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Dass Frauen und Männer anders kommunizieren, ist kein Geheimnis. Wir sprechen eine Sprache und haben doch jede Menge Kommunikationsbarrieren. Dabei geht es nicht darum, Unterschiede glatt zu bügeln, sondern sich bewusster zu machen.

Dr. Barbara Schneider ist Management-Coach und Autor. Im exklusiven Interview mit Athenas spricht sie über Frauen in Führungspositionen, über männliche und weibliche Kommunikationsmuster und über ihre interessanten Vorträge.

Frau Dr. Schneider, Sie haben sich auf Karrieremanagement für Frauen spezialisiert. Welche Hürden stellen sich Frauen auf dem Karriereweg?

Hierzu ist unendlich viel geforscht und ganze Bibliotheken geschrieben worden. In der Quintessenz sind es drei: die männlich geprägten Managementstrukturen, die Vereinbarkeitsthematik sowie frauenspezifische Bremsen wie z. B. die weibliche Scheu vor Selbstmarketing. Anders ausgedrückt: Männer machen es uns nicht leicht, Kinder machen es uns nicht leicht und wir uns selbst manchmal auch nicht.

Sie sagen, dass „Fleißiges Bienchen sein“ nicht ausreicht um als Frau in Führung zu gehen. Wieso ist das so?

So höher jemand kommt – egal Frau oder Mann – umso stärker steht sie oder er im Rampenlicht und unter Dauerbeobachtung, müssen die unterschiedlichsten kommunikativen Bewährungsproben gemeistert werden. Neben Fach- und Führungskompetenz wird die Bedeutung von Auftrittskompetenz, das Image, der Ruf, der einem vorauseilt, und Relationship-Kompetenz immer wichtiger. Ohne Verbindungen und Verbündete kommt keiner nach oben. Sie brauchen Befürworter und dürfen kein unbeschriebenes Blatt sein.

Sie sprechen in einem Ihrer Vorträge über männliche und weibliche Kommunikationsmuster. Worum geht es in dem Vortrag?

Es gilt nicht nur anderes Land, andere Sprache, sondern auch anderes Geschlecht, andere Sprache. Wir sprechen eine Sprache und haben doch jede Menge Kommunikationsbarrieren. Nicht dass die Verständigung innerhalb der Geschlechter immer gelingt, aber manchmal scheint der Verständigungsgraben zwischen Frauen- und Männerwelt am größten, was sich zusammengefasst auf den Nenner bringen lässt: Männer wollen sich messen, wollen gewinnen, Frauen wollen gemocht werden. Die einen sprechen Konkurrenzsprache, in der sich alles um „Ich weiß es“ dreht. Die anderen Beziehungssprache, in der es vor allem um ein Miteinander auf Augenhöhe geht. Bei den Unterschieden geht es nicht um gut oder schlecht, richtig oder falsch, sondern um Bewusstheit für diese Unterschiede. Und da Frauen sich nun mal in einer von Männer geprägten und dominierten Businesswelt bewegen, kann es nicht schaden, das System zu verstehen. Kapieren, nicht 1:1 kopieren, darum geht es.

Sie sind auf Frauen im Management spezialisiert. Wen sprechen Sie mit Ihren Vorträgen an? Wer sind Ihre Zuhörer?

Weibliche und männliche Führungskräfte genauso wie Führungsnachwuchskräfte, ich bin auch in vielen Universitäten unterwegs, Personaler, Topmanagerinnen- und Manager. Frauen und Männer, die verstehen und etwas verändern wollen für sich und im Unternehmen. Dabei geht es auch um die sog. „unconscious bias“ – die unbewusste Voreingenommenheit, sich darüber bewusst zu werden und den eigenen Mindset zu reflektieren.

Wann ist ein Vortrag für Sie persönlich erfolgreich?

Wenn die Zuhörerinnen und Zuhörer Aha-Erlebnisse haben, wenn Sie ein, zwei Punkte mitnehmen, an denen sie dranbleiben. Wir haben ja in der Thematik kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem. Ich hätte Anfang der 90er, als meine Karriere in Schwung kam, im Traum nicht daran gedacht, dass wir uns im Jahr 2016 immer noch mit dem Thema „Frauen in Führungspositionen“ befassen. Heute wissen wir, der Weg ist schwieriger und langwieriger als damals angenommen, auch wenn sich ohne Frage die Startvoraussetzungen für Frauen enorm verbessert haben. Die Hürde ist nicht mehr das Reinkommen, aber immer noch das Hochkommen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Kommunikation ist die Königsdisziplin im täglichen Miteinander – und der Normalfall der Kommunikation ist das Missverständnis. Mein Reden. Wen wundert es da, dass die meisten Fehler am Arbeitsplatz auf mangelnde Kommunikation zurückzuführen sind. Und glaubt man Studien, wird es nicht besser. Eigene Beobachtungen aus dem Unternehmensalltag tun ihr Übriges. Es wird in SMS und WhatsApp getextet, was das Zeug hält, aber die Konversationskompetenz lässt oftmals zu wünschen übrig. Der Managementberater Stephen Covey hat das schon vor einigen Jahren hübsch auf den Punkt gebracht: Die meisten von uns hören nicht zu, mit der Absicht zu verstehen, sondern mit der Absicht zu antworten.

Was zu einem guten Gespräch gehört, verrät die Amerikanerin Celeste Headlee in ihrem Vortrag  „10 ways to have a better conversation“ im TedTalk.

Zum Video auf ted.com

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Frauen nähmen sehr oft  an, ihre guten Leistungen und ihr Fleiß würden sich herumsprechen und automatisch zur Beförderung führen. „Das ist ein Irrtum“, sagt Barbara Schneider. „Gerade für Frauen ist es wichtig, dem Chef immer wieder die eigenen Ambitionen zu verdeutlichen und Karrierepläne offen zu benennen.“ Nur wer sich als Anwärterin auf einen höheren Posten ins Gespräch bringe, werde auch so wahrgenommen.

Durchsetzungskraft sei vor allem bei Meetings wichtig, sagt Barbara Schneider. Wer eine Idee präsentieren wolle, müsse sich klar machen, dass er damit meist die Pläne anderer torpediert. Breitseiten wie „So einen Quatsch habe ich lange nicht mehr gehört“ bekomme jeder ab. „Das Wichtigste ist, das Machtspiel zu erkennen und die Abwertung, die dahinter lauert, nicht anzunehmen. Der Sender hat hier ein Problem, nicht der Empfänger.“ Wer den Einwand übergeht oder schlagfertig antwortet, zeigt: Ich weiß, was ich kann und lasse mich nicht aus dem Konzept bringen.

Den ganzen Artikel lesen auf: welt.de

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Kommunikation ist die Königsdisziplin im täglichen Miteinander, und nicht selten kommt es zu Missverständnissen und Konflikten. Kommen Ihnen solche Sätze bekannt vor? „Bei der Kollegin ist Hopfen und Malz verloren.“ „Da kennen Sie meinen Chef nicht, der reißt mir den Kopf ab.“ „Bei den Bremsern da oben, wie soll man da die Deadline einhalten.“ Das sind nur einige Beispiele, wie ich sie in Unternehmen höre. Konflikte scheinen zuzunehmen. Kein Wunder bei der globalen Gemengelage aus veränderter Arbeitswelt, zunehmender Arbeitsbelastung und Zeitdruck, Verlagerung von Arbeitsplätzen und Übernahmen. Oder wie es neudeutsch gerade aktuell ist: Arbeiten im VUCA-Umfeld: volatility (Flüchtigkeit), uncertainty (Unsicherheit), complexity (Komplexität) und ambiguity (Widersprüchlichkeit).

Jeder Mensch hat seine eigene innere Landkarte, auf deren Basis er die Welt wahrnimmt. Und diese ganz eigene Wahrnehmung pflegen wir, interpretieren, was das Zeug hält und gehen unbewusst davon aus, dass die anderen so „ticken“ wie wir. Was sonst!? Es gibt in der Kommunikation aber keine Wahrheit, sondern nur persönliche Wahrnehmung. Was für den einen „sonnenklar“ ist, kommt für den anderen „überhaupt nicht in die Tüte“. Wir schütteln den Kopf, reagieren mit Unverständnis. Oder eben mit Kritik und Konflikt. Zweifel und starre Denkstrukturen machen uns blind für die Position und Motivation des Anderen. mehr

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Buch der Woche: „Dance with the Boss“ von Monica Deters, Rezension von Oliver Ibelshäuser,

managementbuch.de

Mit dem Problem-Chef im Gleichschritt über das Parkett

Wenn der Chef Sie nicht führen kann oder will, dann führen Sie ihn. Monica Deters hat dafür das perfekte Buch geschrieben: „Dance with the Boss“ zeigt Ihnen, wie Sie mit Menschenkenntnis, einer Spur Raffinesse und einer Prise Feingefühl von Ihrem Vorgesetzten mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten. Und ihm beiläufig sogar die eine oder andere unangenehme Marotte abgewöhnen.

Salsa, Paso-Doble und Freestyle

Ist Ihr Boss eher der Travolta-Selbstdarsteller auf der Business-Tanzfläche wie der „Paso-Doble-Typ“, „zu stolz für eine kooperative Führung“? Oder der „Blues-Typ“, der alle wichtigen Entscheidungen verschleppt? Glückwunsch dagegen, wenn es sich um den „Slow Fox“-Tänzer handelt, „fair, transparent, mit einer starken sozialen Ader“. Insgesamt sechs unterschiedliche „Boss-Tänzer“ arbeitet die Autorin heraus. Welcher davon Ihrem Vorgesetzten entspricht, ermitteln Sie in einem kleinen Test. mehr

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Untersuchungen zeigen: Frauen sprechen weniger oft, weniger lang, werden häufiger gestört und unterbrochen als die männlichen Gesprächsteilnehmer. Es gilt nicht nur, anderes Land, andere Sprache, sondern auch anderes Geschlecht, andere Sprache. Wir sprechen eine Sprache und haben doch jede Menge Kommunikationsbarrieren. Hier der hierarchische, statusorientierte und direkte Erfolgssprech der Männer („Ich will die Nummer Eins sein“), dort die indirekten auf Konsens bedachten Sprechmuster von Frauen („Ich will beliebt sein“). Grob gesagt, sprechen  Männer Konkurrenzsprache und Frauen Beziehungssprache. Es geht nicht darum, diese Unterschiede glatt zu bügeln, sondern sie sich bewusst zu machen, damit wir mehr Wahlmöglichkeiten haben und unsere Kommunikation leichter gelingt.

In dem Kommunikationstraining für Frauen von der ehemaligen Managerin und Erfolgsautorin Dr. Barbara Schneider erfahren Sie, wie Sie mit dem Wissen um psychologische „Kleinigkeiten“ in Kommunikation und Körpersprache Wirkung erzeugen, und erfahren Tipps und Spielregeln, die Ihren beruflichen Alltag erleichtern.

Weitere Informationen und Seminarbeschreibung unter: 2competence.de

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Erfolg beginnt im Kopf. Wer kennt den Satz nicht, aber Achtung, da sitzt auch gern unser größter Gegner. Und den auszuschalten, geht gar nicht so einfach. Der Wunsch nach einem neuen Wundermittel, nach einer Sofortlösung – am besten „to go“ – boomt. Ein Zauberstab, mit dem man drei Mal durch die Luft wedelt – puff – und weg sind unsere Sorgen und Befürchtungen. Seien wir realistisch, auf absehbare Zeit dürfte mit einem solchen Produkt nicht zu rechnen sein. Heute zweifelt kaum jemand daran, dass es einen Zusammenhang zwischen Einstellung und Erfolg gibt. Was wir im Leben erreichen, hängt von unseren Einstellungen ab. Sie können unseren Handlungsspielraum entsprechend vergrößern oder verkleinern. Der amerikanische Psychologe und Mentraltrainer Dr. Jim Loehr vergleicht unser Gehirn mit einem Computer: „Wie bei einem Computer erhalten wir immer das zurück, was wir einprogrammieren. Unsere Denkmuster und Selbstgespräche stellen wichtige Input-Quellen dar. Entweder programmieren Sie sich auf Erfolg oder Misserfolg.“ Eine „Erfolgs-Umprogrammierung“ dauert aber und funktioniert nicht auf Knopfdruck.

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Der kleine Unterschied zwischen den Geschlechtern sitzt bekanntlich etwas weiter oben als gemeinhin angenommen. Bei Mark Gungor, einem amerikanischen Marriage Speaker, habe ich jetzt einen amüsanten Erklärungsansatz gefunden und die Erkenntnis gewonnen, Männer öfters in ihrer „Nichts-Box“ zu lassen.

Das 5-Minuten Video auf YouTube ansehen: Men’s Brain – Women’s Brain 

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Wie eine Partnerschaft funktionieren auch berufliche Beziehungen besser, wenn die Beteiligten regelmäßig miteinander reden. Aber bevor Sie loslegen, gehen Sie gedanklich noch mal die fünf Grundregeln konstruktiver Konfliktbewältigung durch: Erstens – bewusst die Haltung einnehmen, dass beide Seiten Verantwortung für den Zustand tragen. Zweitens – einen konstruktiv-partnerschaftlichen Kommunikationsstil pflegen statt Vorwürfe im Stile von „Immer müssen Sie mich unterbrechen“. Drittens – Ich- statt Sie-Botschaften senden. Viertens – Kritik nie laut im Unternehmen äußern, sondern nur unter vier Augen. Fünftens – gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Bevor Sie ein schwieriges Thema ansprechen, sortieren Sie Ihre Gedanken und simulieren Sie die Situation.

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5 Key Learnings für den konstruktiven Umgang mit Konflikten v on Barbara Schneider, erschienen auf spitzenfrauen-bw.de

In Unternehmen tobt das Leben. „Wir können nicht nicht kommunizieren“, hat Paul Watzlawick gesagt, „denn jede Kommunikation – nicht nur mit Worten – ist Verhalten.“ Kommunikation ist die Königsdisziplin im täglichen Miteinander – beruflich wie privat – und nicht selten kommt es dabei zu Missverständnissen und Konflikten.

Kommen Ihnen solche Sätze bekannt vor:

„Bei der Kollegin ist Hopfen und Malz verloren.“ „Da kennen Sie meinen Chef nicht, der reißt mir den Kopf ab.“ „Bei den Bremsern da oben, wie soll man da noch die Deadline einhalten.“

Das sind nur einige Beispiele wie ich sie in Unternehmen immer wieder höre. Aus meiner täglichen Coachingpraxis und meinen eigenen Erfahrungen als Executive Woman habe ich nachstehend fünf Key Learnings für eine konstruktive Konfliktbewältigung zusammengestellt.

Erstes Learning: Frühe Konfliktintervention

Je länger wir die Klärung auf die lange Bank schieben, desto größer und belastender wird der Konflikt. Wir schweigen, weil wir uns für Harmonie und Sicherheit entscheiden. Ein Trugschluss, da die konfliktreiche Situation weiter schwelt, wir uns ärgern oder gekränkt fühlen und in negativen Gedankenkreisläufen versinken. Der Preis: wir vergeuden wertvolle Energien und unser Selbstwertgefühl gerät ins Schwanken.

Frühe Konfliktintervention setzt frühe Konflikterkennung voraus. Das soll nicht heißen, jede kleine Seelenblähung zur Chefsache zu machen. Jeder hat mal schlechte Laune oder private Sorgen – Schwamm drüber. Bloß nicht alles auf sich beziehen.

Wenn Ihnen Ihre Gefühle aber signalisieren, da ist etwas im Busch, dann nehmen Sie sie ernst. Wichtig ist, nicht erst dann zu reagieren, wenn Sie schon auf Hundertachtzig sind, sondern gut vorbereitet und abgekühlt das Gespräch suchen.

Keep calm and carry on, wusste schon die Queen.

Alle 5 Learnings auf spitzenfrauen-bw.de lesen

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