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Gerade gut erholt aus dem Urlaub zurück, warten Mails und Meetings auf uns. Spätestens gegen Mittag kreisen die Gedanken in Endlosschleife – das schaffe ich nie, ich bin nicht gut genug, das klappt nie, was werden die anderen bloß von mir denken, das ging ja schon wieder daneben. Diese Gedanken setzen uns schachmatt.

Wie sieht Ihre Playlist aus? Erstellen Sie am besten sofort und schriftlich eine Hitliste Ihrer Grübelgedanken und Abwärtssätze. Auch wenn es manche selbst ernannte Glücksritter versprechen, so gibt es leider keinen Knopf und keinen Zauber, dieses hinderliche Selbstgespräch von heute auf morgen in entlastende, aufbauende Selbstgespräche zu verwandeln.

Und doch kann man sich solche antrainierten Gedankenmuster abgewöhnen. Die Zauberwörter hierfür sind systematisch und regelmäßig. 1. Schritt: Beginnen Sie, Ihre typischen Gedanken bewusst wahrzunehmen: Stopp! Hoppla, was denke ich da? 2. Schritt: Hinterfragen Sie Ihren inneren Kritiker: Stimmt das? Ist das wahr? Kann ich sicher sein, dass das wahr ist? Woran mache ich das fest? Nach der Analyse setzen Sie etwas dagegen und geben Sie sich einen positiven Auftrag: Ich schaffe das! Mit meiner Qualifikation und Erfahrung bekomme ich das hin.

Unterstützen Sie Ihr Gedankenmanagement mit einem eingängigen Begriff, den Sie auf ein Post-it schreiben, zum Beispiel „Showtime“ als Schwungwort vor einer Präsentation. Oder stellen Sie eine Figur an Ihrem Arbeitsplatz auf, die für Sie ein Symbol für Stärke ist. Und bedenken Sie, sich nicht gleich wieder fertig zu machen, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Evolutionsbedingt konzentrieren wir uns auf das Negative, um Gefahren rechtzeitig erkennen zu können. Seien Sie bitte freundlich zu sich.

Umdenken ist machbar, denn wie der französische Schriftsteller und Maler Francis Picabia schon feststellte: Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. So lautet dann auch der Appell vieler Führungskräfte: „Wir müssen umdenken!“. Guter Gedanke, nur kann man Umdenken nicht verordnen. Es setzt große Bewusstheit und Durchhaltevermögen voraus. Aus der Hirnforschung wissen wir aber: Gedanken zu verändern ist möglich, je nach Thema allerdings unterschiedlich leicht.

Der schlussendliche Tipp lautet daher: Üben, ausprobieren, experimentieren, weiter üben, damit Sie die Fähigkeit des Umdenkens auch unter Stress abrufen können. Es ist wie bei jedem Training, egal ob Sport oder Sprache: Eine Trainingsstunde reicht nicht, um nachhaltig etwas gut zu können. Auch Umdenken kostet etwas Mühe und Arbeit. Aber es lohnt sich. Denn wie schon der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel wusste: Auf die Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.

Dr. Barbara Schneider ist Coach, Autorin und Vortragsrednerin, 2competence.de

Erschienen auf abendblatt.de

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Dass zur Karriere, vor allem zur großen, mehr gehört als Fachkenntnisse und Fleiß, ist längst eine Binsenweisheit. Nach einer Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands halten nur vier Prozent der Befragten fachliche Qualifikation für das Aufstiegskriterium Nummer eins. Und jeder dritte Manager hält der Umfrage nach gutes Selbstmarketing für den entscheidenden Erfolgsfaktor. Das heißt natürlich nicht, dass Sie auf Fachkompetenz, Know-how und Spitzenleistung verzichten können. Damit allein kommen Sie aber im Berufsleben nicht voran.

Bei der Besetzung von Spitzenpositionen spielen vor allem zwei Faktoren eine wesentliche Rollee: Ihre Auftrittskompetenz und Ihre Netzwerkfähigkeit. Auftreten, Image, der Ruf sowie Verbindungen, die interne und externe Ak­zeptanz. Und mit jeder weiteren Karrierestufe wachsen die Anforderungen in Sachen Selbstpräsentation und Relationship-Stärke – wird der positive Auftritt in Gruppen und Gremien und die Fähigkeiten, sich zu verbinden und verbünden, umso wichtiger, je höher Sie im Job hinaus wollen. Tritt beispielsweise eine Führungskraft neu in ein Unternehmen ein, wird ihr in den ersten hundert Tagen fehlendes Fachwissen leichter verziehen als schlechter Stil im Umgang mit Mitarbeitern.

Sie stehen auf dem Präsentierteller, daran führt kein Weg vorbei. Gerade mit den ersten Gesprächen und symbolischen Gesten, die deutlich machen, was Ihnen wichtig ist, legen Sie einen entscheidenden Grundstein für die spätere Zusammenarbeit. Kein Wunder, dass bei Trennungen innerhalb der ersten sechs Monate Überforderung selten eine Rolle spielt. In den meisten Fällen sind bei Führungskräften Kulturkonflikte der Auslöser. Um es mit dem amerikanischen Leadership-Denker Marshall Goldsmith zu sagen: Je höer Sie aufsteigen, desto eher sind Ihre Probleme Verhaltensprobleme.

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Dr. Barbara Schneider ist Coach, Autorin und Vortragsrednerin. Mehr unter 2competence.de

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Erfolg beginnt im Kopf. Wer kennt den Satz nicht, aber Achtung, in der „Problemzone“ zwischen den Ohren sitzt auch gern unser größter Gegner. Wie Sie sich nicht alles von sich selbst gefallen lassen, hat die Psychologin und Expertin für Leistung und Wohlbefinden Ilona Bürgel auf manager-magazin.de klug zusammengefasst.

Eins sollten wir noch bedenken. In einer Zeit der Beschleunigung wollen wir natürlich, dass alles ruckzuck geht, sind Instant-Erkenntnisse und Sofortveränderungen sehr beliebt. Deshalb: Mit dem Lesen allein ist es nicht getan, das Erfolgsmittel: sich herantasten, ausprobieren,  üben, üben, üben. Veränderung braucht Wiederholung und die Disziplin des Dranbleibens. Probieren Sie es aus und ersetzen Sie regelmäßig negative Gedanken durch „Glücksinterventionen“.

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Wie komme ich zu einer neuen Idee? Woher kommen Inspirationen? Die erfrischende Dusche oder das stille Örtchen spielen dabei zwar eine Rolle, sollten aber eher als Metapher für einen Ort des Nichtstuns gesehen werden. Auf Knopfdruck kreativ zu sein, funktioniert kaum. Der erste Schritt heißt Vorbereitung: Sich Input und Impulse holen durch z. B. Lesen, Beobachten von Branchen, Netzwerken und Austauschen, was ich gerne als Beiseitegehen bezeichne. Für Schritt 2 ist dann unser Unterbewusstsein zuständig. Dort erfolgt die Verarbeitung der gesammelten Informationen. 3. Schritt: Langsam bekommen wir eine Vorahnung – die Idee formt sich. 4. Schritt: Heureka! Der zündende Gedanke ist gefunden! Und dann geht es an die Umsetzung – proof of concept! Schritt 5: Überprüfung der Idee. Wir wissen erst hinterher, ob eine Idee wirklich gut war, ob wir noch daran feilen und einen neuen Anlauf nehmen müssen.

Lesen Sie mehr über vielversprechende Ideenbeschleuniger und Kreativitätstechniken auf sueddeutsche.de

 

 

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Studien gehen davon aus, dass unser Glückscode zu 50 % festgelegt ist. Ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist, müssen Sie selbst entscheiden. Der Pessismist sagt jetzt vermutlich: Pech gehabt. Der Optimist: Bleiben noch 50 % Glücksgestaltungsraum. Wie wir unser Glückserleben steigern können, hat Jeff Haden in „7 Things Remarkably Happy People Often Do“ zusammengefasst.

 

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Ein Kommentar von Barbara Schneider

Absagen und Ablehnung gehören zum Unternehmensalltag, etliche gute Vorschläge werden versenkt oder tauchen später unter anderem Namen wieder auf. Ziele zu haben und sie zu verfolgen, ist sinnvoll. Etwas um jeden Preis zu wollen, ist kontraproduktiv. Wenn sich eine Tür partout nicht öffnen will, hat das möglicherweise seinen Grund, den wir im Moment nicht sehen können oder wollen, was sich aber oft als Vorteil entpuppt. Wie oft haben Sie schon gesagt: „Wie gut, dass das damals nichts geworden ist mit …“?

Mit dem viel beschworenen Los- oder Lockerlassen meine ich natürlich nicht, bei der kleinsten Schwierigkeit das Handtuch zu werfen und aufzugeben. Zwischenschritte gehören genauso zum beruflichen Vorwärtskommen wie Karrieresprünge. Trauern Sie einer Absage nicht zu lange hinterher. Es gehört zum Berufsalltag und zum Aufstieg erst recht, dass wir die eine oder andere Zurückweisung in Kauf nehmen und überwinden lernen. Versuchen Sie es an Nebeneingängen oder Hintertüren mit Ihren Ideen und Vorhaben. Und wenn es dort auch nicht klappt: Auch andere Häuser haben schöne Türen.

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Buch der Woche: “Wie wir sind“ von Vincent Dreary. Rezension von Oliver Ibelshäuser, managementbuch.de

Vincent Deary hat mit „Wie wir sind“ eines der ungewöhnlichsten und besten Bücher über „Gewohnheiten und Veränderungen“ der letzten Jahre geschrieben. Psychotherapeut Deary braucht keinen 10-Punkte-Plan und keine griffigen Tipps, um Ihnen den Sprung in einen neuen Lebensabschnitt schmackhaft zu machen“. Er motiviert Sie mit Geschichten, Zitaten und vor allem guten Argumenten aus Wissenschaft und Forschung, nicht im „Gestern“ zu verharren, wenn große Aufgaben anstehen: „Ich widme mich der Vorstellung, dass Menschen besser werden, was ihre Lebenseinstellung angeht, besser in dem, wer sie sind und besser darin, das Leben mit Anstand, Humor und Mut zu meistern“.

In zwei Akten zum Happy End im eigenen Film

Ganz gleich, welche Veränderungen anstehen: Trennung vom Partner, eine neue Arbeitsstelle, Umgang mit einer Krankheit: Deary findet die passenden Worte, um Sie mit ihren Ängsten und offenen Fragen dort abzuholen, wo Sie sich aktuell befinden. Der Autor berichtet dabei selbstverständlich aus den Erfahrungen der Psychotherapie. Deary ist aber auch ein Kulturliebhaber und schlägt immer wieder die Brücke zu Sequenzen aus Dramen und Filmen. Das liest sich nicht nur sehr gut, sondern passt perfekt zum Thema: Denn auch wichtige Veränderungen finden in zwei Akten statt: „Verharren“ und „Verändern“ – die Dramaturgie nahezu aller Hollywood-Streifen gibt auch die Gliederung in diesem Buch vor. mehr

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Buch der Woche: „Dance with the Boss“ von Monica Deters, Rezension von Oliver Ibelshäuser,

managementbuch.de

Mit dem Problem-Chef im Gleichschritt über das Parkett

Wenn der Chef Sie nicht führen kann oder will, dann führen Sie ihn. Monica Deters hat dafür das perfekte Buch geschrieben: „Dance with the Boss“ zeigt Ihnen, wie Sie mit Menschenkenntnis, einer Spur Raffinesse und einer Prise Feingefühl von Ihrem Vorgesetzten mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten. Und ihm beiläufig sogar die eine oder andere unangenehme Marotte abgewöhnen.

Salsa, Paso-Doble und Freestyle

Ist Ihr Boss eher der Travolta-Selbstdarsteller auf der Business-Tanzfläche wie der „Paso-Doble-Typ“, „zu stolz für eine kooperative Führung“? Oder der „Blues-Typ“, der alle wichtigen Entscheidungen verschleppt? Glückwunsch dagegen, wenn es sich um den „Slow Fox“-Tänzer handelt, „fair, transparent, mit einer starken sozialen Ader“. Insgesamt sechs unterschiedliche „Boss-Tänzer“ arbeitet die Autorin heraus. Welcher davon Ihrem Vorgesetzten entspricht, ermitteln Sie in einem kleinen Test. mehr

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Zwar ist die Erwerbstätigkeit von Frauen in unserem Land in den letzten 30 Jahren von 50 auf knapp 70 Prozent gestiegen, aber nur 55 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter arbeiten Vollzeit, mahnt die Statistik, der Rest hat einen Teilzeitjob. Ein volkswirtschaftlicher Skandal, vom Image als Karrierekiller ganz abgesehen. Fragt man Frauen, dann ist es jedoch das, was viele wollen, vor allem dann, wenn sie Familie haben. Elternschaft konkurriert mit Erwerbstätigkeit, vor allem bei Frauen. Kein Wunder, wenn viele Paare achselzuckend zugeben: „Wir hatten uns das am Anfang auch anders vorgestellt, aber irgendwie sind wir dann in die klassische Rollenverteilung hineingerutscht.“ Einfache Patentrezepte gibt es sicherlich nicht, aber die Google-Managerin in Teilzeit, Sarah Fix-Bähre, hat dazu, wie ich finde, einen klugen Artikel verfasst, und ist zur der Erkenntnis gekommen: Ohne klare Anforderungen an alle Beteiligten geht es nicht.

„…Dann wurde ich mit Mitte 30 schwanger – und obwohl ich mich als emanzipiert und aufgeklärt sehe, machte sich neben der Freude ein weiteres Gefühl breit: Das schlechte Gewissen. Man hatte mir doch gerade erst eine Führungsrolle anvertraut. Hierin sehe ich einen Hauptgrund, warum viele Managerinnen bereits während der Schwangerschaft, bewusst oder unbewusst, in Überleistung gehen. So wollte auch ich allen zeigen, dass sich nichts geändert hat und sich auch nach der Elternzeit nichts ändern würde. Meine Vorstellung war klar: Mein (Arbeits-)Leben sollte so weiter gehen und das Kind kommt eben „on top“. Der Realitätsclash hätte drastischer nicht sein können. Plötzlich fand ich mich, mein Kind im Tragetuch durchs Hamburger Grindelviertel spazierend, zwischen den Welten wieder. Ich war keine typische „Karrierefrau“ mehr, wollte aber auch nicht „nur“ Mutter sein – ich wollte beides. Trotzdem war nicht zu übersehen: das Prinzip „on top“ würde nicht funktionieren…“

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Erfolg beginnt im Kopf. Wer kennt den Satz nicht, aber Achtung, da sitzt auch gern unser größter Gegner. Und den auszuschalten, geht gar nicht so einfach. Der Wunsch nach einem neuen Wundermittel, nach einer Sofortlösung – am besten „to go“ – boomt. Ein Zauberstab, mit dem man drei Mal durch die Luft wedelt – puff – und weg sind unsere Sorgen und Befürchtungen. Seien wir realistisch, auf absehbare Zeit dürfte mit einem solchen Produkt nicht zu rechnen sein. Heute zweifelt kaum jemand daran, dass es einen Zusammenhang zwischen Einstellung und Erfolg gibt. Was wir im Leben erreichen, hängt von unseren Einstellungen ab. Sie können unseren Handlungsspielraum entsprechend vergrößern oder verkleinern. Der amerikanische Psychologe und Mentraltrainer Dr. Jim Loehr vergleicht unser Gehirn mit einem Computer: „Wie bei einem Computer erhalten wir immer das zurück, was wir einprogrammieren. Unsere Denkmuster und Selbstgespräche stellen wichtige Input-Quellen dar. Entweder programmieren Sie sich auf Erfolg oder Misserfolg.“ Eine „Erfolgs-Umprogrammierung“ dauert aber und funktioniert nicht auf Knopfdruck.

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