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Spitzengremien großer Unternehmen: mehr Schubkraft für eine ausgewogene Repräsentation von Frauen und Männern nötig / Elke Holst, Anja Kirsch, DIW
Eine ausgewogene Repräsentation von Männern und Frauen in den Spitzengremien großer Unternehmen in Deutschland bleibt in weiter Ferne. In den Vorständen der 200 umsatzstärksten Unternehmen lag der Frauenanteil Ende vergangenen Jahres bei gut sechs Prozent – ein Anstieg von weniger als einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr. Die Aufsichtsräte waren zu fast 20 Prozent mit Frauen besetzt, allerdings hat sich die Dynamik abgeschwächt. Etwas besser war die Situation in den 30 größten börsennotierten Unternehmen: Im DAX-30 lag der Frauenanteil Ende 2015 in Vorständen bei knapp zehn Prozent (plus gut zwei Prozentpunkte) und in Aufsichtsräten bei fast 27 Prozent (plus gut zwei Prozentpunkte). Von den gut 100 Unternehmen, die ab 2016 bei Neubesetzungen ihres Aufsichtsrats Frauen bis zu einem Anteil von mindestens 30 Prozent berücksichtigen müssen, hatten fast 28 Prozent diese Quote Ende des Jahres 2015 bereits erfüllt. Knapp ein Drittel der Unternehmen waren mit einem Anteil von 20 bis unter 30 Prozent Aufsichtsrätinnen auf dem Weg dorthin. In der DAX-30-Gruppe erreichte nahezu die Hälfte der Unternehmen die Zielgröße. Dass die Masse der anderen Unternehmen den Vorreitern in absehbarer Zeit auf freiwilliger Basis folgt, ist unwahrscheinlich: Denn in 22 Prozent der Top-200- und 24 Prozent der TecDAX- sowie über einem Drittel der SDAX-Unternehmen ist derzeit entweder gar kein Aufsichtsratsmitglied oder höchstens jedes zehnte eine Frau. Der Anteil von Frauen in Vorständen ist zudem in allen untersuchten Unternehmensgruppen extrem gering. Der Weg zu mehr Frauen in Spitzengremien bleibt also lang und mühsam. Umso dringender ist eine Politik aus einem Guss, die durch stringente Rahmenbedingungen, auch in der Steuer- und Familienpolitik, die Karrierechancen von Frauen verbessert.

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„Der moderne Chef ist ein Kumpeltyp…“ so beginnt der Artikel „Führungsstil – Kumpel oder Despot?“ auf karriere.de. „Think manager, think male“  bestätigt sich hier mal wieder. Früher wurde auch mal gerne nach dem sog. weiblichen Führungsstil gesucht. Viel wurde geforscht und noch mehr geschrieben. Die Ergebnisse sind recht uneinheitlich, teilweise sogar widersprüchlich. Untersuchungen neueren Datums zeigen deutlich: Die Ähnlichkeiten im Führungsverhalten von Frauen und Männern sind größer als die Unterschiede. An dieser Stelle eine nicht durch Studien abgesicherte Erkenntnis: Es gibt Unterschiede zwischen den Geschlechtern genauso wie innerhalb der Geschlechter. Chef ist nicht gleich Chef und Chefin ist auch nicht gleich Chefin.

 

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Führen Frauen anders, schlechter oder sogar besser? Viel wurde in der Vergangenheit schon geforscht, noch mehr geschrieben, aber die Suche nach dem weiblichen Führungsstil scheint nicht aufzuhören. Obwohl fast alle Studien zeigen: Wenn Frauen führen, dann unterscheiden sie sich nicht wesentlich von ihren männlichen Kollegen. Der männlich-autoritäre Chef und die weiblich-einfühlsame Chefin scheinen ins Reich der Mythen zu gehören. Das belegt aktuell wieder eine Studie über die Führungsetage, in der Frauen teilweise noch schlechter abschneiden. Als persönliche Erkenntnis möchte ich hinzufügen: Chef ist nicht gleich Chef und Chefin ist eben auch nicht gleich Chefin.

Chefinnen, die härter sind als Chefs

Interview: Claudia Tödtmann

Frauen auf dem Chefsessel sind keine Unschuldsengel, im Gegenteil: Sie sind noch unverträglicher als Männer. Dies belegt erstmals eine noch unveröffentlichte Studie von Marion Büttgen, Professorin an der Uni Hohenheim zusammen mit Führungsexperte Christian Mai von der German Graduate School of Management and Law in Heilbronn.

Frau Büttgen, Sie haben erstmals erforscht, dass Frauen als Chefs keinen Deut  schwäscher sind als Männer. Dass sie ebenso hart sind und keineswegs weicher, empathischer führen. Damit belegen Sie auch, dass Frauen als Chefinnen keineswegs die angenehmeren Vorgesetzten für ihre Mitarbeiter sind, weil sie – denn so unterstellten bislang etliche – die besseren Soft Skills haben, richtig?

Jedenfalls haben diejenigen Frauen, die sich schon heute in Chefpositionen hoch gekämpft haben, dieselben „dunklen“ Persönlichkeitsmerkmale wie Männer – entgegen der verbreiteten Klischees. In unseren umfangreichen Untersuchungen und Befragungen ist das Ergebnis: In ihren Persönlichkeitsdimensionen unterscheiden sich weibliche und männliche Führungskräfte nicht voneinander.

Das ganze Interview lesen auf karriere.de

 

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Vielleicht haben wir es immer geahnt, jetzt belegt es die Forschung: Dax-Bosse unterscheiden sich zwar kaum untereinander, weisen aber eindeutige Unterschiede im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung auf. Das Holz, aus dem die Wirtschaftsbosse geschnitzt sind: geringe Teamfähigkeit und emotionale Härte. Dies ist das Ergebnis einer Studie der German Graduate School of Management & Law (GGS) in Heilbronn, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Wen wundert es da, dass Frauen sich aus den Vorstandsetagen lieber fernhalten.

 

 

 

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PWC-Studie entzaubert Gen-Y-Mythen

„Nur 19 Prozent der zwischen 1980 und 1995 geborenen Frauen wollen ihren Arbeitgeber verlassen, um eine Familie zu gründen. Am häufigsten nennen die weiblichen Mitglieder der Generation Y dagegen fehlende Aufstiegschancen als Grund, den Job zu wechseln. 86 Prozent der weiblichen Millennials bevorzugen dementsprechend Arbeitgeber, bei denen Diversity, Gleichberechtigung und Integration hoch im Kurs stehen. 71 Prozent von ihnen geben jedoch an, dass Arbeitgeber zwar über Diversity sprechen, jedoch Chancengleichheit nicht wirklich besteht. Das sind Ergebnisse der dritten Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zur Generation Y, für die in 75 Ländern, darunter Deutschland, mehr als 10.000 junge Menschen, davon mehr als 8.700 Frauen im Alter von 20 bis 35 zu ihrer Einstellung zu Arbeitswelt und Karriere befragt wurden.

„Unsere Studie räumt mit dem Mythos auf, Frauen würden aus dem Berufsleben aussteigen, um eine Familie zu gründen.“

Mehr zur Studie unter pwc.de

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Studien zeigen bereits, wenn Frauen über die Besetzung von Führungspositionen entscheiden, sie öfters eine Frau wählen. Frauen fördern und befördern Frauen. Endlich! Das war nicht immer so. Frauen, die eine Frau befördern wollen, fürchten oft, dass man ihnen das als Bevorzugung des eigenen Geschlechts auslegen könnte. Darüber denkt doch kein Mann nach, wenn er einen anderen nach sich zieht. Frauen, die behaupten, sie sähen keine wirklich qualifizierten Frauen hinter sich, gehören hoffentlich der Vergangenheit an. Wenn Frauen mehr Erfolg haben wollen, dann sollten sie sich zusammenschließen, statt sich zu übersehen.

Mehr zu dem Thema auf wiwo.de

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Keine Frage, die Startvoraussetzungen für Frauen haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten enorm verbessert. Frauen steigen in vielen Branchen und Bereichen zu gleichen Teilen ein wie Männer, was dann aber nicht gelingt, ist, dass sie zu gleichen Teilen aufsteigen.

Die Studie der Managementberatung Bain & Company nennt drei Schlüsselfaktoren, die Frauen in der mittleren Karrierephase in ihrem Aufstiegswillen und ihren Karrieremöglichkeiten bremsen: „Erstens erkennen sie, dass sie nicht in das vorherrschende stereotype Bild des idealen Angestellten passen, sprich: des stets verfügbaren Siegertypen auf der Überholspur. Zweitens fehlt ihnen die Unterstützung ihrer direkten Vorgesetzten. Und drittens gibt es nach wie vor zu wenig weibliche Rollenvorbilder im Topmanagement.“

Zur Studie auf bain.de

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Keine Spur von Geschlechter-Gleichheit in der Rechtswissenschaft, auch wenn seit Jahren mehr als die Hälfte der Jura-Studierenden Frauen sind. Eine Studie der Fern-Universität Hagen legt die Hürden, die Frauen auf dem Weg nach oben, bremsen, offen: eine männliche Fachkultur, lange Ausbildungszeiten und wenige akademische Karriere-Optionen.

Den ganzen Artikel lesen: juraforum 

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Keine Frage, die Startvoraussetzungen für Frauen haben sich in den letzten zwanzig Jahren enorm verbessert. Anfang der 90er, als meine Karriere in Schwung kam, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass wir uns im Jahr 2014 überhaupt noch mit dem Thema beschäftigen werden bzw. es intensiver denn je tun. Geschweige denn, dass ich zwei Bücher zu dem Thema schreiben würde. Nicht, weil ich nicht schreiben wollte, sondern weil ich (und auch die Experten) damals angenommen haben, das Thema Frauen in Führungspositionen hätte sich längst erledigt. Es ist anders gekommen und wir wissen heute: Aus Einstieg lässt sich nicht automatisch Aufstieg ableiten und die Hürde für Frauen ist nicht das Reinkommen, die Hürde ist das Hochkommen.

Nun ist wieder eine Studie erschienen, die – wer hätte das gedacht – auch die üblichen Erkenntnisse liefert. Lt. Staufenbiel-Studie sind es vor allem die Männerzirkel, eine nicht gelebte Diversity-Kultur und die anderen Prioritäten von Frauen, die den weiblichen Nachwuchs auf dem Weg nach oben ausbremsen.

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, auf einen einfachen Nenner gebracht: es liegt an Männern, Kindern und uns selbst. Es gibt in diesem Thema längst kein Erkenntnisproblem mehr, sondern ein Umsetzungsproblem, auf neudeutsch: eine knowing-doing-gap. Mit Studien scheinen wir die nicht schließen zu können.

 

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Helena Morrissey, CEO Newton Investment Management, will mehr Frauen in den britischen Chefetagen sehen und gründete 2010 den 30 % Club in London. Dennoch ist sie strikt gegen eine gesetzliche Quote, sondern setzt auf Freiwilligkeit und die Unterstützung männlicher CEOs und Promoter.

Eine neue Studie des Clubs räumt mit 10 Mythen auf: „At a launch event held in London today (18.3.2014), the 30 % Club released the findings of their latest research that undermines ten myths around how women progress to the top.

The 10 Mythbusters in the ‘Cracking the Code’ final report are as follows:

Myth 1 – Women don’t aspire to senior leadership roles

Myth 2 – Women don’t stick it out to make it to the very top

Myth 3 – Childrearing stops women getting to the top

Myth 4 – Women don’t get to the top because they lack confidence

Myth 5 – Women lack the leadership qualities needed at the top

Myth 6 – Women don’t’ have the networks that open doors to the top

Myth 7– Senior women leaders pull up the career ladder behind them

Myth 8 – High potential programmes are fast-tracking women

Myth 9 – Formal flexible working arrangements ease women’s route to the top

Myth 10 – The business case for gender diversity is working“

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