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Kommunikation ist die Königsdisziplin im täglichen Miteinander – und der Normalfall der Kommunikation ist das Missverständnis. Mein Reden. Wen wundert es da, dass die meisten Fehler am Arbeitsplatz auf mangelnde Kommunikation zurückzuführen sind. Und glaubt man Studien, wird es nicht besser. Eigene Beobachtungen aus dem Unternehmensalltag tun ihr Übriges. Es wird in SMS und WhatsApp getextet, was das Zeug hält, aber die Konversationskompetenz lässt oftmals zu wünschen übrig. Der Managementberater Stephen Covey hat das schon vor einigen Jahren hübsch auf den Punkt gebracht: Die meisten von uns hören nicht zu, mit der Absicht zu verstehen, sondern mit der Absicht zu antworten.

Was zu einem guten Gespräch gehört, verrät die Amerikanerin Celeste Headlee in ihrem Vortrag  „10 ways to have a better conversation“ im TedTalk.

Zum Video auf ted.com

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Sylvia Tarves ist eine Pionierin, wenn es darum geht, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Christiane Wolff von EditionF hat mit ihr gesprochen.

Auszug:

…“In deinem täglichen Job hast du es seit vielen Jahren mit der Vermittlung von weiblichen Führungskräften und Aufsichtsrätinnen zu tun. Was hat sich deiner Ansicht nach in den letzten zehn Jahren geändert und was muss sich noch ändern, damit es einen höherenFrauenanteil gibt?

„Vor zehn Jahren war es uns noch gar nicht wirklich bewusst, dass das ,A Man’s World’ in den Top-Etagen der Unternehmen ist beziehungsweise wir haben es stumm hingenommen, da Frauen oft die Fehler immer zuerst bei sich suchen. Eine Männerquote von 99,9 Prozent in den Entscheider-Positionen wurde als normal eingestuft. Seit fast fünf Jahren ist das Thema ,mehr Frauen in Führungspositionen’ erst in der Gesellschaft unter wirtschaftlichen und nicht feministischen Gesichtspunkten diskutabel. Das Problem ist nicht, die sehr gut ausgebildeten Frauen am Markt zu finden. Das Problem ist, dass wir in Deutschland keine gendergerechten Recruiting – und Auswahlverfahren haben. Das heißt, es wird heute immer noch nach überholten männlichen Karrieremustern ausgewählt. Das müssen wir ändern und das ist unter anderem das Ziel der ,Mixed Leadership Conference’“. Bei der Besetzung von Aufsichtsratsfunktionen wird immer noch im ,Old Boys Network’ gesucht, wo bekanntlich keine oder wenige Frauen sind. Eine weiteres Thema ist, dass es keinen qualitativen Prozess zur Auswahl von Aufsichtsräten gibt und auch keine Anforderungskriterien.“

Was sind die wichtigsten Qualitäten, die eine Führungskraft heute mitbringen muss? Und unterscheidest du dabei zwischen Frauen und Männern?

„Talent ist keine Frage des X- oder Y-Chromosoms, genauso wenig wie Führung. Die Veränderung der Führungskultur vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung in allen Bereichen bedeutet, dass Führungskräfte kooperativer und transparenter agieren sowie offener kommunizieren und stärker in Netzwerken wirken müssen. Diese Eigenschaften schreibt man im Großen und Ganzen mehr Frauen zu. Insgesamt geht es aber immer um die Kompetenzvielfalt beider Geschlechter für den wirtschaftlichen Erfolg.“

Welche drei Tipps kannst du Frauen geben, die ihren nächsten Karriereschritt planen?

„Mutig sein, Netzwerken, sich sichtbar machen.“

Den ganzen Artikel lesen auf editionf

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Am 10. März 2016 findet die 5. Mixed Leadership Conference in München statt. Ein zentrales Thema ist in diesem Jahr Digital Leadership. Die Digitalisierung erfordert deutlich andere Arbeits- und Führungskulturen, demzufolge auch andere Karrieremuster und Auswahlkriterien. Das ist die Chance, nachhaltig mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren und Mixed Leadership in Deutschland zu erreichen!

Wie auf den Vorjahreskonferenzen erwartet die Teilnehmer ein facettenreiches Programm mit hochkarätigen Referenten, praxisorientierten Workshops sowie Networking mit Fach-Experten und Entscheidern auf Management-Ebene aus Deutschlands führenden Unternehmen. Die Konferenz bietet den Teilnehmern gehaltvolle Vorträge, Erfahrungsaustausch, anregende Diskussionen und Networking mit Experten und Entscheidern.

Erleben Sie als Keynote Speaker Janina Kugel, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Freuen Sie sich auf eine weitere Keynote von dem CEO der von der Süddeutschen Zeitung als „wahrscheinlich der Vorzeige-Manager der Industrie 4.0 betitelt wurde“ – der CEO des Stahlhändlers Klöckner, Gisbert Rühl. Lernen Sie von einem der führenden Humangentiker, Prof. Markus Hengstschläger, dass Talent keine Frage des X- oder Y-Chromosom ist.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

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Roundtable: Modern Leadership – The Female Approach

Der IWF hat in einer Studie ausgerechnet: Wenn ebenso viele Frauen wie Männer erwerbstätig wären, könnte das Bruttoinlandsprodukt der USA um fünf Prozent wachsen, in Japan wären es sogar neun Prozent, in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwölf Prozent und in Ägypten sogar 34 Prozent. Es sollten also möglichst viele Frauen am Wirtschaftsleben teilnehmen – auch im Management.

Die Initiative „Women Inspiring Business“ der EBS Universität rückt deshalb beim Roundtable am 6.11.2015 das Thema „Modern Leadership“ in den Fokus. Modern Leadership heißt für uns, heute gleiche Voraussetzungen für die Führungskräfte von morgen zu schaffen. Für Frauen, für Männer, für alle.

Informationen zur kostenlosen Teilnahme

 

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„Der moderne Chef ist ein Kumpeltyp…“ so beginnt der Artikel „Führungsstil – Kumpel oder Despot?“ auf karriere.de. „Think manager, think male“  bestätigt sich hier mal wieder. Früher wurde auch mal gerne nach dem sog. weiblichen Führungsstil gesucht. Viel wurde geforscht und noch mehr geschrieben. Die Ergebnisse sind recht uneinheitlich, teilweise sogar widersprüchlich. Untersuchungen neueren Datums zeigen deutlich: Die Ähnlichkeiten im Führungsverhalten von Frauen und Männern sind größer als die Unterschiede. An dieser Stelle eine nicht durch Studien abgesicherte Erkenntnis: Es gibt Unterschiede zwischen den Geschlechtern genauso wie innerhalb der Geschlechter. Chef ist nicht gleich Chef und Chefin ist auch nicht gleich Chefin.

 

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Speziell für Studentinnen, Absolventinnen und Young Professionals der Wirtschaftswissenschaften, Informatik sowie Natur- und Ingenieurwissenschaften mit Interesse an einem Jobeinstieg in der Wirtschaft veranstaltet DIE ZEIT am 24. Oktober 2015 einen kompakten Karrieretag in Frankfurt a.M.

Bei TALENTS@ZEIT treffen Sie Erfolgsfrauen von renommierten Unternehmen, und informieren sich über Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten in der Wirtschaft. Im Fokus dieses Tages für junge Absolventinnen und Young Professionals steht das Thema „Frauen führen anders“. Es geht um Leadership, Management und „weibliche“ Herausforderungen im Job.

Bewerbung bis 27.09.2015: www.zeit.de/talents

 

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Führen Frauen anders, schlechter oder sogar besser? Viel wurde in der Vergangenheit schon geforscht, noch mehr geschrieben, aber die Suche nach dem weiblichen Führungsstil scheint nicht aufzuhören. Obwohl fast alle Studien zeigen: Wenn Frauen führen, dann unterscheiden sie sich nicht wesentlich von ihren männlichen Kollegen. Der männlich-autoritäre Chef und die weiblich-einfühlsame Chefin scheinen ins Reich der Mythen zu gehören. Das belegt aktuell wieder eine Studie über die Führungsetage, in der Frauen teilweise noch schlechter abschneiden. Als persönliche Erkenntnis möchte ich hinzufügen: Chef ist nicht gleich Chef und Chefin ist eben auch nicht gleich Chefin.

Chefinnen, die härter sind als Chefs

Interview: Claudia Tödtmann

Frauen auf dem Chefsessel sind keine Unschuldsengel, im Gegenteil: Sie sind noch unverträglicher als Männer. Dies belegt erstmals eine noch unveröffentlichte Studie von Marion Büttgen, Professorin an der Uni Hohenheim zusammen mit Führungsexperte Christian Mai von der German Graduate School of Management and Law in Heilbronn.

Frau Büttgen, Sie haben erstmals erforscht, dass Frauen als Chefs keinen Deut  schwäscher sind als Männer. Dass sie ebenso hart sind und keineswegs weicher, empathischer führen. Damit belegen Sie auch, dass Frauen als Chefinnen keineswegs die angenehmeren Vorgesetzten für ihre Mitarbeiter sind, weil sie – denn so unterstellten bislang etliche – die besseren Soft Skills haben, richtig?

Jedenfalls haben diejenigen Frauen, die sich schon heute in Chefpositionen hoch gekämpft haben, dieselben „dunklen“ Persönlichkeitsmerkmale wie Männer – entgegen der verbreiteten Klischees. In unseren umfangreichen Untersuchungen und Befragungen ist das Ergebnis: In ihren Persönlichkeitsdimensionen unterscheiden sich weibliche und männliche Führungskräfte nicht voneinander.

Das ganze Interview lesen auf karriere.de

 

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Die Konferenz rund um das Thema “Mehr Frauen in Führungspositionen, Gender Diversity und Mixed Leadership”.

Die  Teilnehmer erwartet ein facettenreiches Programm mit hochkarätigen Referenten, dabei sind u. a. Rüdiger Grube, Chef der Deutschen Bahn, oder Janina Kugel, die gerade bei Siemens zum Personalvorstand aufgestiegen ist, praxisorientierten Workshops sowie Networking mit Fach-Experten und Entscheidern auf Management-Ebene aus Deutschlands führenden Unternehmen. Von 09:30 bis 18:45 Uhr bietet die Konferenz den Teilnehmern gehaltvolle Vorträge, Erfahrungsaustausch, anregende Diskussionen und Networking mit Experten und Entscheidern. Bei der anschließenden Abendveranstaltung im schönen Ambiente der Gleishalle des Kaiserbahnhofs können die Teilnehmer bei einem Dinner mit Loungemusik ausgiebig netzwerken.

Zum Programm

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image002Um in Zeiten von Trends wie der Globalisierung, dem demografischen Wandel sowie unterschiedlichen Generationen und einem gestiegenen Tempo in der Arbeitswelt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten Manager das Thema Führung neu, ganzheitlich und vor allem flexibel denken. Wie Unternehmen vom Profifußball lernen können, Unterschiede in Teams dabei als strategischen Wettbewerbsvorteil zu nutzen, zeigt Michaela Bürger in ihrem gerade bei Springer Gabler erschienenen Fachbuch Champions League für Manager – Erfolg durch Vielfalt.

„Die Bedeutung von Vielfalt in Unternehmen wächst. Allerdings sind die oberen Führungskräfte, die die größte Entscheidungsgewalt bezüglich Strategie und Zielsetzung haben, zum überwiegenden Teil deutscher Herkunft, und auch Frauen findet man nur vereinzelt“, beschreibt Bürger das Problem. Mehr auf erfolgdurchvielfalt.de

 

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Deutsche Chefetagen sind zwar keine reinen Männerclubs mehr, viele Vorstandskarrieren von Frauen sind aber noch zu kurz.

Letzte Woche räumte Angela Titzrath ihren Personalvorstandsposten bei der Deutschen Post nach gerade mal zwei Jahren, jetzt beendet auch die mit vielen Vorschusslorbeeren angetretene Eva-Lotta Sjöstedt ihre 5-monatige Kurzkarriere als Karstadt-Chefin. Die Liste der Kurzfrist-Intermezzi lässt sich fortsetzen: Angelika Dammann (Ex-Personalvorstand SAP), Marion Schick (Ex-Personalvorstand Deutsche Telekom), Brigitte Ederer (Ex-Personalvorstand Siemens), Regine Stachelhaus (Ex-Personalvorstand Personal/IT).

Frauen stolpern über Männer, Kinder und sich selbst

Woran liegt das? Ein Erklärungsversuch: Die Haupthürden für Frauen auf dem Weg nach oben sind gründlich erforscht und ganze Bibliotheken wurden dazu geschrieben (auch zwei aus meiner Feder, wenn Sie mehr wissen wollen: 2competence.de ). Einfach ausgedrückt, scheitern Frauen an Männern, Kindern und sich selbst. Soll heißen an den männlich geprägten und dominierten Macht- und Managementstrukturen, an der Vereinbarkeit bzw. Unvereinbarkeit von Kind und Karriere und an den eigenen inneren Bremsen wie etwa mehr Selbstzweifel und weniger Selbstdarstellungskompetenz.

Das Thema „Kind“ dürfte in dieser Karrierephase kaum noch eine Rolle spielen, sind doch genug Ressourcen vorhanden, um adäquate organisatorische Vorkehrungen zu treffen, wenn die Kinder nicht sowieso schon aus dem Haus sind. Dass diese Frauen übertriebene Selbstzweifel (gelegentliche gelten als ganz gesund), Scheu vor Selbstmarketing oder klarer Kommunikation haben, kann man sich kaum vorstellen, haben sie die Karriere-Ochsentour – immer neue und größere Verantwortungsbereiche zu übernehmen – doch erfolgreich hinter sich. Allerdings in anderen Unternehmen.

Führungswechsel sind immer riskant und viele von Ihnen scheitern. Die Kombination – das erste Mal Vorstand oder gar Vorstandsvorsitzende plus neues Unternehmen – hat es in sich. Oben ankommen ist eine Sache, oben bleiben eine andere. Diese Topjobs sind alles andere als sichere Arbeitsplätze. Läuft der Laden nicht, schafft man es nicht, Einflussnetzwerke zu erkennen und zu nutzen, Belegschaft, Kollegen, Aufsichtsrat hinter sich zu bringen und davon zu überzeugen, dass die neue Strategie den dringend notwendigen Turnaround bringt, ist der Job futsch.

Die Zugehörigkeitsfalle schnappt zu

Frau Sjöstedt beklagt die mangelnde Unterstützung von Eigentümer Nicolas Berggruen. Frau Titzrath nennt „persönliche Gründe“. Die Krux ist, dass diese Spitzenmanagerinnen im closed shop der Männer selten auf ihresgleichen treffen und sich auf informelle Weise zwanglos vernetzen können. Allein dadurch fehlt ihnen das natürliche Zugehörigkeitsgefühl.  Man ist sowieso schon einsam an der Spitze und Spitzenfrauen sind es doppelt. Jeder Satz, jeder Schritt wird genau registriert und dabei gibt es keinen Frauenbonus. Man braucht schon ein dickes Fell, um nicht zu frösteln, um Revierkämpfe und Machtspiele auszuhalten und so manchen Jux über sich ergehen zu lasen. Die Erkenntnis, eine Frau ist nicht genug, ist nicht neu, aber in diesem Thema gibt es auch kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Bleiben Sie mutig!

 

 

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