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Der Bürosegen hängt mal wieder schief, der Kollege verbreitet seit Tagen schlechte Laune, die Chefin hat gerade alles andere als ein offenes Ohr. Machen Sie das Beste aus der Situation, statt auf die Geschäftsführung zu schimpfen. Natürlich sollen Vorgesetzte Vorbild sein, dennoch sind auch sie nur Menschen, und wer auf die perfekte Führungskraft hofft, kann unter Umständen sehr lange warten. Werden Sie aktiv, damit dieser Zustand nicht von Dauer ist – auch als Mitarbeiter tragen Sie zum Arbeitsklima bei. Die Glücksforschung weiß: Wer andere glücklich macht, macht auch sich selbst glücklich.

Tragen Sie Ihr Lächeln in die Bürowelt. Ich weiß, ein alter Hut, aber immer wieder wirkungsvoll, man muss es nur tun – und manchmal erst recht, wenn einem nicht danach zumute ist. Lächeln Sie die Leute bewusst an und freuen Sie sich daran, dass Sie anderen etwas Gutes tun. Den gleichen Effekt erzielen wir mit „Danke“. Wir sagen es zu selten und meistens nur für die großen Dinge. „Danke, dass du das für mich tust“ oder „Danke, das hat sich gut angefühlt“ kommt uns kaum über die Lippen.

Hören Sie zu – egal ob am Telefon oder im persönlichen Gespräch. Hören Sie wirklich zu, statt auf eine Lücke zu lauern, um dann mit einer eigenen Geschichte ins Gespräch zu grätschen. Wir spüren alle, ob der andere uns Aufmerksamkeit schenkt oder sein Interesse nur vortäuscht und sich am liebsten selbst reden hört. Aufmerksames Zuhören ist Wertschätzung vom Feinsten. Ganz nebenbei lernt man etwas Neues, bekommt nützliche Informationen oder schenkt dem anderen einfach einen kostbaren Wohlfühlmoment. Den schafft man auch durch ein Kompliment.

Und vergessen Sie das Feiern nicht. Sorgen Sie für Entspannung. Etablieren Sie Rituale. Wenn Sie am Ziel sind, feiern Sie Ihren Durchbruch, statt gleich wieder zur Tagesordnung überzugehen. Setzen Sie bewusst einen Schlusspunkt. Wenn wir unsere Erfolge nicht wahrnehmen, stellt sich auch kein Erfolgsgefühl ein. Kosten Sie dieses Hochgefühl aus.

Wenn Sie Führungskraft sind, machen Sie sich und Ihren Mitarbeitern bewusst, was Sie erreicht haben, loben und belohnen Sie sie. Organisieren Sie spontan eine Freudenfeier für das erfolgreiche Projekt, den an Land gezogenen Auftrag, die gelungene Präsentation beim Vorstand. Zeigen Sie, dass Sie stolz sind auf das, was Ihr Team geschafft hat. Werfen Sie gemeinsam einen Blick auf Gelungenes. Holen Sie Chef-Chef dazu. So hat er Kontakt zur Basis, Sie können die Gesamtleistung gleich vor Ort verkaufen, und Ihr Team wird angespornt. Gewinner auf der ganzen Linie!

Ein Kommentar von Barbara Schneider, 2competence.de, erschienen im Hamburger Abendblatt vom 10. März 2018

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Kommunikation ist die Königsdisziplin im täglichen Miteinander, und nicht selten kommt es zu Missverständnissen und Konflikten. Kommen Ihnen solche Sätze bekannt vor? „Bei der Kollegin ist Hopfen und Malz verloren.“ „Da kennen Sie meinen Chef nicht, der reißt mir den Kopf ab.“ „Bei den Bremsern da oben, wie soll man da die Deadline einhalten.“ Das sind nur einige Beispiele, wie ich sie in Unternehmen höre. Konflikte scheinen zuzunehmen. Kein Wunder bei der globalen Gemengelage aus veränderter Arbeitswelt, zunehmender Arbeitsbelastung und Zeitdruck, Verlagerung von Arbeitsplätzen und Übernahmen. Oder wie es neudeutsch gerade aktuell ist: Arbeiten im VUCA-Umfeld: volatility (Flüchtigkeit), uncertainty (Unsicherheit), complexity (Komplexität) und ambiguity (Widersprüchlichkeit).

Jeder Mensch hat seine eigene innere Landkarte, auf deren Basis er die Welt wahrnimmt. Und diese ganz eigene Wahrnehmung pflegen wir, interpretieren, was das Zeug hält und gehen unbewusst davon aus, dass die anderen so „ticken“ wie wir. Was sonst!? Es gibt in der Kommunikation aber keine Wahrheit, sondern nur persönliche Wahrnehmung. Was für den einen „sonnenklar“ ist, kommt für den anderen „überhaupt nicht in die Tüte“. Wir schütteln den Kopf, reagieren mit Unverständnis. Oder eben mit Kritik und Konflikt. Zweifel und starre Denkstrukturen machen uns blind für die Position und Motivation des Anderen. mehr

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