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Erstveröffentlicht in DIE WELT/KarriereWELT vom 19.3.11: Was tun gegen die Männerdominanz im Management? Auf die Quote warten, während in der Zwischenzeit die lieben Kollegen an einem vorbeigezogen sind? Ein Plädoyer für Pragmatismus von Barbara Schneider

Männer waren eher da und sind auch im Jahr 2011 deutlich in der Überzahl. Das kann richtig oder falsch sein, einem passen oder nicht – es ist nun mal Teil der Business-Realität. Auch die Quote ändert nicht von heute auf morgen die Kultur. Trotzdem können karrierewillige Frauen vieles selbst in die Hand nehmen, um ihre Chancen auf den nächsten Führungsjob zu erhöhen. Betrachten Sie die Sache pragmatisch, als ob Sie eine Geschäftsreise in ein fernes Land machen würden. Um dort möglichst erfolgreich mit Ihren Geschäftspartnern zu kommunizieren und zu verhandeln, versuchen Sie doch, auch ihre Sichtweise zu erfassen und stellen sich auf kulturelle Unterschiede ein. Genauso können Frauen sich auch spielerisch auf die Männer-Management-Welt mit ihren Regeln und Prinzipien einlassen und sich für den Aufstieg rüsten. Brechen wir ein ins Männerland, denn wenn man oben ist, kann man Dinge ändern. Noch sind Aufstiegsrituale und Strukturen dort von Männern für Männer bestimmt und machen Frauen das Leben schwer. Was zählt sind Selbstmarketing, Status, Wettbewerb, Präsenz. Ein Blick hinter die Kulissen. Der ganze Artikel auf welt.de

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Der nunmehr 5. Women’s Business Day, der am 17. Februar 2011 in Hamburg stattfand, wurde von einem Mann eröffnet: Thomas Sattelberger, oberster Frauenförderer und Personalvorstand der Telekom, schilderte seine Erfahrungen aus einem Jahr freiwilliger Frauenquote. Die rund 200 Teilnehmerinnen applaudierten als er seine Motivation launig auf den Punkt brachte: “St. Pauli hat 33 Jahre gebraucht, um den HSV zu besiegen. So lange dürfen wir nicht warten.” Lesen Sie mehr

Informationen zu der Veranstaltung unter: www.2competence.de/wbd.html

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Dieser Frage ging letzte Woche das ZDF auslandsjournal in New York, Basel und dem Oman in einer interessanten Sendung nach. Darin bezeichnet sich z. B. die Hedgefonds-Managerin Renee Haugerud als “Blickkontakt-Kämpferin”, wenn männliche Kunden in Verhandlungen mal wieder ihren Mitarbeiter statt sie anschauen. Mehr zum Phänomen des Bodytalks, den Frauen bewusster einsetzen sollten, können Sie auch in dem PETRA Artikel Meine Herren, das können wir doch auch nachlesen.  Und René Mägli, Geschäftsführer von MSC Basel, stellt nur noch Frauen ein. An seiner reinen Frauenfirma schätzt er vor allem das höhere Kostenbewusstsein und dass keine Kraft in Machtspielen verpufft. Chapeau, Monsieur Mägli, sagen Sie’s weiter! Link zur Sendung

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Buch der Woche: Managerismus, Manfred Hoefle, Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de

Sie rasen im Sportwagen vor die Börse, grinsen in jede Kamera und haben jeglichen Maßstab verloren. Die Rede ist von Selbstdarstellern Marke Schrempp, Middelhoff, Zumwinkel. Sie verschwinden mit ungeheuren Summen, hinterlassen verbrannte Erde. Und doch sind sie nur Symptom eines wild gewordenen Wirtschaftssystems. Als Ursache identifiziert Autor Manfred Hoefle den „Managerismus“. In seiner gleichnamigen Streitschrift, die jetzt bei Wiley erschienen ist, benennt er die unhaltbare Situation, in die uns eine nur am Gewinn orientierte Wirtschaft hineinmanövriert hat. Und er skizziert die Architektur für eine neue Wirtschaftsordnung, die wesentlich auf klassischen unternehmerischen Tugenden aufbaut.  

Der direkte Weg in den Abgrund heißt Gewinnmaximierung

Ein vehement politisches Buch hat Manfred Hoefle verfasst. Als Ursache sowohl der Finanzkrise als auch der zahlreichen schockierenden Unternehmenszusammenbrüche (von Karstadt bis GM) sieht er das Auseinanderklaffen von Unternehmensinteressen und Unternehmenslenkern. Seit sich Unternehmen nicht mehr am Kundennutzen orientieren, sondern am Finanzmarkt, wollen die Topmanager nur noch Wachstum um jeden Preis. Denn ihr Image und ihre Bezüge sind am Umsatz und der Zahl der Mitarbeiter orientiert. In diesem Zusammenhang wirft Hoefle einen spannenden Blick auf das ehemalige Vorzeigeunternehmen General Electric, das von Jack Welch zur weltweiten Nummer 1 aufgebaut wurde. Heute aber zeigt sich, dass der Koloss auf tönernen Füssen steht. Die von Edison gegründete Technikschmiede hat ihr innovatives Kapital verspielt (verkauft) und jahrelang einen Gutteil des Ergebnisses nicht durch exzellente Produkte, sondern durch zum Teil windige Finanzmarkttransaktionen erzielt. mehr

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