – auch bei Männern.

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Karriere-Impulse, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , , , Kommentar

Überzeugend und unterhaltsam zu präsentieren, wird im Job immer wichtiger. Und kein Meeting, keine Konferenz ohne PowerPoint als beliebte und beklagte Form der Präsentation. Was ich oft erlebe: Es wird viel Zeit auf die Erstellung der Folien verwendet und zu wenig auf das Halten der Präsentation. PowerPoint ist eine beliebte Technik – Präsentieren eine hohe Kunst. Vorbereitung ist die halbe Miete! Denn Sie stehen im Mittelpunkt und nicht die Folien.

Der Aufwand, der in die Verzierung und Überfrachtung von Folien mit Text, Diagrammen und Animationen gesteckt wird, ist zuweilen abenteuerlich. Hier wird bis zur letzten Minute gefeilt, statt sich Gedanken über Zuhörer, Kernbotschaft, Einstieg und Abschluss zu machen. Also stolpert man rein: Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Oder macht sich klein mit der Bitte-tut-mir-nichts-Variante: Ich habe gestern erst erfahren, dass ich heute die Präsentation halten soll. Und was folgt, ist betreutes Lesen. Expertentum sieht anders aus.

Die ersten Minuten einer Präsentation sind die sensibelsten. Denken Sie über Eröffnungsvarianten nach, etwa eine persönliche Geschichte, ein Zitat, eine provozierende Behauptung, machen Sie Ihr Publikum neugierig. Es darf unkonventionell sein, muss aber zu Thema und Zielgruppe passen. Wenn der Einstieg nicht vorbereitet ist, fällt er in der Regel ganz aus, und wir verpassen es, Interesse zu wecken. Und arbeiten Sie einen Abschluss aus: Ein Appell, eine Empfehlung, eiin Blick in die Zukunft, was soll bei Ihren Zuhörern hängen bleiben, was solen sie jetzt wissen, wollen oder tun? Verabschieden Sie sich nicht mit einem Vielen-Dank-für-Ihre-Aufmerksamkeit-Abgang, sondern inszenieren Sie den Schluss: Der erste Eindruck ist entscheidend, der letzte bleibt.

Präsentationsprofi werden wir durch üben, ausprobieren, besser machen, weiter üben. Machen Sie mindestens einen Trockenlauf. Wenn Sie nicht regelmäßig präsentieren, besser mehrere, und das laut. Arbeiten Sie Ihre Tonspur für Anfang und Abschluss aus. Das muss sitzen. Und dann voller Selbstvertrauen (Sie haben sich ja vorbereitet) auf die Bürobühne. Showtime!

Erschienen im Hamburger Abendblatt, 03.09.2016

Mehr zu Barbara Schneider unter 2competence.de

Veröffentlicht unter Allgemein, Karriere-Impulse, News, Talking | Verschlagwortet mit , , Kommentar

Dass Frauen und Männer anders kommunizieren, ist kein Geheimnis. Beim Gegenüberstellen weiblicher und männlicher Kommunikationscodes geht es aber nicht darum, Unterschiede glatt zu bügeln, sondern sie sich bewusster zu machen.

Zu den Unterschieden von Frauen- und Männersprache ist viel geforscht und geschrieben worden, was sich zusammengefasst auf den Nenner bringen lässt: Männer wollen gewinnen, Frauen gemocht werden. Die einen sprechen Konkurrenzsprache, in der sich alles um „Ich weiß es“, „Ich will die Nummer eins sein“ dreht – sachlich, direkt, durchsetzungsorientiert. Frauen geht es vor allem um Austausch auf Augenhöhe – mitteilungsfreudig, zuhörend, harmoniebedürftig. Während Männer Rang und Revier mit aufgesetztem Pokerface checken, nutzen Frauen Kommunikation, um eine Verbindung herzustellen. Männer fallen Frauen öfter ins Wort, verunsichern sie mit Bemerkungen. Und wir Frauen sind immer wieder verblüfft, wie Männer sich wortgewaltig in Szene setzen.

Den ganzen Artikel lesen auf abendblatt.de

Veröffentlicht unter Allgemein, At the Top, Coaching Moments, Karriere-Impulse, News, Talking | Verschlagwortet mit , , , , , Kommentar

Gesten sind ausdrucksstärker als Worte – und ehrlicher. Um sein Gegenüber zu verstehen und mit diesem zu kommunizieren, ist nicht nur unsere Sprache ausschlaggebend, sondern eben auch unsere Körpersprache. „Wir können nicht nicht kommunizieren“, lautet ein Axiom des Kommunikationspsychologen Paul Watzlawick. Nicht nur das, was wir sagen zählt, sondern vor allem wie wir etwas sagen. Um eine sichere und schnelle Einschätzung zu ermöglichen, hat die Körperrhetorik-Expertin Nadine Kmoth vier Persönlichkeitstypen und deren Körpersprache identifiziert und in ihrem neuen Buch „Eine Geste sagt mehr als 1000 Worte“ unterhaltsam und mit vielen Beispielen dargestellt. So kann jeder andere einordnen und mit der eigenen Körpersprache zur richtigen Zeit die Kommunikation entsprechend in die gewünschte Richtung lenken. Mehr unter nadine-kmoth.de

Veröffentlicht unter Allgemein, Karriere-Impulse, Knowing, Lesen & Hören | Verschlagwortet mit , , Kommentar