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Minijobs und Teilzeit – eindeutig eine Frauendomäne. Die Frankfurter Karrierestudie „Die Illusion von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ der beiden Professorinnen Yvonne Ziegler und Regine Graml untersucht die Karriereperspektiven berufstätiger Mütter und belegt: Eine Erwerbspause kann leicht zum Karrierestopp führen, wenn der baldige Anschluss an die Arbeitssituation vor der Schwangerschaft nicht gelingt oder zumindest ein entsprechend gleitender Wiedereinstieg verbindlich vereinbart wird. „Kinder als Karrierehindernis, Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Herausforderung, fehlendes Zutrauen in die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft von Müttern – so beschreiben viele berufstätige Mütter ihre aktuelle Lage.

Zur Studie

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„Diese Frauen werden die Gesellschaft wachrütteln.“ Das war das Fazit der großen BRIGITTE Studie 2008. Jetzt, fünf Jahre später, wurden dieselben Frauen noch mal befragt. „Die jungen Frauen stehen gewaltig unter Druck“, so Prof. Jutta Allmendinger, die Leiterin der Studie, über eine Generation in der Zwickmühle. Zum Dossier auf brigitte.de

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Rechtstipp von Dr. Monika Schmidt, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Arbeitsrecht, Dr. Matzen & Partner

Diese Frage stellt sich häufig bei Mitarbeiterinnen, die aus einem Vollzeitarbeitsverhältnis in Elternzeit gehen und anschließend eine Teilzeittätigkeit ausüben, betrifft aber generell jeden Wechsel von Vollzeit in Teilzeit im laufenden Kalenderjahr.

Nehmen Sie an, Sie arbeiten in Vollzeit und haben am 31.08. eines Jahres einen Resturlaubsanspruch von 15 Arbeitstagen; ab 01.09. sind Sie nur noch an drei Tagen pro Woche tätig. Wie viel Urlaub steht Ihnen dann für den Rest des Jahres noch zu: Würden Sie weiterhin an fünf Tagen in der Woche arbeiten, hätten Sie Anspruch auf drei Wochen Urlaub. Bei drei Arbeitstagen pro Woche machen 15 Tage Urlaub aber fünf Wochen aus. Haben Sie jetzt automatisch länger Urlaub oder wird der Anspruch entsprechend von 15 auf neun Tage reduziert, so dass im Ergebnis drei Wochen Urlaub bleiben?  mehr

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Aufgelesen: Auf Forbes.com denken Michael Noer und Elizabeth Corcoran über Doppelkarriere-Beziehungen nach und liefern dazu allerhand statistisches Beiwerk. Sein Punkt: „Don’t Marry Career Women“. Ihr Punkt: „Don’t Marry A Lazy Man“. Am Ende gilt wie für alle Studien: Vorsicht, Korrelation nicht mit Kausalität verwechseln. Das wird ja gerne mal getan, auch wenn es um mehr Frauen im Management geht. Wenn es regnet, spannen viele Menschen den Regenschirm auf (positive Korrelation); wenn viele Menschen den Regenschirm aufspannen, regnet es nicht zwangsläufig (keine Kausalität). Viele Studien, wie z. B. die von McKinsey, weisen eine positive Korrelation zwischen Frauen im Top-Management-Team und der Eigenkapitalrendite eines Unternehmens auf. Daraus abzuleiten, man müsse einfach mehr Frauen ins Leadershipteam setzen (womöglich noch per Quote) ist nicht nur zu einfach gedacht, sondern auch falsch abgeleitet.

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Buch der Woche: Happy Working Mama, Greenberg, Avigdor, Boos. Rezension von Wolfgang Hanfstein: managementbuch.de

Kann man als berufstätige Mutter auch noch glücklich sein? Man kann nicht nur, man muss sogar glücklich sein, sagen die Autorinnen von „Happy working Mama“. Denn nur glückliche Mütter kriegen die enormen Anforderungen auf die Reihe, die aus der Dreifachbelastung Mutter, Haushalt und Job resultieren. „Au weia“, wird jetzt die eine oder andere sagen, „muss ich denn jetzt zum Dauerstress auch noch Dauergrinsen?“ Nein! Aber sich selbst, die Arbeit und die Familie in ein gesundes Gleichgewicht bringen, denn das wirkt sich auf alle positiv aus. Ein praktikables Selbst-Coaching, um die Gewichte richtig zu verteilen, liefert dieses Buch.

Wie geht’s?

Happy Working Mama ist kein Wohlfühlbuch, sondern ein Arbeitsbuch. Es basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien. Die Autorinnen zeigen mit der neuen Glücksforschung, dass Glück kein „Glück“ ist, sondern zu 50% Resultat unseres Denkens und Handelns. Deshalb, so die Autorinnen Cathy L. Greenberg und Barett S. Avigdor, ist es wichtig, sich selbst sehr gut kennen zu lernen. „Wie gehe ich mit Stress um? Welche körperlichen Symptome stellen sich unter Stress ein? Welchen Traum habe ich für mich selbst? Was kann ich tun, damit es mir noch besser geht?“

„Siehst du, jetzt hast du ein schlechtes Gewissen“

Berufstätige Mütter agieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind vielmehr umgeben von starken gesellschaftlichen Zuschreibungen. Diese setzen sich dann in inneren Schuldzuweisungen fort: „Ich fühle mich schuldig, weil ich mein Kind in der Kinderkrippe lasse. Oder wenn ich meinen Partner bitte, etwas für mich zu tun.“ „Ich fühle mich schuldig, wenn ich Zeit für mich einplane.“ Und im Extremfall: „Ich fühle mich die ganze Zeit schuldig.“ Die Autorinnen, allesamt selbst berufstätige Mütter, kennen diese Gedanken – und kennen keine einfachen Antworten. Aber sie zeigen, wie Frauen durch die Auseinandersetzung mit diesen Fragen zu mehr Klarheit kommen, richtige Entscheidungen fällen und damit den Weg zu einem glücklicheren Leben einschlagen können.

Glück ist ein Zustand, der sich herbeiführen lässt

„Happy Working Mama“ beackert das ganze Gebiet, auf dem berufstätige Mütter gefordert sind. Das Buch liefert seitenweise wertvolle Denkanregungen und wartet mit interessanten Erkenntnissen auf. Und es sind vor allem die vielen eingestreuten Übungen und Selbst-Coaching-Einheiten, die den Leserinnen dabei helfen, auch große Herausforderungen und Schwierigkeiten anzugehen. Managementbuch.de – Empfehlung für berufstätige Mütter, die manchmal damit zu kämpfen haben, die unterschiedlichsten Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. Sie finden in diesem Buch wertvolle Hinweise, Altbekanntes in neuem Licht zu sehen und lernen neue Handlungsmöglichkeiten kennen.

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Gestern stellte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Berlin den Monitor Familienleben 2010 vor. Eine Erkenntniss: 12 Prozent der Deutschen unter 50 J. möchten weitere oder einmal Kinder haben, 2008 waren es nur 9 Prozent. Diese drei Prozentpunkte beflügeln die Fantasie von Demoskopen: „Im Moment wächst der Mut zum Kind“, so Renate Köcher, Geschäftsführerin des beauftragten Instituts (Institut für Demoskopie Allensbach, IfD). Ob es beim Wunsch bleibt oder ihm Taten bzw. Kinder folgen, werden wir in einigen Jahren an der Geburtenrate ablesen können. Noch ein Ergebnis: In Zeiten von Arbeitsverdichtung, mehr

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